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Kobe Bryant steht noch bis 2016 bei den Los Angeles Lakers

Kobe Bryant hat trotz des völlig verkorksten Saisonstarts seiner Los Angeles Lakers seinen Mega-Vertrag verteidigt und den Gehaltsverzicht von Spielern wie Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) oder Tim Duncan (San Antonio Spurs) belächelt.

"Es ist Mode, das zu machen. Der Spieler nimmt weniger Geld, bla, bla, bla, bla, bla. Ich denke dass es ein großer Coup der Teambesitzer, die Spieler in eine Position zu bringen, in der die öffentliche Meinung sie unter Druck setzt, weniger Geld zu nehmen", sagte der 36-Jährige vor dem Spiel gegen die Mavericks am Freitag.

Wenn ein Spieler dann nicht auf Gehalt verzichte, sei er der Buhmann, kritisierte Bryant: "Das ist wirklich brilliant - aber ohne mich."

Bryant hatte im Sommer für zwei Jahre und satte 48,5 Millionen Dollar Gehalt bei den Lakers verlängert, L.A. ging im Sommer bei der Jagd nach den großen Free Agents aber leer aus. Nowitzki verzichtete hingegen im Sommer auf viel Geld, unterschrieb nur für drei Jahre und 25 Millionen.

Dallas konnte daraufhin Chandler Parsons und Tyson Chandler zurückholen und steht in der Western Conference auf Platz drei (Bilanz 10-3), die Lakers stecken dagegen mit einer Bilanz von 3:10 tief im Keller und stellen eines der schwächsten Teams der NBA.

Bryant sieht dennoch keinen Fehler bei sich und glaubt sogar noch daran, dass die Lakers trotz seines Mega-Gehalts ein Titelanwärter sein können.

Die Spieler brächten sich beim Gehaltsverzicht selbst in Schwierigkeiten, meint die "Black Mamba" und meint: "In meinem 19. jahr in der NBA interessiert mich nicht, was die Leute denken. Ich sage, was ich sagen will."

Basketball sei ein Geschäft, erklärt der 36-Jährige, der in seiner Karriere 280 Millionen Gehalt kassiert hat und fordert, man müsse auch beachten, was ein Spieler an Einnahmen für das Team generiere.

"Habe ich auf Gehalt verzichtent? Ja. Habe ich auf so viel verzichtet, wie manche von euch Fans wollen? Nein. Ist es genug, um uns zu helfen, ein Titelanwärter zu sein? Ja."

Nur Stunden nach Bryants Kommentaren gingen seine Lakers mit 106:140 gegen die runderneuerten Mavs unter. Die "Black Mamba" traf nur sechs seiner 22 Würfe, Dallas' Neuzugang Parsons trumpfte mit 20 Punkten auf.

Hier weiterlesen: 140 Punkte! Mavericks demütigen Lakers

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