Kobe Bryant kommt gegen die Spurs an Michael Jordan nicht vorbei, bringt aber seine Kritiker zum Schweigen. Schröder siegt weiter.

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Kobe Bryant muss seinen Meilenstein auf voraussichtlich Sonntagnacht vertagen.

Der Superstar schlug mit seinen Los Angeles Lakers zwar Meister San Antonio Spurs überraschend mit 112:110 (101:101, 54:50) nach Verlängerung. Bryant verpasste es dabei jedoch knapp, Michael Jordan in der ewigen Punkteliste zu überholen und so dritterfolgreichster Scorer der NBA-Historie zu werden (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit 22 Punkten gegen die Spurs fehlen Bryant nun nur noch acht Zähler, um mit Jordans insgesamt 32.292 Punkten gleichzuziehen und so drittbester Scorer der NBA-Historie zu werden. An der Spitze sind Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte) und Karl Malone (36.928) in weiter Ferne.  (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Kobe rechtfertigt Standpauke

Einen Tag nach Bryants Standpauke für seine Teamkollegen ("Ihr seid viel zu weich. Kein Wunder, dass wir 20 Spiele verloren haben.") zeigte sich der Shooting Guard in der Partie als Teamplayer: Mit neun Assists schrammte er nur knapp am Double-Double vorbei. Immer wieder setzte Bryant auch angesichts konsequenter Dopplung durch die Spurs seine Nebenmänner in Szene.

"Sicher, man kann meine Art, ein Team zu führen kritisieren. Aber ich mache das seit der High School so. Wir spielen, um Titel zu gewinnen, und ich habe fünf davon. Es hat also in meiner Karriere ganz gut funktioniert", wischte Bryant nach der Partie kritische Anmerkungen zu seinem Führungsstil beiseite.

Nick Young mit Matchwinner

Bester Werfer der Lakers war Nick Young mit 29 Punkten. Young war es auch, der mit einem schwierigen Dreier unter Bedrängnis in den letzten Sekunden der Overtime zum Sieg traf. Bei den Spurs kamen Tim Duncan und Danny Green auf jeweils 19 Zähler.

Während die Lakers mit sieben Siegen aus 23 Spielen auf dem 13. Platz im Westen stehen, fielen die Spurs hinter die Dallas Mavericks zurück auf Rang sieben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 blickt auf weitere Partien der NBA aus der Nacht:

• Atlanta Hawks - Orlando Magic 87:81 (40:40)

Nicht schön, aber erfolgreich. Das 87:81 (40:40) der Atlanta Hawks gegen die Orlando Magic war vor allem ein Sieg der Aggressivität.

"Vorne lief nicht viel, deshalb mussten wir umso besser verteidigen. In der zweiten Hälfte haben wir es ihnen schwer gemacht", analysierte Atlantas Point Guard Jeff Teague. Sinnbildlich dafür stand Dennis Schröder (5 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists in 19 Minuten). Der 21-Jährige offenbarte erneut Schwächen beim Wurf - nur einer von sieben Versuchen aus dem Feld saß - rackerte hinten aber fleißig mit und angelte sich unter dem eigenen Korb immerhin vier Rebounds.

So holten die Hawks auch einen zwischenzeitlichen Zwölf-Punkte-Rückstand mit einer 20:7-Serie im auf und drehten die Partie.

"Man muss den Jungs ein Kompliment machen, ein so schweres Spiel zu gewinnen. Wir waren offensiv nicht besonders gut. Uns hat die Effektivität gefehlt", sagte auch Coach Mike Budenholzer.

Am Ende reichte es dennoch zum neunten Sieg in Serie. Einen solchen Lauf hatten die Hawks zuletzt 1997. Im Osten klettern sie damit mit einer Bilanz von 16:6 Siegen auf den zweiten Platz hinter den Toronto Raptors.

• New Orleans Pelicans - Cleveland Cavaliers 119:114 (64:59)

Auch ein überragender LeBron James konnte die 114:119-Niederlage seiner Cleveland Cavaliers gegen die New Orleans Pelicans nicht verhindern. James, der am Vortag noch wegen einer Knieblessur aussetzen musste, kam auf 41 Punkte.

Bei den Pelicans war Tyreke Evans mit 31 Punkten bester Werfer. Anthony Davis musste schon im ersten Viertel wegen einer Brustverletzung vom Platz.

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