München und New York City - Dirk Nowitzki klettert in der ewigen NBA-Scorer-Liste auf Rang sieben. Dabei läuft gegen die Nets zunächst fast alles schief.

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Dirk Nowitzki hat sich das Beste für den Schluss aufgehoben.

34 Sekunden vor Ende der Verlängerung zerstörte der 36-Jährige mit einem Dreier nicht nur alle Hoffnungen der Brooklyn Nets. Er zementierte auch seinen Legendenstatus in der NBA.

Denn sein Korb zum Endstand von 96:88 (43:49) für die Dallas Mavericks war gleichzeitig der Wurf, der Nowitzki in der ewigen NBA-Scorer-Liste an Moses Malone vorbei auf Rang sieben bugsierte.

Auf 27.412 Zähler kommt der Power Forward nun. Drei mehr als Malone, 1184 fehlen noch zum Sechstplatzierten Shaquille O'Neal, der wohl als einziger der Top sechs noch in Reichweite wäre (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Nowitzki: "Ein verrückter Ritt"

"Es war ein verrückter Ritt", bilanzierte Nowitzki: "Moses war ein unglaublicher Spieler. Es ist eine Ehre, all diese Größen zu überholen. Es ist eine Belohnung für harte Arbeit, aber auch für all meine großartigen Teamkollegen und Coaches."

Doch auch in der Stunde eines großen persönlichen Erfolgs dachte der Würzburger zuerst an sein Team: "Ich bin stolz darauf, aber noch stolzer macht mich der Sieg".

Auswärtssieg mit Hindernissen

Dabei fing die Auswärtsaufgabe in New York für Nowitzki alles andere als gut an. Vor dem zweiten Auswärtsspiel in zwei Tagen saßen seine Mavericks über drei Stunden lang mit dem Flugzeug in Cleveland fest (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Die Wartezeit verbrachten die Spieler damit, die furiose Aufholjagd der Dallas Cowboys gegen die Detroit Lions in den NFL-Playoffs auf dem Handy zu verfolgen. Und die Mavericks schienen sich ein Beispiel daran zu nehmen.

Denn auch sie haben das erste Viertel komplett verschlafen: 35 Punkte erlaubte Dallas den Nets dort.

Carlisle moniert "Kissenschlacht"

"Das erste Viertel war nicht gut. Wir haben nicht gut gespielt, waren nicht hart genug. Es war in der Defensive eher eine Kissenschlacht. Wir waren einfach nicht da", kritisierte Head Coach Rick Carlisle die Anfangsphase seines Teams.

Auch die sonst überragende Offensive fand in Brooklyn nicht in den Rhythmus. Chandler Parsons und Rajon Rondo trafen in der regulären Spielzeit zusammen nur zwei ihrer 23 Würfe aus dem Feld.

Dazu verspielten die Mavericks im Schlussviertel einen 80:71-Vorsprung und lagen Sekunden vor Schluss mit zwei Zählern hinten, ehe Monta Ellis Dallas mit zwei Freiwürfen zehn Sekunden vor der Schlussssirene in die Overtime rettete.

Ellis bester Scorer

Mit 19 Punkten war Ellis zugleich bester Werfer seines Teams, bei dem Rajon Rondo mit zehn Rebounds und 14 Assists bei zwei Punkten ebenso auf ein Double-Double kam wie Tyson Chandler (14 Punkte, 13 Rebounds).

Bei den Nets, die ohne Kevin Garnett (geschont) und Deron Williams (angeschlagen) spielten, war Brook Lopez mit 22 Punkten bester Werfer.

Mit dem sechsten Sieg in Folge bleibt Dallas bei einer Bilanz von 26:10 Siegen in der Western Conference Vierter. Brooklyn (16:18) steht im Osten auf Rang sieben.

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