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Miamis Urgestein Dwyane Wade (l.) und LeBron James spielten vier Jahre gemeinsam für die Heat
Miamis Urgestein Dwyane Wade (M.) und LeBron James spielten vier Jahre gemeinsam für die Heat © Getty Images

Miami und München - Dwyane Wade trumpft gegen die Cavaliers wie zu alten Zeiten auf und toppt LeBron James. Der erhält aber einen warmen Empfang.

Die Rückkehr des Königs zur Stätte seiner Krönung fiel standesgemäß aus. Die Fans in Miami, denen LeBron James vier Finalteilnahmen in Folge und zwei NBA-Titel beschert hatte, begrüßten den Superstar mit Standing Ovations.

Doch die  zurückgewechselten "King James" partout nicht den Hof machen. Und vor allem sein alter Kumpel Dwyane Wade, dem er kurz nach der Landung in Florida noch einen weihnachtlichen Besuch abgestattet hatte, trieb LeBrons Ex-Team zum 101:91 (62:49)-Sieg.

"Flash" spielte wie zu alten Zeiten, besonders vor der Halbzeit, als dem 32-Jährigen 24 seiner 32 Punkte gelangen.

"Nicht im Bösen auseinander gegangen"

Ein Flashback für James sozusagen, der lange mit Wade die Liga dominiert hatte. Doch in den gegen die San Antonio Spurs verlorenen Finals 2014 musste er sich von Wade (durchschnittlich 15,2 Punkte und 3,8 Rebounds) im Stich gelassen fühlen. Womöglich auch ein Grund für seinen Weggang im Sommer.

Dennoch begegneten sich die Beiden auch auf dem Court warmherzig, umarmten sich vor und nach der Partie. "Wir sind nicht im Bösen auseinander gegangen", bekräftigte Wade. (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")

"Wir haben in den vier Jahren hier mit viel harter Arbeit und Leidenschaft alles gegeben", sagte James, der bei Ballbesitz auch mal ausgebuht wurde. Dann aber spielten die Verantwortlichen einige seiner alten Heldentaten auf dem Videowürfel ein - und prompt brandete Applaus auf.

Technisches Foul für die Affenschaukel

"Es war eine tolle Zeit. Miami wird immer einen speziellen Platz in meinem Herzen ausfüllen", hatte James bereits zuvor kundgetan. "Ich hätte die Stadt auch nie für einen anderen Ort als Cleveland verlassen."

Vor 19.800 Zuschauern stemmte er sich nach Kräften gegen die elfte Saisonpleite, mit der die Cavaliers den Anschluss an die ersten Vier in der Eastern Conference verloren.

30 Punkte und acht Assists gelangen dem viermaligen MVP. Und auch ein krachender Dunking, der - nachdem Miami bereits mit 17 Punkten vorn gelegen hatte - anfangs des Schlussviertel die 78:77-Führung bedeutete.

Netto währte sie nicht mal eine Sekunde: James schaukelte in den Augen der Referees zu lange am Ring und wurde dafür mit einem Technischen Foul bestraft. Wade traf den Freiwurf zum Ausgleich.

Deng mit defensivem Spezialauftrag

Bis drei Minuten vor Schluss, als Mike Miller mit einem Dreier auf 87:90 verkürzte, blieb Cleveland im Rennen. Dann antworteten die Heat mit sieben Punkten in Folge.

Luol Deng, der James fast während der gesamten Partie hauteng verteidigte, steuerte 25 Punkte zum Sieg des Tabellensiebten im Osten bei.

Die Cavaliers verlieren durch die elfte Saisonpleite, die auch die All-Stars Kyrie Irving und Kevin Love (25 bzw. 14 Punkte) nicht verhindern konnten, den Anschluss an das Spitzenquartett.

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