Atlanta - Die Atlanta Hawks fegen über Indiana hinweg, der Rekord ist reine Formsache. Dennis Schröder spielt solide und wird frech. Coach Mike Budenholzer darf feiern.

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Dennis Schröder und die Atlanta Hawks haben sich auch von den Indiana Pacers nicht stoppen lassen und mit dem 14. Sieg in Serie den Klubrekord aus der Saison 1993/94 eingestellt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit 110:91 fegten die Hawks über Indiana hinweg und vergrößerten durch den 35. Saisonsieg (8 Niederlagen) den Vorsprung auf die Washington Wizards (29-14) auf sechs Siege.

Schröder stand für den Tabellenführer der Eastern Conference 16 Minuten auf dem Feld und brachte es dabei auf fünf Punkte, vier Assists, drei Rebounds und einen Block.

Beste Werfer der Hawks waren DeMarre Carroll und Jeff Teague (11 Assists) mit 17 Zählern (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 18 Uhr: Inside US Sports).

Das legendäre Team der Saison 1993/94

Carroll versenkte drei seiner fünf Dreier und verdiente sich mit seinem unnachgiebigen Einsatz stehende Ovationen vom Publikum.

"Ich werde nicht ohne Grund "Junkyard Dog" genannt", so Carroll über seinen Spitznamen, der so viel bedeutet wie aggressiver Wachhund: "Für mich ist nichts selbstverständlich."

Für den Lacher des Abends sorgte Routinier Kyle Korver.

Sonst für seine Präzision von Downtown bekannt, ließ er sich zu einem seiner seltenen Dunkings hinreißen.

Dennis Schröder wird frech

Korver fühlte sich von den restlichen Teamkollegen herausgefordert, insbesondere von Youngster Schröder, der Korvers Fähigkeit zum Dunken gänzlich in Frage stellte.

"Ist schon ein bisschen her", erklärte Korver mit einem breiten Grinsen und Blick in Richtung Schröder: "Dennis hat ja nicht geglaubt, dass ich es kann. Er hat mich sogar gefragt, ob das mein erster Dunk überhaupt war."

So ganz falsch lag Schröder aber nicht, schließlich zeigt der 33-Jährige seine Qualitäten als Flieger eher selten.

16 Dunkings in zwölf NBA-Jahren machen den Shooting Guard nicht gerade zum heißesten Kandidaten für den Dunking Contest.

Auch Coach Mike Budenholzer hatte neben dem Sieg etwas zu feiern. Der Trainer ist mit der besten Bilanz im Osten automatisch als Coach des All-Star-Teams der Eastern Conference vorgesehen.

Hawks und Budenholzer mit grandioser Bilanz

"Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Thema nicht groß erwähnt wird", gab sich der ehemalige Assistent von Trainer-Legende Gregg Popovich bescheiden.

Dass das Understatement unangebracht ist, zeigt der Lauf in den letzten Wochen – 28 Siege aus den letzten 30 Spielen dürften Spurs-Coach "Pop" ziemlich stolz auf seinen ehemaligen Schüler machen.

"Es ist eine große Ehre, beim All-Star-Game dabei zu sein. Aber letztlich sind es die Spieler, die auf dem Platz die Siege einfahren", so Budenholzer: "Ich werde versuchen, das Spiel zu genießen."

Hawks-Trio beim All-Star-Game?

Der 45-Jährige dürfte nicht der einzige Hawk sein, der beim jährlichen Klassentreffen der NBA zugegen sein wird.

Als Coach des Ostens darf Budenholzer die Bankspieler nominieren und wird für das Spiel in New York sicherlich auch auf seine Stars wie zum Beispiel Jeff Teague, Paul Millsap oder Al Horford zurückgreifen.

Im Team der Pacers ist nach der schweren Verletzung von Superstar Paul George das All-Star-Material eher dünn gesät und folglich blieb Indianas Routinier Luis Scola nur eine trockene Analyse

"Atlanta ist richtig gut drauf, und wir spielen nicht besonders gut. Wir hatten einen schlechten Tag, und dann kommt genau so etwas am Ende dabei heraus."

Härtetest gegen Oklahoma City

Die Chancen der Hawks, den Klubrekord weiter auszubauen, werden auf eine harte Probe gestellt.

Zwar liegen in den kommenden Tagen noch fünf Heimspiele vor Atlanta, doch in der Nacht von Freitag auf Samstag sind die Oklahoma City Thunder mit MVP Kevin Durant in der Stadt.

Aber mit Hawks-Legende Dominque Wilkins als Heimkommentator an der Seitenlinie kann zumindest vor eigenem Publikum fast nichts schief gehen.

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