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Dirk Nowitzki Pau Gasol
Dirk Nowitzki war mit 24 Punkten bester Werfer des Spiels © getty

Dallas und München - Mit erdrückender Dominanz an den Boards kaufen die Chicago Bulls den Dallas Mavericks den Schneid ab. Rajon Rondo wird zur Crunchtime verbannt, nimmt es aber gelassen.

Die Party fiel für die Dallas Mavericks ins Wasser.

Nach zuletzt drei Siegen am Stück war im American Airlines Center die Bühne gerichtet: Gegen die Chicago Bulls sollte der Sieg von Head Coach Rick Carlisle gefeiert werden. Doch die Bulls erwiesen sich mit ihrem 102:98 (54:51) Auswärtssieg als Party-Crasher.

Mit gnadenloser Dominanz an den Boards rissen die Mannen um Derrick Rose die Mavericks aus allen Siegträumen: 47 Rebounds der Bulls standen lediglich 30 der Hausherren gegenüber.

Rose-Rebound lässt Träume platzen

Dabei profitierte Chicago nicht zuletzt von der Rückkehr des zuletzt vier Spiele fehlenden Joakim Noah. Sechs seiner sieben Rebounds angelte sich der Franzose unter dem Korb der Hausherren.

Auch eine mögliche Wende bei zwei Punkten Rückstand 4,7 Sekunden vor Schluss machten die Bulls durch einen Offensiv-Rebound von Rose zunichte.

"Das Spiel wurde nicht dort verloren. Über die ganze Partie hinweg haben sie härter als wir gespielt", zeigte sich Monta Ellis (17 Punkte) selbstkritisch: "Wir haben in Phasen des Schlussviertels dagegengehalten, aber wir müssen das besser machen."

Nowitzki bester Scorer

Auch eine starke Leistung von Dirk Nowitzki konnte die Niederlage nicht verhindern: Seine 24 Punkte bedeuteten den Höchstwert der Partie, bei den Bulls kamen Rose und Jimmy Butler auf jeweils 20 Zähler.

Ein schwaches Spiel legte einmal mehr Rajon Rondo hin. Nur sechs Punkte, zwei Rebounds und vier Assists glückten dem ehemaligen Celtic. Mehr als fünf Minuten vor Schluss nahm Carlisle ihn für Devin Harris vom Court und verzichtete in der Crunchtime auf den viermaligen All-Star.

Rondo nimmt Bankplatz gelassen

Als "Trainerentscheidung" bezeichnete der Mavericks-Coach seine Maßnahme "aus dem Bauch heraus", gleichzeitig nahm er Rondo jedoch in Schutz: "Wir haben nicht gut gespielt – jeder von uns. Jeder hat seinen Anteil an der Niederlage."

Rondo selbst wollte seinen Bankplatz in den Schlussminuten nicht dramatisieren. "Wenn er darüber mit mir reden will, tut er das", so Rondo über Carlisle: "Aber ich werde nicht deswegen in sein Büro kommen und eine große Sache daraus machen."

Es bleibt also ruhig bei den Mavericks, die mit der 14. Saison-Niederlage auf den fünften Platz im Westen abgerutscht sind. Die Feierlichkeiten zu Carlisles Jubiläum sind nur aufgeschoben. Vielleicht ist es schon am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen die New Orleans Pelicans soweit.

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