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In den beiden bisherigen NBA-Duellen zwischen Dirk Nowitzki (l.) und Dennis Schröder siegte jeweils der Gastgeber
In den beiden bisherigen NBA-Duellen zwischen Dirk Nowitzki (l.) und Dennis Schröder siegte jeweils der Gastgeber © getty

München und Dallas - Dennis Schröder hat einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht - und erhält Lob von Dirk Nowitzki. Der und ein anderer sind Vorbild.

Er setzt mittlerweile den ein oder anderen Höhepunkt für sein Team.

Dennis Schröder hat im zweiten Jahr seiner-NBA-Karriere bei den Atlanta Hawks einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht.

Nicht nur, dass er erst kürzlich wieder mit einem spektakulären Assist in den Highlightvideos der Broadcaster landete, nachdem er zuvor schon mit einem krachenden Dunk eben dort für Aufsehen gesorgt hatte.

Schröder toppte in diesem Monat auch seine persönliche Punktebestmarke (16) und vertrat zuletzt zwei Mal den verletzten Spielmacher Jeff Teague in der Startaufstellung. Dabei überzeugte der 21-Jährige mit Vorlagen, Ballsicherheit und einer ordentlichen Wurfquote.

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Jetzt das Duell mit Landsmann und Vorbild Dirk Nowitzki.

Wenn die Atlanta Hawks in der Nacht auf Dienstag zum Duell mit den Dallas Mavericks antreten, wird Schröder vermutlich zurück auf die Bank kehren. Teague ist wieder fit.

Schröder hat eine größere Rolle

Trotzdem: Die Rolle des 21-Jährigen ist eine ganz andere als noch in der Vorsaison.

"Er ist auf dem richtigen Weg und hat so viel Potenzial. Wenn er weiter an sich arbeitet, ist alles möglich", sagte Nowitzki vergangene Woche bei SPORT1 über den jungen Spielmacher.

Nowitzki verfolgt den Werdegang von Schröder schon lange, steht ihm helfend zur Seite, soweit das bei 1200 Kilometern Entfernung zwischen Dallas und Atlanta möglich ist.

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Beide texten immer wieder. Kurz nach Schröders Wechsel in die USA traf ihn Nowitzki zum Gespräch. Man tauschte sich aus. Der Ältere erzählte dem Jüngeren, was ihn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erwartet.

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Nach Anlaufschwierigkeiten angekommen

Schröder hatte Anlaufschwierigkeiten, wie auch Nowitzki in seiner Rookie-Saison 1999 bei den Mavericks. Von manchen Fans als "Irk" verspottet, ist der 36-Jährige mittlerweile der neuntbeste NBA-Scorer aller Zeiten und zukünftiger Hall of Famer.

Dass Schröder ähnliches gelingt, ist unwahrscheinlich und wäre auch eine völlig überzogene Erwartungshaltung.

Nichts desto trotz ist der gebürtige Braunschweiger schon jetzt ein passabler NBA-Spieler geworden, schneller als ihm das die meisten zugetraut hätten.

Schröder hat sich in allen Belangen verbessert, er steht mittlerweile fast 20 Minuten im Schnitt pro Spiel auf dem Platz für die Hawks - und scheut sich nicht Verantwortung zu übernehmen.

Parallelen zu Rondo

Ein zweites großes Vorbild neben Nowitzki spielt jetzt auch bei den Mavericks: Rajon Rondo.

Der 28-Jährige kam zusammen mit Dwight Powell im Tausch für Brandan Wright, Jae Crowder und Jameer Nelson von den Boston Celtics nach Texas.

Schröder ist ein ähnlicher Spielertyp wie Rondo. Seine Stärken liegen in der Organisation, im Ordnen und Lesen des Spiels sowie in der Defense. Als Scorer, gerade aus der Distanz, fehlt ihm manchmal noch die Konstanz - auch Rondos Stärke ist das nicht. Viele Experten vergleichen die beiden bereits.

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Abstimmung bei den Mavericks passt noch nicht

Während die Mavericks durch die Verpflichtung des Guards plötzlich einen Schritt nach oben im Kreis der Titelanwärter gemacht haben, ist der Transfer für Atlanta vielleicht eine Chance zu profitieren.

Dass die Abstimmung mit den Neuen noch nicht ganz stimmt, zeigte sich erst beim hart erkämpften 99:93-Sieg gegen Meister San Antonio am Samstag, als die Gäste auch noch mit der kompletten Ersatzmannschaft spielten.

"Wir haben noch Luft nach oben, offensiv wie defensiv, und müssen uns besser aufeinander einstellen", sagt Nowitzki, das sei ganz normal.

Er ist voll des Lobes für Rondo: "Seine Spielintelligenz und Übersicht ist herausragend. Er kennt schon jetzt manche Spielzüge besser als alle anderen."

Spitzenduell in der NBA

Gegen Atlanta teilt Rondo traditionell gut aus: 13,7 Assists im Schnitt in den vergangenen sieben Spielen.

Aber Dallas ist gewarnt. Atlanta befindet sich derzeit in einem absoluten Hoch, hat zuletzt zwei Auswärtsspiele gegen Titelkandidaten (Cleveland und Houston) gewonnen und seine Gegner in jüngster Zeit mit knallharter Verteidigung (89,6 zugelassene Punkten und 41,8 Prozent Trefferquote) zur Verzweiflung getrieben.

Ein Spitzenspiel erwartet die Fans in jedem Fall: Dallas (20:8 Bilanz), der Fünfte im Westen, gegen Atlanta (19:7), den Zweiten im Osten.

Eine gemeinsame EM?

Es ist auch ein Duell von Idol und Emporkömmling, vom besten deutschen Basketball-Spieler aller Zeiten und seinem potenziellen Nachfolger.

Vielleicht können beide in Zukunft auch noch zusammen einen Höhepunkt setzen. Bei der Basketball-EM im nächsten Jahr wollen Nowitzki und Schröder für ein gemeinsames Ziel kämpfen.

"Er hat mich diesbezüglich schon angetextet", verrät Nowitzki bei SPORT1. "Ich kann es noch nicht zusagen. Aber es wäre noch einmal eine tolle Sache."

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