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LeBron James (M.) führt die Miami Heat in vier Jahren viermal in die Finals. Die Bilder der 9. Woche ZUM DURCHKLICKEN
LeBron James (M.) führt die Miami Heat in vier Jahren viermal in die Finals. Die Bilder der 9. Woche ZUM DURCHKLICKEN © getty

München - Als Teil des NBA-Doppelpacks kehrt LeBron James mit den Cavaliers nach Miami zurück. D-Wade mahnt die Fans, Chris Bosh ist heiß.

Auf dieses Weihnachtsgeschenk hätten die Fans der Miami Heat gut verzichten können.

Statt bei einem entspannten Heimspiel den Festbraten zu verdauen, erinnert sie die NBA gleich wieder an den schmerzhaften Verlust des Superstars LeBron James, der seine Talente im Sommer zurück in die Heimat brachte.

Die große Frage vor dem ersten Gastspiel der Cleveland Cavaliers in Florida (ab 23 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ist, wie wird der "King" in seinem alten Königreich begrüßt werden?

"Es wird eine gemischte Reaktion geben. Verdient hätte er aus meiner Sicht einen großen Empfang. Er hat uns zu Höhen geführt, die wir nur einmal zuvor erreicht haben", sagt Heat-Urgestein Dwyane Wade.

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James liefert Miami großartige Jahre

Damit spielt "The Flash" natürlich auf die vier Finalteilnahmen in Folge mit zwei Meisterschaften an, vorher war der Titel 2006 das einzige große Highlight des Teams.

James' Zahlen in den vier Jahren und 399 Spielen würden sogar als die dominanteste Zeitspanne der modernen NBA durchgehen.

Natürlich immer All-Star, zweimal MVP, zweimal Finals-MVP, im Schnitt fast 27 Punkte, 7,6 Rebounds und 6,7 Assists pro Spiel gepaart mit einer Effizienz, die selbst Michael Jordan in seiner Glanzzeit nicht erreichte.

"Es war eine tolle Zeit. Ich hoffe, sie erinnern sich an unsere Erfolge. Miami wird immer einen speziellen Platz in meinem Herzen ausfüllen. Ich hätte die Stadt auch nie für einen anderen Ort als Cleveland verlassen", versichert James den Fans.

(Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")

Wade spielt Spannungen herunter

Einige Buhrufe wird es trotzdem hageln, schließlich hat er sein inzwischen berüchtigtes Versprechen von "nicht drei, nicht vier, nicht fünf Meisterschaften" relativ überstürzt gebrochen.

Gerüchte, wonach es in der Kabine mit Wade und Chris Bosh schon während der vergangenen Saison nicht mehr gestimmt habe, erhielten durch den schnellen Abschied neue Nahrung.

"Das ist alles Quatsch. Ich würde den Sport nie zwischen persönliche Beziehungen kommen lassen. Wir reden jetzt eigentlich sogar wieder mehr miteinander als vorher", sagt D-Wade.

Bosh ist heiß

Wade hätte am ehesten Grund, sauer auf LBJ zu sein, schließlich stieg er aus seinem Vertrag aus und verzichtete auf über zehn Millionen Dollar, um seinen "Superfreund" doch in Miami zu halten.

"Natürlich wollte er, dass ich bleibe. Als ich meine Entscheidung getroffen hatte, war er aber einer meiner größten Fürsprecher. Er ist wie ein Bruder, den ich nie hatte", schwärmt James.

Bosh, der angeblich mit James seither kein Wort gewechselt hat, hegt längst nicht so warmherzige Gefühle: "Ich will ihn schlagen. Nur darum geht es. Er ist ein Kontrahent - mehr nicht."

Heat und Cavaliers auf Augenhöhe

Allzu gern würde er den Cavaliers ein Bein stellen, schließlich musste er trotz aller Erfolge oftmals beißende Kritik für seine sinkenden Stats hinnehmen, obwohl er längst nicht mehr so oft im Fokus der Offense stand wie zuvor in Toronto - frag nach bei Kevin Love.

Sportlich gesehen legten die Heat als aktuell Siebter der Eastern Conference zwar ihren schlechtesten Saisonstart seit sieben Jahren hin, stehen jedoch gar trotz aller Verletzungssorgen - auch Wade hatte es zwischenzeitlich schon wieder erwischt - nicht so weit hinter Cleveland (5.).

"Wir sind sicher noch nicht da, wo wir als Team hinwollen. Es läuft aber immer besser. LeBron und Kevin verstehen sich immer besser mit Kyrie (Irving, Anm. der Red.)", sagt Coach David Blatt nach zuletzt sieben Siegen in zehn Partien.

Allerdings ereilte die Cavaliers an Heiligabend eine Hiobsbotschaft: Center Anderson Varejao zog sich beim Sieg gegen die Minnesota Timberwolves am Dienstag einen Riss der Achillessehne zu und fällt für den Rest der Saison aus.

SPORT1 blickt auf eine weitere NBA-Partie des 1. Weihnachtstages:

Und schon wieder sitzt der Superstar der Oklahoma City Thunder in Zivil auf der Bank.

Nachdem er schon den Saisonstart wegen der Fraktur des kleinen Zehs verpasste, liegt Superstar Kevin Durant wegen einer Knöchelverstauchung an jenem rechten Fuße erneut auf Eis.

Vor dem Kracher bei den San Antonio Spurs (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) spricht Coach Scott Brooks zwar von einer "leichten Stauchung", aber ein Risiko will der Finalist von 2012 mit dem MVP nicht eingehen und schont ihn wie in den drei Partien zuvor.

"Es geht ihm von Tag zu Tag besser, aber wir müssen abwarten", sagte Brooks nach der bitteren Overtime-Schlappe gegen Portland (News).

Die Thunder (13 Siege - 16 Niederlagen) hatten nach dem katastrophalen Saisonstart mit Durant sieben Spiele in Folge gewonnen und haben als Zehnter zumindest schon wieder Kontakt zu den Playoff-Plätzen im Westen.

Die Spurs suchen allerdings auch noch ihre Glanzform. Der Meister schleppt sich derzeit als Siebter durch den Westen und verlor sechs seiner vergangenen zehn Partien - darunter drei nach Verlängerung.

"Es geht darum, im Frühjahr seine beste Form zu finden und frisch zu sein. Trotzdem müssen wir unsere Position im Westen verbessern", fordert Tony Parker.

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