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Atlanta unterstreicht seine Ambitionen mit einem Sieg gegen die Golden State Warriors. Dennis Schröder glänzt als Vorbereiter, die "Splash Brothers" reichen nicht aus.

Die Warriors haben die "Splash Brothers", die Hawks haben ein Team.

Gleich sieben Spieler der Atlanta Hawks trafen beim 124:116 (52:52) im Topspiel gegen die Golden State Warriors zweistellig. Jeff Teague war mit bemerkenswert niedrigen 23 Punkten bester Scorer der Hawks. Angesichts des Team-Basketballs der Hausherren reichten selbst Stephen Curry (26 Punkte) und Klay Thompson (29) auf der Gegenseite nicht aus.

Kerr: "Sie waren besser als wir"

"Sie waren gut. Sie waren besser als wir", adelte Warriors-Coach Steve Kerr die Hawks, die mit dem Sieg gegen den ersten der Western Conference ihre Playoff-Ambitionen eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Dabei trafen die Hausherren in der ersten Hälfte lediglich 37 Prozent ihrer Versuche aus dem Feld, die Warriors kamen auf 46 Prozent. Dass es dennoch mit einem 52:52 in die Kabine ging, lag einmal mehr an der Treffsicherheit von Downtown, von wo Kyle Korver und Kent Bazermore jeweils dreimal trafen.

Furiose zweite Hälfte

Doch das war nur die Ouvertüre zu einer zweiten Hälfte, die an Intensität noch einmal zulegte: Zunächst zogen die Hawks mit einem 12:1-Lauf davon, doch der in der ersten Hälfte enttäuschende Curry und Thompson brachten die Warriors mit jeweils zwei Dreiern wieder heran.

Atlanta blieb unbeeindruckt, verwandelte 12 von 17 Würfen im dritten Viertel - darunter alle fünf aus der Distanz - und verschaffte sich so einen Vorsprung, den das Team von Mike Budenholzer nicht mehr aus der Hand gab.

Schröder von der Bank gefährlich

"Wir waren dann aggressiver", lobte Forward DeMarre Carroll die eigene Defensive in der zweiten Hälfte: "Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort, alle haben sich gegenseitig geholfen. In der ersten Hälfte haben wir einigen zu viel Freiraum gelassen."

Hinzu kam eine brandgefährliche Bank mit Mike Scott (17 Punkte), Dennis Schröder (neun Punkte, sieben Rebounds, nur ein Turnover) und Kent Bazemore (elf Punkte).

Budenholzer denkt nicht an die Playoffs

Mit dem Sieg und einer Bilanz von nun 42:9 gewonnen Spielen verteidigten die Hawks ihren Status als derzeit bestes NBA-Team vor den Warriors (39:9). Von einem möglichen Finals-Matchup wollte Coach Budenholzer allerdings nichts wissen. "Daran denke ich kein bisschen", stellte er auch nach dem 21. Sieg in den letzten 22 Spielen klar.

Die Fans dafür wohl umso mehr: Sie sorgten in der heimischen Philips Arena, die nicht unbedingt als Tollhaus der NBA bekannt ist, für playoffreife Atmosphäre. So bewies der Sieg gegen Golden State in jeglicher Hinsicht: Atlanta ist für die Post-Season gerüstet.

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