München - Dirk Nowitzki dreht gegen die Nuggets auf. Auch nach dem Spiel läuft der Dallas-Star zur Höchstform auf und foppt Chandler Parsons.

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Die Partie bei den Denver Nuggets beobachtete Dirk Nowitzki zuletzt von der Bank aus. Trainer Rick Carlisle gönnte seinem Superstar mal eine Pause. Für Nowitzki war es kein Vergnügen. Er musste mitansehen, wie seine Dallas Mavericks eine Niederlage kassierten.

Zwei Tage später war Nowitzki wieder da. Und wie. Dank des 36-Jährigen nahmen die Mavericks erfolgreich Revanche.

Mit 25 Punkten führte er die Texaner zum 97:89 (49:42)-Sieg über Denver.

Nowitzki hatte deshalb beste Laune und gab den Interview-Crasher (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Parsons überrascht

Teamkollege Chandler Parsons beantwortete gerade ein paar Fragen, als sich der Deutsche von hinter anschlich und dem Journalisten das Mikrofon aus der Hand schlug. Parsons wirkte verdutzt und schüttelte den Kopf.

"Ich hätte auf den großen Deutschen aufpassen müssen", kommentierte der TV-Mann den Streich und führte sein Interview souverän weiter.

Nowitzki war aber auch nett zu den Journalisten und beantworte später selber Fragen zum Sieg.

"Die Starting Five war wieder beisammen, und der gute Start hat uns durch das Spiel gebracht", erklärte Dallas' Topscorer.

Für den guten Start war er alleine verantwortlich. Die ersten zehn Punkte der Mavericks gingen allesamt auf Nowitzkis Konto (DIASHOW: Die Bilder der 12. NBA-Woche).

Er schenkte den Nuggets schnell zwei Dreier ein. Bei den Distanzwürfen hatte Nowitzki ohnehin ein gutes Händchen. Von fünf Versuchen landeten vier im Korb.

Ein Rebound fehlt

Fast wäre dieser perfekte Tag mit einem Double-Double geendet. Am Ende fehlte Nowitzki gerade mal ein Rebound.

Dafür gelang Tyson Chandler ein Double-Double. Mal wieder. Bereits zum 17. Mal in dieser Saison war der Mavericks-Center der Mann für die zweistelligen Werte.

Elf Punkte und 16 Rebounds sammelte Chandler, der wie Nowitzki und Rajon Rondo in Denver noch geschont wurde (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Mit Chandler Parsons (18 Punkte) und Monta Ellis (14) sicherten sich zwei weitere Spieler einen zweistelligen Wert.

Der ausgeglichene Kader war einmal mehr die Trumpfkarte der Texaner. "Wir sind eine Sammlung von Einzelteilen, die in seiner Summe funktionieren muss", betonte Coach Rick Carlisle.

Nuggets patzen von der Linie

Am Ende sah er einen Kräfteverschleiß bei seinem Team, doch trotzdem geriet der Sieg nie in Gefahr. Das lag auch an der schwachen Freiwurfquote bei Denver. Die Nuggets trafen nur 48 Prozent von der Linie – eine unterirdische Quote.

"Der Ball wollte nicht durch den Ring, weder aus dem Feld noch von der Linie. Wir haben die Würfe bekommen, die wir wollten. Sie sind einfach nicht gefallen", sagte Point Guard Ty Lawson, der in Denver noch eine Galavorstellung abgeliefert hatte.

Arron Afflalo führte die Gäste mit seinen 16 Punkten noch an – zu wenig für eine Wende.

Schließlich war auch Nowitzki im Schlussviertel wieder zur Stelle. Sein erfolgreicher Sprungwurf mit anschließendem Bonusfreiwurf sowie ein Treffer aus der Halbdistanz brachen den Widerstand der Nuggets.

Somit sind die zuletzt ein wenig aus dem Tritt geratenen Mavericks wieder in der Spur. Mit dem 28. Sieg im 41. Saisonspiel festigen sie Platz fünf in der Western Conference.

Trip nach Memphis

Nun haben Nowitzki und Co. erstmal ein freies Wochenende. Am Montag steht bei den Memphis Grizzlies das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm.

Dort werden die Reporter mit Sicherheit ihre Mikrofone im Auge behalten.

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