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München und Atlanta - Dennis Schröder spielt sich im deutschen Duell mit Dirk Nowitzki ins Rampenlicht. Die stetige Entwicklung trägt Früchte. Die Hawks sind begeistert.

Dennis Schröder ist auf dem richtigen Weg.

Der 21-Jährige etabliert sich in seinem zweiten NBA-Jahr als wertvolles Kadermitglied der überraschend starken Atlanta Hawks (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Beim klaren 104:87-Sieg über die Dallas Mavericks stellte er nun im deutschen Duell sogar Legende Dirk Nowitzki als Topscorer seines Teams (17 Punkte) in den Schatten.

"Gegen Dirk, klar, da bin ich motiviert. Man will den anderen Deutschen doch zeigen, dass man das Spiel auf hohem Niveau beherrscht", sagte Schröder der Zeitung Atlanta Journal-Constitution.

Neben der Presse sind aber auch der sonst eher nüchterne Coach Mike Budenholzer und die Teamkollegen voll des Lobes über ihren jungen Spielmacher.

"Die Leute werden es schon noch lernen. Er kann werfen und noch viel mehr", sagt beispielsweise Center Al Horford.

Schröders Arbeit am Wurf zahlt sich aus

In der Tat entwickelt sich Schröder stetig zu einem kompletten NBA-Aufbauspieler. Schnell, dynamisch und ein überdurchschnittlicher Verteidiger war er schon als Rookie.

Mit mehr Erfahrung verfeinert er seine Stärken im Schatten von All-Star Jeff Teague und arbeitet an seinen Schwächen. Der Wurf wird immer konstanter. Gegen die Mavericks versenkte er drei von fünf Dreiern - darunter jener zum 86:68 im letzten Viertel.

"Dennis arbeitet ständig an seinem Wurf. Viele Teams lassen ihm Platz und fordern ihn heraus. Wir sprechen auch oft mit Jeff darüber. Wenn Dennis zum Korb geht, ist er ohnehin tough und geschmeidig", erklärt Mitspieler Kyle Korver.

Gegen Nowitzki besonders heiß

In Sachen Distanzwurf gibt es schlechtere Ratgeber als den chirurgisch präzisen Dreierexperten. Von knapp 24 Prozent steigerte Schröder seine Quote bereits auf momentan 32 Prozent.

Gegen Nowitzki ist der Jungnationalspieler ohnehin besonders heiß. Seine beiden besten Ausbeuten in der NBA lieferte er in dieser Saison gegen eines seiner Vorbilder. Im Dezember hatte Schröder in Dallas zum bisher einzigen Mal die Marke von 20 Punkten geknackt (22).

"Oh ja, Dennis spielt offensichtlich gern gegen Dallas. Das ist dieses deutsche Ding", sagt Korver mit einem Lächeln.

Auch Nowitzki selbst zog vor seinem jungen Landsmann im Gespräch mit DBB-TV den Hut: "Gegen uns blüht er total auf. Er hat die Dinger reingehauen, hat das Tempo verändert, hat gut verteidigt. Es war ein super Spiel von ihm von der Bank."

Budenholzer als Glücksfall

Das Vertrauen seines Coaches hat sich der im Team nur "The Umlaut" genannte Jungstar mittlerweile verdient. Kontrahent Shelvin Mack ist beim Tabellenführer der Eastern Conference derzeit nur Statist.

Die Beziehung Budenholzer-Schröder ist für beide ein Glücksfall. Der Zauberlehrling ist bei dem ehemaligen Assistenten von San Antonios Trainerguru Gregg Popovich in guten Händen.

"Wir spielen unter ihm ja auch einen eher europäischen Stil", meint Korver. Es gibt nicht den einen Scorer, der isoliert wird. Auch das kommt Schröder entgegen. Er soll ausdrücklich auch den Abschluss am Korb suchen.

Wie Horford sagt, der Rest der NBA wird diesen Dennis Schröder noch kennenlernen.

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