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Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks
Dirk Nowitzki bestritt in New York sein 13. All-Star Game © getty images

Dallas - Dirk Nowitzki spricht im SPORT1-Interview über Neuzugang Amar'e Stoudemire, die Suche nach der idealen Rolle für Rajon Rondo und die Aussichten im engen Westen.

Aus Dallas berichtet Patrick Reichardt

Es wird ernst für Dirk Nowitzki.

Nach dem All-Star Weekend der NBA biegt das Rennen um die Playoff-Plätze mit dem letzten Drittel der Regular Season in seine heiße Phase ein.

Nowitzkis Dallas Mavericks liegen in der Western Conference auf Rang sechs und hätten damit ein Achtelfinal-Ticket sicher, doch im knallharten Westen ist Heimvorteil in der K.o.-Runde Gold wert.

Mit dem 92:81 gegen die Charlotte Hornets, dem zweiten Sieg in Folge, haben sich die Mavericks wieder näher an den dafür nötigen vierten Platz herangeschoben. (DATENCENTER: Die Tabellen der NBA).

Dabei feierte der vier Tage zuvor verpflichtete Amar'e Stoudemire ein gelungenes Debüt.

Im exklusiven SPORT1-Interview spricht Nowitzki über den Wert von Stoudemire, die Suche nach der idealen Rolle für den im Dezember gekommenen Spielmacher Rajon Rondo und die Aussichten im umkämpften Westen.

Patrick Reichardt mit Dirk Nowitzki
SPORT1-Redakteur Patrick Reichardt im Gespräch mit Dirk Nowitzki © SPORT1

SPORT1: Herr Nowitzki, Sie hatten die Saisonpause rund um das All-Star Weekend ursprünglich als freie Zeit eingeplant, wurden aber doch kurzfristig nachnominiert. Wie war das Wochenende in New York für Sie?

Dirk Nowitzki: Ich habe die Zeit genossen und versucht, dort ein wenig abzuschalten. Ich habe die Festivitäten rund um das All-Star Weekend genossen und das Spiel hat logischerweise auch Spaß bereitet. New York ist eine großartige Stadt. Ich habe das Beste aus der Nachnominierung gemacht.

SPORT1: Wie fühlen Sie sich nach dem Wochenende?

Nowitzki: Sonntagnacht bin ich direkt nach dem Spiel heimgeflogen und habe den kompletten Montag hier in Dallas verbracht. Der Tag hat mir gut getan, um abzuschalten und einfach mal Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich habe versucht, in dieser Woche mal etwas herunterzukommen und trotzdem zu arbeiten - dabei habe ich einen ganz guten Mix gefunden.

SPORT1: Die Mavericks haben in dieser Woche die Verpflichtung von Amar'e Stoudemire bekanntgegeben. Inwiefern kann er das Team auf ein neues Level hieven?

Nowitzki: Der Weggang von Brandan Wright im Rondo-Trade hat uns wehgetan, er war ein großartiger Spieler für uns von der Bank. Seitdem haben wir ein Loch auf den großen Positionen, vor allem in der Offensive. Wenn Tyson Chandler Foulprobleme hat, wird es teilweise eng bei uns. Ich denke, da kann Amar'e uns durchaus helfen.

SPORT1: Welche Vorzüge bringt Stoudemire ins Spiel der Mavericks?

Nowitzki: Ich glaube, er ist ein sehr guter Pick-and-Roll-Spieler. Trotzdem kann er auch aus der Halbdistanz punkten. Er wird bei uns logischerweise als Power Forward, aber auch als Center zum Einsatz kommen. Wir hoffen, dass er gesund bleibt und glauben, dass er dann auch gut für uns einschlägt.

SPORT1: Die Mavericks sind mit dem Trade von Rajon Rondo mitten in der Saison durchaus ein Wagnis eingegangen. Ist das Team bereits besser als vor dem Tausch?

Nowitzki: Wir müssen noch besser zusammenspielen und konstanter werden, müssen herausfinden, wo Rondo am effektivsten ist für uns. In der Verteidigung sind wir auf jeden Fall stärker geworden mit seiner Präsenz und seinen schnellen Händen. Er ist verdammt clever in der Verteidigung.

SPORT1: Der Westen ist unglaublich eng und hochklassig in dieser Saison. Gibt es überhaupt einen Favoriten in dieser Spielzeit?

Dirk Nowitzki, Frisuren, Mavs Dancers
Auch die Mavs Dancers haben Spaß - unter anderem an Dirk Nowitzkis Frisuren im Wandel der Zeit © Getty Images

Nowitzki: Golden State spielt bis jetzt eine Riesensaison. Wenn wir morgen die Playoffs anfangen würden, wären die Warriors definitiv der Favorit im Westen. Der Westen ist allerdings wahnsinnig gut besetzt. In der ersten Runde wird es wahnsinnig gute Matchups geben - das wird sicher wieder ein Riesenspaß.

SPORT1: Wie wichtig ist es dabei für die Mavericks, mindestens Platz vier und damit den Heimvorteil in dieser ersten Runde zu bekommen?

Nowitzki: Das wird eine sehr schwierige Aufgabe. Wir haben einen der schwierigsten Spielpläne in der Liga, müssen noch gegen sehr viele Teams aus dem Westen antreten. Am Ende wird es in dieser engen Western Conference um jeden Sieg gehen.

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