Video

Die Atlanta Hawks haben in der Vorschau zum möglichen Finale der Eastern Conference ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.

Die Mannschaft mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Schröder schlug Superstar LeBron James und dessen Cleveland Cavaliers mit 106:97 (53:43) und blieb das beste Team der NBA (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dabei zeigte Schröder von der Bank kommend die nächste Topleistung. Diesmal sprangen 15 Punkte und acht Assists heraus. In vier seiner vergangenen fünf Spiele punktete der 21-Jährige zweistellig.

"Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns gegen einen richtig starken Gegner", freute sich Schröder, der erneut die meisten Minuten aller Bankspieler bekam (24).

Schröder macht Sack zu

Mit einem dominanten ersten Viertel (36:19) setzten sich die Hawks ab und zogen im letzten Abschnitt eiskalt ihren Vorteil aus der schwachen Quote der Cavaliers.

Schröder war per Dreier zum 96:83 entscheidend am furiosen am 18:4-Lauf beteiligt, der den vor der Saison im Osten hochfavorisierten Gästen den Zahn zog (Alles
zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 18 Uhr: Inside US Sports).

"Es braucht immer eine Teamleistung. Es war großartig, wie die Jungs mit dieser großen Herausforderung heute umgegangen sind", lobte Coach Mike Budenholzer.

Carroll wird für James zur Mücke

Vor allem James (18 Zähler) frustrierte sein Team. Kent Bazemore und speziell DeMarre Carroll folgten dem Superstar auf Schritt und Tritt.

"Ich wollte einfach wie ein Mücke im Sommer um ihn rumschwirren. Die Viecher wirst du nicht los. Meine Teamkollegen haben aber auch immer wieder gut geholfen", sagte Carroll, der meist auf den besten Offensivspieler des Gegners angesetzt wird.

Der viermalige MVP James verfehlte acht seiner 13 Würfe, leistete sich neun Ballverluste und kassierte auch noch ein technisches Foul nach einer verbalen Entgleisung.

"Ich kann mich jetzt nicht mit den Hawks beschäftigen. Sie haben zum ersten Mal so gegen uns gespielt. Das hat uns etwas überrascht, später wird das kein Problem mehr sein", hatte James schon ein Playoff-Duell im Kopf.

Schröder mit Trash Talk gegen James

Auch mit Schröder lieferte sich der "King" ein ordentliches Wortgefecht. "Das ist Basketball. Wir waren Konkurrenten. Ich glaube, wir haben ihn heute aus dem Rhythmus gebracht. Das war sehr wichtig", sagte Schröder.

Atlanta (49 Siege - 12 Niederlagen) vergrößerte mit dem sechsten Erfolg in Serie seinen Vorsprung in der Eastern Conference. Sie gewannen unglaubliche 42 ihrer vergangenen 48 Partien.

"In der regulären Saison gibt es so etwas wie Statement-Siege nicht. Aber es ist natürlich ein guter Sieg aus dem wir weiter lernen werden", sagte Kyle Korver, der nach schwachem Start am Ende zwei wichtige Dreier beisteuerte.

Irving bester Schütze der Cavaliers

Angeführt von Center Al Horford (19 Zähler, 9 Rebounds) punkteten sechs Hawks zweistellig.

Kyrie Irving (20 Punkte) war bester Schütze der Truppe von David Blatt. Die Cavs (39:25) sind nur Vierter, derzeit käme es also eventuell schon in der zweiten Playoff-Runde zu einem Wiedersehen.

"Es war sicher kein guter Auftritt von uns, aber sie sind auch ein richtig gutes Team. Wir arbeiten weiter an uns", bilanzierte Blatt nüchtern.

Wilkins kämpft mit Tränen

Die heiße Atmosphäre dürfte Dominique Wilkins besonders genossen haben.

Die Hawks ehrten ihre Legende am Tage der Enthüllung seiner Statue auch mit dem Trikots aus seiner Zeit und einem vom aktuellen Team signierten Jersey.

"Obwohl ich nicht aus Atlanta bin, bin ich aus Atlanta. Wir spielen hier Basketball", sagte Wilkins zur Pause und kämpfte mit den Tränen.

Vielleicht gelingt dem Team in dieser Saison, was dem "Human Highlight Film" in seiner großen Karriere nicht vergönnt war - eine Meisterschaft nach Atlanta zu holen.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel