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München und Atlanta - Dennis Schröder gewinnt das deutsche Duell mit dem historisch schlechten Dirk Nowitzki und führt die Hawks zum Sieg über die geschwächten Mavericks.

Dennis Schröder hat das deutsche Duell mit Superstar Dirk Nowitzki erneut klar für sich entschieden.

Mit starken 17 Punkten führte der junge Point Guard seine Atlanta Hawks zum ungefährdeten 104:87 (47:53) über die ersatzgeschwächten Dallas Mavericks (Die Highlights des Spiels im Free-TV auf SPORT1: ab 18 Uhr bei Inside US Sports).

"Gegen Dirk, klar, da bin ich motiviert. Man will den anderen Deutschen doch zeigen, dass man das Spiel auf hohem Niveau beherrscht", sagte Schröder der Atlanta Journal-Constitution.

Dabei lieferte Nowitzki mit nur vier Zählern eines seiner schwächsten Spiele in 17 NBA-Jahren ab. Abgesehen von abgebrochenen Spielen wegen Verletzungen hatte Nowitzki nach seinem Rookie-Jahr nur zweimal eine so schwache Ausbeute - zuletzt in den Playoffs 2003 gegen Portland.

"Ich habe mich eigentlich gut gefühlt, aber irgendwie lief es nicht. Wenn wir dieses Spiel hätten klauen wollen, wäre eine bessere Quote von draußen nötig gewesen - speziell in der zweiten Hälfte", sagte Nowitzki (Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Mavericks ohne vier Stars

Das fünfte Spiel in sieben Tagen war aber wohl des Guten zu viel für den 36-Jährigen, dem ja auch durch einige Ausfälle die Unterstützung fehlte.

Ohne den für seine Auseinandersetzung mit Coach Rick Carlisle suspendierten Rajon Rondo sowie die angeschlagenen Tyson Chandler, Chandler Parsons und den geschonten Neuzugang Amar'e Stoudemire hatten die Mavericks nach der Pause nicht die Spur einer Chance.

"Es ist hart. Wir kennen diese Situation schon über die gesamte Saison. Dann muss der Nachrücker eine Schippe drauflegen. Wir hatten Möglichkeiten, um die Führung zu verteidigen. Es war einfach nicht unser Abend", erklärte Carlisle (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Chandler gibt leichte Entwarnung

Mit einem desaströsen dritten Viertel (15:30) verspielte Dallas seine knappe Halbzeitführung. Atlanta setzte sich mit einem 13:0-Lauf entscheidend ab. Vor allem die Dreierquote (5 von 31) der Mavericks war erschreckend. Es ist die fünftschwächste Ausbeute der NBA-Historie bei mindestens 30 Versuchen. Den Rekord halten ebenfalls die Mavericks. Im November trafen sie gegen die New York Knicks nur vier von 31 Dreiern, gewannen aber das Spiel.

Veteran Richard Jefferson und der unlängst wieder verpflichtete Bernard James waren unzureichende Vertreter für Parsons (Knöchelprobleme) und Chandler. Zumindest der an einer Hüftblessur leidende Center gab aber leichte Entwarnung.

"Ich bin ein bisschen angeschlagen. Ich werde mich weiter behandeln lassen und hoffentlich am Samstag spielen", sagte Chandler.

In der Nacht auf Sonntag kommen die Brooklyn Nets nach Dallas (ab 2.30 Uhr LIVESCORES). Dann wird Rondo wieder starten, wie Carlisle nach der Partie bestätigte: "Das ist abgehakt, wir schauen nach vorn."

Schröder streicht Lob ein

Damit fiel für Schröder zwar das Duell mit einem seiner Vorbilder aus, aber das größte deutsche Talent glänzte trotzdem gegen seinen Lieblingsgegner. Im Dezember hatte der Nationalspieler beim Sieg in Dallas mit 22 Punkten seine persönliche Karrierebestleistung aufgestellt.

"Dennis war am Anfang, in der Mitte und am Ende ein entscheidender Faktor. Er hat Würfe versenkt, er hat verteidigt, er hat viele Sachen ausgezeichnet gemacht. Wir brauchten ihn heute", lobte Coach Mike Budenholzer.

Wurf wird immer gefährlicher

Die manchmal behutsame Aufbauarbeit des einstigen Assistenten von Trainerguru Gregg Popovich zahlt sich immer mehr aus. Nicht nur wegen drei von fünf verwandelten Dreiern bewies Schröder, dass sein Wurf nicht mehr zu unterschätzen ist.

"Die Leute werden es schon noch lernen. Er kann werfen und noch viel mehr", sagte der starke Center Al Horford (11 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists).

Neben Topscorer Schröder punkteten sämtliche Starter der Hawks zweistellig, bei den Mavs überzeugte lediglich Monta Ellis (19 Zähler) und Rondos Vertreter J.J. Barea (13 Punkte, 7 Assists).

Wintersturm sorgt für Verspätung

Atlanta (45 Siege - 12 Niederlagen) bleibt im Osten das Maß der Dinge, Dallas (39:21) ist in der Western Conference Fünfter.

Angesichts ihrer Leistung wäre den Mavs eine Verlegung des Spiels wohl entgegengekommen. Aufgrund eines heftigen Wintersturms wäre es fast so gekommen.

Der Gouverneur von Georgia musste sogar den Ausnahmezustand ausrufen. Aufgrund eines Lecks im Dach musste der Tip-Off zwar verschoben werden, aber die Partie konnte trotzdem stattfinden.

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