München und Dallas - Chandler Parsons schiebt Extraschichten und läuft bei der Gala der Mavericks gegen die Milwauke Bucks heiß. Nowitzki profitiert.

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Der positive Einfluss von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks trägt auch bei Chandler Parsons immer mehr Früchte.

Mit 28 Punkten gegen die Milwaukee Bucks war der Neuzugang von den Houston Rockets Topscorer und Sieggarant für die Mavs, die beim 125:102 (59:46) gegen die "Hirsche" das nächste Offensiv-Feuerwerk abbrannten.

Nach der Pleite gegen die Phoenix Suns kehrten die Mavs somit zurück in die Erfolgsspur.

Parsons verdiente sich als Fleißbiene ein Sonderlob von Trainer Rick Carlisle und legte mit den Mavs schon im 1. Viertel den Grundstein zum Sieg.

Sonderschicht mit Carlisle

Der Forward, gerade zu Beginn seiner Karriere noch als schlampiges Genie verschrien, hatte am Morgen extra noch eine Sonderschicht eingelegt - obwohl Coach Carlisle eigentlich frei gegeben hatte.

"Er arbeitet wirklich hart an seinem Wurf", freute sich der Trainer: "Wir haben den Shootaround abgesagt, aber er kam rein und wollte werfen - also haben wir 20-30 Minuten gearbeitet."

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Parsons befeuert den Run

Und das zahlte sich im Spiel direkt aus. Die Mavericks stürmten aus dem Startblock und legten einen 12:0-Lauf hin. Der Run brachte Dallas mit 13 Punkten in Front - die Führung gaben die Texaner über die gesamte Spieldauer nicht mehr aus der Hand.

Parsons steuerte zu diesem entscheidenden Lauf sieben Punkte bei, neun im gesamten 1. Viertel.

Der Nowitzki-Effekt fruchtet

"Ich wollte mit Coach Carlisle arbeiten, nicht schläfrig und groggy zum Spiel kommen", erklärte Parsons sein Morgenprogramm.

Nachdem es noch im Sommer zumindest eine kleinere Reiberei gegeben hatte, als Carlisle den Topverdiener öffentlich aufforderte, Gewicht zu verlieren - Stichwort "Chubby-Gate" - scheinen sich der Dallas- und Nowitzki-Effekt nun mehr und mehr auszuwirken.

Monta Ellis hatte sich bei den Mavs im vergangenen Jahr schon vom überdrehenden Gunner zum effektiven Teamspieler entwickelt, jetzt eignet sich Parsons den Arbeitseifer von Nowitzki an.

Parsons entlastet Nowitzki und Ellis

Dank der Leistung des Flügelspielers konnte sich der Deutsche erneut zurücknehmen. In 29 effektiven Minuten kam Nowitzki auf 21 Punkte und traf starke acht seiner zwölf Würfe.

Ellis steuerte mit ebenfalls solider Quote 19 Zähler bei. Mann des Abends war aber Parsons, der 11 seiner 14 Würfe versenkte und auch noch fünf Rebounds abgriff.

"Ich will eine Gefahr sein", erklärte der 26-Jährige, "ich will nicht, dass sich Teams nur auf Monta und Dirk konzentrieren können."

Durch den Erfolg verbessern die Mavs ihre Bilanz auf 16 Siege und 6 Niederlagen und bauen ihr Polster als Siebter im Westen vor den Phoenix Suns aus.

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Kidd fehlt die Energie

Und während die Mavs sich vom Extra-Aufwand ihres Small Forwards nährten, vermisste Bucks-Coach Jason Kidd eben diesen bei seiner jungen Truppe.

"Wenn du keine Energie und Aufwand ins Spiel steckst, werden die Gegner offene Würfe kriegen und sie reinhauen. Genau das ist passiert", ärgerte sich der Coach, der 2011 noch an der Seite von Nowitzki mit den Mavs NBA-Champion geworden war.

Giannis Antetokounmpo führte die Bucks, bei denen insgesamt sechs Spieler zweistellig punkteten, mit 18 Zählern an. Youngster Jabari Parker, 2. Pick des Drafts 2014, zeigte mit 15 Punkten und fünf Rebounds eine starke Leistung.

Milwaukee steht nach der Niederlage bei einer Bilanz von 11-11 und auf Platz sechs im Osten.

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