München - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks wanken in der Western Conference, die lockere Einstellung nervt alle im Team. Das Restprogramm ist brutal - angefangen bei den L.A. Clippers (ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

Komprimieren und Fokussieren, das ist im schnelllebigen Informationszeitalter unabdingbar.

Müsste nun also der Zustand der Dallas Mavericks - mit 41 Siegen und 25 Niederlagen Siebter im Westen - in ein Wort gepackt werden, dann wäre es wohl am besten so beschrieben: Verschlimmbessert!

Die Neuzugänge Rajon Rondo und Amar'e Stoudemire wirken vor dem Duell mit den Los Angeles Clippers (ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) weiterhin nicht integriert, die Offense lahmt und die Defense ist nicht signifikant besser geworden.

Schlechte Erinnerungen an die Clippers

Was zunächst nach ordentlichen Verpflichtungen aussah, entpuppte sich bislang als Schuss in den Ofen (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Die feine Balance im Team von Routinier Dirk Nowitzki scheint dahin und seit dem All-Star Break Mitte Februar gingen sechs von elf Partien verloren.

Vor allem das letzte Spiel gegen die Cleveland Cavaliers lässt in Dallas alle Alarmglocken hell aufschrillen.

Backpfeife von LeBron

94:127 wurden die Texaner von LeBron James und seinen Kollegen abgewatscht, die Defizite der Mavericks bei der heftigsten Pleite der Saison gnadenlos offen gelegt.

Die Hundertpunkte-Marke, zu Beginn der NBA-Spielzeit eine der leichtesten Hürden für Dallas, wird nur noch selten geknackt.

Wenn dann wenigstens die Defense stimmen würde, könnte sich der Schaden in Grenzen halten. Tut sie aber nicht.

Einstellungs-Problem

Laxes Rebounding, freie Dreier für den Gegner und eine "Nimm du ihn, ich hab ihn sicher"-Einstellung bringen die Mavs wiederholt zum Stolpern und lassen aus einem sehr talentierten Team eine Witznummer werden (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Stoudemire hatte nach der Cavs-Klatsche die Nase voll: "Wir können im Training nicht ständig Blödsinn machen, die Shootarounds nicht ernst nehmen und dann davon ausgehen, dass wir trotzdem Spiele gewinnen."

Schluss mit lustig beim Training

Zustimmung gab es vor allem von Tyson Chandler und Head Coach Rick Carlisle.

"Es stimmt schon, wir waren in letzter Zeit zu locker. Das müssen wir abstellen", erklärte der Meister-Coach der Saison 2011.

Chandler, der unter Carlisle zum damaligen Championship-Team gehörte, hofft nun, dass das Spiel gegen Cleveland einen "Hallo wach"-Effekt hatte.

Demütigung war nötig

"Manchmal muss so ein Schlag ins Gesicht einfach sein. Niemand wird gerne erniedrigt", so der aktuell angeschlagene Center: "Unsere Fans verdienen ein besseres Mavs-Team. Sie bezahlen viel Geld und wollen eine ordentliche Leistung.  Es ist unsere Pflicht, uns anzustrengen."

Nowitzki bürdet sich noch eine weitere Aufgabe auf: HORSE gegen die Fans.

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, aber manchmal kommt die Einsicht zu spät.

Denn die letzten 16 Spiele könnten aus einer bislang noch ordentlichen Saison ein Debakel werden lassen.

Heftiges Restprogramm der Mavericks

Dallas belegt mit 41 Siegen Platz sieben in der Western Conference, hinter ihnen lauern New Orleans (8./36), Oklahoma City (9./35), Phoenix (10./34.) auf weitere Aussetzer der Mavs.

Und die könnten angesichts des Restprogramms der Texaner recht häufig werden - und vielleicht die Playoffs komplett kosten.

Dallas hat nach dem Clippers-Spiel noch Meister San Antonio (2x), Oklahoma (2x) Houston, Golden State, Memphis und Portland auf dem Programm.

Teams also, die im Westen fast alle vor den Mavs liegen und aufgrund ihrer positiven Bilanz zu den Angstgegnern gehören.

Lediglich 16 von 36 Partien konnten gegen die Top-Teams gewonnen werden. Eine Statistik zum Mut machen sieht definitiv anders aus.

Cuban hofft weiter

Keine guten Aussichten also für Nowitzki und Co., doch einen kleinen Silberstreif gibt es auch am texanischen Horizont.

Auch im Meisterjahr hatten die Mavs an einem bestimmten Punkt in der Saison einen heftigen Tiefpunkt und kamen danach gestärkt zurück.

"Manchmal muss man Probleme haben, um zu verstehen, was man zum Gewinnen braucht", erklärte Besitzer Mark Cuban: "Wir haben in der Vergangenheit aus grauenhaften Pleiten  gelernt und ich hoffe, es gelingt uns auch diesmal."

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