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München und Salt Lake City - Meister San Antonio wartet nach dem All-Star Break weiter auf den ersten Sieg. In Utah läuft nichts. Memphis siegt im West-Gipfel.

Der Meister hat den Start in die heiße Saisonphase völlig verpatzt.

Die San Antonio Spurs kassierten bei den Utah Jazz mit 81:90 (40:47) ihre dritte Niederlage in Folge und warten nach dem All-Star Game weiter auf einen Sieg.

Auch mit dem früheren Oldenburger Aron Baynes in der ersten Fünf lief beim Team von Coach Gregg Popovich kaum etwas zusammen. Es war bereits seine 23. Startformation der Saison.

"Wir haben zu viele schlechte Würfe genommen, die gar nicht nötig waren. Wir hatten ohnehin einige untypische Fehler dabei und waren nicht sehr clever", analysierte Popovich.

Parker ganz schwach

In der Tat hatte der schwache Auftritt in Salt Lake City nichts mit dem gewohnten Spurs-Basketball zu tun. Die unterirdischen Quoten bei Dreiern (26,3 Prozent) und Freiwürfen (57,1) waren dafür nur ein Indiz. Mit 22 Ballverlusten stellte San Antonio zudem einen teameigenen Saisonrekord auf.

Das 8:7 blieb die letzte Führung. Point Guard Tony Parker schaffte in der gesamten ersten Hälfte keinen Punkt und sammelte am Ende ganze fünf Zähler sowie vier Assists.

"Das war gar nichts. Wir müssen irgendwie wieder in die Spur kommen", forderte Kawhi Leonard. Für 20 Minuten blieb die Kabine im Anschluss an die Partie geschlossen. Es dürfte eine knallharte erste Analyse gegeben haben.

Rodeo-Trip wird zum Albtraum

Lediglich Tim Duncan (14 Punkte, 10 Rebounds) konnte ansatzweise überzeugen. Der traditionelle Auswärtstrip wegen des Rodeo-Festivals in der heimischen Arena bringt die Spurs normalerweise in Topform mit den Playoffs am Horizont.

In den vergangenen Jahren gelangen in den neun Spielen immer mindestens sechs Siege, aktuell waren es bisher nur zwei bei vier Niederlagen.

Die Spurs (34 Siege - 22 Niederlagen) bleiben in der Western Conference enttäuschender Siebter. Nur zwei Titelverteidiger schlossen seit 1970/71 auf diesem Rang oder schlechter ab - Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (2011/12 als Siebter) und die Chicago Bulls nach Michael Jordans Rücktritt (1998/99 als 15. im Osten).

Lob für Shooting Star Gobert

Die jungen Jazz spielten vor allem ihre athletischen Vorteile aus. Seit dem Trade des Türken Enes Kanter nach Oklahoma City blüht vor allem Rudy Gobert auf.

Der hochtalentierte Franzose räumte im ersten Viertel gleich zweimal Duncan ab und griff sich 14 Rebounds. Die vergangenen fünf Gegner schafften - nicht zuletzt dank Gobert - gegen die Jazz keine 100 Punkte.

"Er ist ein langer Schluck Wasser. Er blockt Würfe und beeinflusst viele andere. Er macht einen wirklich guten Job", lobte Popovich.

Burke und Favors stark

Schon bei der Rising Stars Challenge im Rahmen des All-Star Games machte Gobert mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam. "Für uns ist die Kommunikation ganz wichtig. Wenn wir viel miteinander sprechen, läuft es. Durch die gute Verteidigung kommen wir in Schwung. Duncan ist ein sehr cleverer Spieler. Ich wusste, er würde mich zu Fouls zwingen wollen", sagte Gobert.

Trey Burke (23 Zähler) und Derrick Favors (14 Zähler, 10 Rebounds, 3 Steals) waren die weiteren herausragenden Akteure der in der Western Conference weit abgeschlagenen Jazz.

SPORT1 blickt auf eine weitere Partien der NBA aus der Nacht:

Los Angeles Clippers - Memphis Grizzlies 87:90

Die Memphis Grizzlies setzten sich im West-Gipfel bei den Los Angeles Clippers mit 90:87 (38:44) durch und behaupteten Rang zwei, während die Gastgeber hinter Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks auf Rang sechs zurückfielen.

Spielmacher Mike Conley war mit 18 Punkten bester Scorer und steuerte auch sieben Assists bei. Die Ausgeglichenheit ist bei Memphis Trumpf. Seit Jeff Green (16 Zähler) Anfang Januar aus Boston kam, übertraf kein Grizzly mehr die Marke von 20 Punkten.

Für die Clippers, die nach vier Siegen in Folge wieder eine Pleite einstecken mussten, brillierte Superstar Chris Paul mit 30 Zählern sowie zehn Assists.

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