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Die Bilder der 11. NBA-Woche zum DURCHKLICKEN © getty

Die Pistons setzen ihre Siegesserie fort, Reservist Augustin brilliert. Topscorer Nowitzki kann Detroits Big Men nicht stoppen

Von Florian Pertsch

München/Dallas - Josh-Smith-Effekt? So ein Quatsch.

Training ist der Schlüssel zum Erfolg der Detroit Pistons.

Das behauptet zumindest Head Coach Stan van Gundy nach dem siebten Sieg seiner Mannschaft.

Denn auch Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks konnten den Lauf der Pistons nicht stoppen.

Wendepunkt an Weihnachten

Detroit feierte seinen siebten Sieg in Folge und ging in Dallas mit 108:95 als Sieger vom Parkett.

Und das alles nur, weil die Pistons zwischen dem 22. und 24. Dezember ordentlich trainiert haben.

"Ab diesem Zeitpunkt war alles anders", beschreibt van Gundy die wundersame Verwandlung seiner Ost-Kellerkinder": "Meine Spieler arbeiten härter, sie sind aufmerksamer und keiner macht sich mehr Sorgen, wer auf dem Feld steht und Schüsse bekommt."

Und so lässt der Pistons-Coach doch noch durchblicken, dass die Entlassung von Smith ? zufällig am 22. Dezember ? nicht ganz unschuldig am Aufschwung ist.

Auch wenn er im Anschluss versicherte, dass "er keinerlei Probleme mit Josh hatte und anderen Spielern einfach mehr Möglichkeiten geben wollte".

Bei den Mavericks, dem besten Offensivteam der Liga, gibt es prinzipiell keine Streitereien um die Wurfauswahl. Dallas feuert aus allen Rohren.

Nach zuletzt sechs Siegen in Folge reichte es diesmal aber nicht. Dirk Nowitzkis 19 Punkte als Topscorer waren deutlich zu wenig.

Zusätzlich brachte es der 36-Jährige auf fünf Rebounds, zwei Assists sowie jeweils einen Steal und Block.

Respekt für Detroit

Chandler Parsons lieferte mit 15 Punkten eine solide Partie ab und zollte der Leistung Detroits Respekt.

"Ein Unterschied wie Tag und Nacht", so der Small Forward: "Es geht nur ums Selbstvertrauen. Es sind ja immer noch die gleichen Spiele, die gleichen Systeme. Aber jetzt spielt Detroit befreit auf und ist selbstbewusst."

Besonders in der Defensive hatten die Mavericks gegen Detroits Big Men Andre Drummond und Greg Monroe große Probleme.

Lob von Brandon Jennings für das Duo

Monroe sorgte für 27 Punkte, 18 Rebounds für sein 13. Double-Double der Saison, Drummond brachte es auf sechs Punkte und 19 Rebounds (7 Offensiv).

Topscorer der Pistons war Reservespieler D.J. Augustin mit 26 Punkten. Vor allem im letzten Viertel drehte der Guard auf und erzielte 17 Zähler.

"Wir haben keine Ein-Mann-Truppe", erklärte Augustin: "Viele verschiedene Spieler können an einem Abend den Unterschied machen. Es macht viel Spaß, wenn wir so zusammenspielen und gewinnen."

Die Dominanz der beiden Pistons Hünen war auch ein Fingerzeig, wie arg die Probleme auf den großen Positionen sind.

Zwei Big Men bedeuten Probleme

Gegen Teams mit einem starken Center oder Power Forward kann Dallas die Defizite dank Tyson Chandler gut kaschieren.

Stehen jedoch zwei dominierende Big Men auf dem Parkett, wird es duster für die Mavs.

Dallas Vierter im Westen

"Tyson ist schon die gesamte Saison eine Macht in der Zone", lobte Nowitzki seinen Center, doch das Reboundverhältnis von 60:43 für Detroit besorgte den Würzburger: "Wir müssen alle zusammenhalten und ihm unter dem Korb helfen."

Detroit klettert durch den zwölften Saisonsieg (bei 23 Niederlagen) auf Rang zwölf im Osten, Dallas (26-11) belegt nach wie vor den vierten Platz in der Western Conference.

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