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New York City und München - Erst wird Dennis Schröder zum Griechen gemacht, dann legt der Deutsche bei der Rising Stars Challenge krachende Dunks auf und stopft selbst zur Entscheidung.

Von Raphael Weber und Tobias Wahnschaffe

Erst zum Griechen gemacht, dann groß aufgetrumpft: Dennis Schröder hat eine starke Premiere beim All-Star Weekend der NBA gefeiert und mit Team World die Rising Stars Challenge gegen Team USA mit 121:112 (69:67) gewonnen.

Schröder, der in Brooklyn als Starter für die Weltauswahl auflief, legte mit 13 Punkten, neun Assists und drei Steals einen rundum gelungenen Auftritt hin. Unter anderem servierte der Point Guard der Atlanta Hawks dem späteren MVP Andrew Wiggins (Minnesota Timberwolves) einen Alley-Oop-Pass von der Mittellinie. (Das komplette All-Star Weekend LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)

"Es war eine tolle Kulisse, wir haben uns gegenseitig gepusht und hatten Spaß. Zum Glück haben wir am Ende gewonnen", freute sich Schröder bei SPORT1.

Nummer-1-Pick Wiggins trug mit 22 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists zum Sieg von Team World bei und setzte sich bei der Wahl zum wertvollsten Spieler der Partie gegen den französischen Center Rudy Gobert (Utah Jazz) durch, der mit 18 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double auflegte und dazu noch drei Blocks verzeichnete.

Bei Team USA trumpften Wiggins' Timberwolves-Teamkollege Zach LaVine und Victor Oladipo von den Orlando Magic mit jeweils 22 Punkten auf.

Schröder - der Grieche?

Für Schröder, der beim All-Star Weekend auch in der Skills Challenge am Samstag (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) antreten wird, begann der Abend in Brooklyn allerdings kurios.

Von  Hallensprecher David Diamante wurde der deutsche Nationalspieler im Barclays Center als Grieche vorgestellt.

Diamante entschuldigte sich hinterher immer wieder für seinen Fehler.  "Es ist so viel auf mich eingeprasselt, da habe ich das verwechselt. Natürlich weiß ich, dass Dennis aus Deutschland kommt", sagte er der Bild. Der Braunschweiger nahm die Verwechslung locker. "Ich habe es gleich gemerkt, alle haben es mitbekommen. Aber ich konnte ja auch nicht schreien, dass ich Deutscher bin", meinte Schröder.

Auf dem Parkett tat er dafür alles dafür, damit eine solche Verwechslungen in Zukunft nicht mehr passieren. Der Aufbauspieler der Atlanta Hawks lenkte das Spiel seines Teams und setzte von Beginn an seine Nebenleute gekonnt in Szene.

Vor allem Wiggins fand der Deutsche immer wieder mit klugen Pässen. "Wir haben vorher abgesprochen, dass wir versuchen, ihm viele Alley-Oop-Pässe zu geben" verriet Schröder nach dem Spiel SPORT1: "Ich denke ich habe einen guten Job gemacht, meine Mitspieler zu finden."

Dunks en masse

Da neben dem sprunggewaltigen Kanadier Wiggins mit Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks), LaVine, Oladipo und Mason Plumlee (Brooklyn Nets) das komplette Lineup des Dunking Contests auflief, mangelte es nicht an Highlights.

Defense wurde beim Treffen der besten Jungprofis der NBA dagegen auch in diesem Jahr eher klein geschrieben, und so machte vor allem LaVine mit einigen Flugeinlagen Lust auf die Dunk-Show am Samstag (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

Bei der Weltauswahl ließ sich da auch "Stifle Tower" Gobert nicht lumpen. Der 2,16-Meter-Franzose erwies sich als dankbarer Abnehmer für die Lobs von Schröder und drückte diese kraftvoll durch den Ring.

Schröder stopft zur Entscheidung

Auch am eigenen Ring dominierte Gobert und überraschte nicht nur Nerlens Noel mit einem mächtigen Block, als es in die entscheidende Phase ging. Nachdem er den Big Man der Philadelphia 76ers abgeräumt hatte, marschierte Gobert selbst nach vorne und schloss per Dunk zum 94:90 ab.

In den letzten zehn Minuten wurde die Partie etwas intensiver. Team USA kam zwar mehrfach auf drei Punkte heran, schaffte es aber nicht, die Führung zu erobern.

Und so war es Schröder vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Mit einem satten Dunking zum 117:111 tütete der Deutsche eine Minute vor Spielende und vor den Augen seiner Hawks-Teamkollegen Jeff Teague und Paul Millsap den Sieg der Weltauswahl ein.

"Dennis hat in der zweiten Hälfte die Führung auf dem Feld übernommen", lobte Trainer Kenny Atkinson, der zugleich Assistenz-Coach von Atlanta ist: "Für ein Spiel wie dieses ist er einfach geschaffen, er liebt den Wettkampf. Dennis hat einen super Job gemacht."

Zum Abschluss ließ Schröder mit seinem neunten Assists Antetokounmpo nochmal für einen Alley-Oop einfliegen - und dürfte sich damit auch beim Hallensprecher in Brooklyn einen Namen gemacht haben.

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