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Die Bilder der 10. NBA-Woche ZUM DURCHKLICKEN © getty

München - Nach Zwangspause läutet Kevin Durant 2015 mit 44 Punkten im Thunder-Thriller ein. Die Cavaliers gehen ohne James und Love baden.

Kevin Durant hat das Jahr 2015 mit einem gewaltigen Knalleffekt eingeläutet.

Nach sechs Spielen Zwangspause meldete sich der MVP beim 137:134 (128:128, 64:62) nach Verlängerung seiner Oklahoma City Thunder über die Phoenix Suns mit 44 Punkten eindrucksvoll zurück (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Es hat sich toll angefühlt. Meine Teamkollegen haben mir offene Würfe verschafft, ich wollte sie einfach versenken. Die Treffer waren schön, aber der Sieg ist schöner", sagte der Matchwinner.

Durant dominiert in allen Bereichen

Von seinen Knöchelproblemen war Durant nichts mehr anzumerken.

Sechs Dreier, zehn Rebounds, sieben Assists - darunter die Vorarbeit zum entscheidenden Vier-Punkte-Spiel durch Anthony Morrow in der Overtime - rundeten seinen glanzvollen Silvester-Abend ab.

"Wissen sie, ich habe gar nicht gemerkt, dass es 44 Punkte waren. Das zeigt, was für ein exzellenter Anführer er ist. Er hat nicht überdreht und das komplette Team auf Kurs gehalten - mental und auf dem Court", lobte Coach Scott Brooks (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Westbrook vorzeitig zum Duschen

In der hitzigen Partie mit insgesamt sieben technischen Fouls musste Durant auch so ein Spiel auspacken.

Denn Russell Westbrook (20 Zähler) flog schon vor der Pause nach einer Konfrontation mit Suns-Center Alex Len und einer unübersichtlichen Aktion nahe der Gästebank vom Court.

"Dazu will ich gar nichts sagen. Es war ein guter Abend für uns, weil wir zusammengehalten haben. Kevin war aggressiv, so als wäre er nie weggewesen", sagte Westbrook.

Für Durant war es bereits das 30. Spiel mit mindestens 40 Punkten innerhalb der vergangenen fünf NBA-Saisons. Der Zweitplatzierte auf dieser Liste ist Carmelo Anthony (18).

Hornacek hadert

Trotz Morrows Dreier plus Foul zum 134:130 hatten die Suns am Ende noch eine Chance. Markieff Morris (25 Punkte) verpasste 2,9 Sekunden vor Schluss per Dreier den Ausgleich.

"Es waren ein paar unglückliche Aktionen. Trotzdem hatten wir durch Markieff noch eine gute Möglichkeit", meinte Phoenix' Cheftrainer Jeff Hornacek, der den letzten Wurf vermutlich am liebsten selbst genommen hätte.

Beim Team des einstigen Scharfschützen zeigte Guard Eric Bledsoe mit 29 Zählern und acht Assists eine klasse Vorstellung.

Suns bleiben Achter im Westen

Die Suns (18 Siege - 16 Niederlagen) bleiben ungeachtet ihrer achten Pleite in Oklahoma City hintereinander auf dem achten und letzten Playoff-Platz der Western Conference stehen.

OKC (16:17) ist zwar Zehnter, kann mit Durant aber zuversichtlich ins neue Jahr gehen und die Aufholjagd einläuten.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele aus der Nacht zusammen:

• Cleveland Cavaliers - Milwaukee Bucks 80:96

Ohne ihre beiden Superstars LeBron James (Kniebeschwerden) und Kevin Love (Rückenprobleme) holten sich die Cleveland Cavaliers mit 80:96 (47:52) eine deutliche Schlappe gegen die Milwaukee Bucks ab.

"Es macht mir schon über die ganze Saison Probleme. Ich weiß nicht, ob ich am Freitag in Charlotte spielen kann", sagte James. An Weihnachten in Miami hatten sich die Schmerzen nach einem Sprung in die Zuschauerränge verschlimmert.

Im gesamten dritten Viertel gelangen den Cavaliers (18:14) nur sieben Punkte. Point Guard Kyrie Irving (25 Zähler) stand bei der dritten Pleite in Serie allein auf verlorenem Posten.

Knight und Antetokounmpo überzeugen

Brandon Knight wurde mit 26 Punkten bester Schütze der bestenfalls biederen Bucks (17:16). Mit einem 13:2-Start in die zweite Hälfte machten sie den Sack zu.

Der junge Grieche Giannis Antetokounmpo überzeugte mit 14 Zählern, acht Rebounds sowie fünf Assists.

"Wir wussten natürlich, dass sie ohne LeBron James, Kevin Love und Shawn Marion antreten würden, aber das spielt keine Rolle. Wir wollten unser Spiel machen. Ich liebe es, zu gewinnen", sagte der "Greak Freak".

• San Antonio Spurs - New Orleans Pelicans 95:93 n.V.

Manu Ginobili bescherte dem Meister einen versöhnlichen Jahresabschluss. Die San Antonio Spurs setzten sich mit 95:93 (84:84, 38:28) nach Verlängerung gegen die New Orleans Pelicans durch.

Der Argentinier markierte sechs seiner 26 Punkte in der Overtime. Tim Duncan (16 Zähler, 10 Rebounds) zog durch sein 814. Double-Double mit Karl Malone, dem Fünften der ewigen Bestenliste, gleich.

Dabei sahen die Pelicans nach einem Dunking von Anthony Davis (21 Punkte, 12 Rebounds) 0,7 Sekunden vor dem Ende wie der sichere Sieger aus, ehe Duncan - oder doch Gegenspieler Ömer Asik? - den Einwurf durch Boris Diaw zum 84:84 in den Korb tippte.

"Natürlich war ich dran. Das ist meine Antwort und dabei bleibe ich", erklärte Duncan trocken, während Danny Green den "Basketball-Göttern" dankte.

Die Spurs (20:14) bleiben ohne die Dauerverletzten Stars Kawhi Leonard und Tony Parker im Westen auf Rang sieben, New Orleans (16:16) ist Neunter.

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