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München - Kyrie Irving stellt einen neuen Rekord auf und führt Cleveland zum Overtime-Sieg. Meister San Antonio hält tapfer dagegen, doch das Duo Irving/James ist einfach zu stark.

Die Cleveland Cavaliers haben auf der Zielgeraden der Regular Season gegen Meister San Antonio ein echtes Ausrufezeichen gesetzt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Kyrie Irving führte die Cavs mit 57 Punkten zum 128:125-Erfolg nach Verlängerung und stellte gleichzeitig einen neuen Saison- und Karriererekord auf.

Doch damit noch nicht genug Rekorde:

Irving erzwang mit neun Punkten in der letzten Minute der regulären Spielzeit die Overtime, zwei Dreier verwandelte er eng verteidigt in den letzten 30 Sekunden.

"Ein paar der Würfe habe ich einfach nur noch hochgeworfen", erklärte Irving: "Ich hatte Glück, dass sie alle reingegangen sind."

Der Rookie des Jahres 2012 traf jeden seiner sieben Distanzwürfe und blieb auch von der Freiwurflinie ohne Fehler (10 von 10). Im letzten Viertel und in der Overtime brachte es der 22-Jährige auf 27 Punkte.

"Unglaublich viel Spaß"

"Als Bron anfing, seine Step-Back-Dreier zu treffen, haben wir uns nur angesehen und uns gedacht: Das Spielt macht so unglaublich viel Spaß", so Irving: "Das Publikum war klasse. Ausverkaufte Halle, gute Stimmung. Die Leute wollten ein großes Spiel und sie haben es bekommen."

Unterstützt wurde Irving von Cavs-Superstar LeBron James, der den San Antonio Spurs 31 Punkte verabreichte (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Die eigene Leistung rückte James aber in den Hintergrund, Irving war der Star des Abends und wurde vom Cavs-Chef in den höchsten Tönen gelobt.

"Der Junge ist etwas ganz Besonderes. Wir alle wissen es, wir alle sehen es", so James: "Seine Leistung war einfach unglaublich."

In einer hochklassigen Partie, die auch eine Vorschau auf die NBA-Finals im Sommer sein könnte, zeigte Meister San Antonio seine alten Stärken.

Double-Double Duncan

Tony Parker, der nach vielen kleinen Verletzungen zu Saisonbeginn wieder fit ist, erzielte 31 Punkte, Danny Green und Kawhi Leonard sorgten für 24 Zähler.

Routinier Tim Duncan überzeugte mit 18 Punkten, elf Rebounds und acht Assists.

Doch in der Overtime erwies sich das Duo Irving/James dann doch als zu stark.

Dass Irving die Partie überhaupt erst in die Overtime zwingen konnte, lag am schwachen Nervenkostüm des 2014er Finals-MVP Leonard.

Leonard gibt sich die Schuld

Mit 110:107 in Führung vergab der Spurs-Youngster zwei Freiwürfe und ermöglichte Irving den Ausgleich per Dreier.

"Ich weiß, dass ich das Spiel verloren habe", so Leonard: "Aber das passiert jedem einmal. Ich muss mich jetzt einfach daran erinnern, dass ich in der Vergangenheit solche wichtigen Würfe auch schon getroffen habe."

Irving erzielte die letzten elf Zähler seiner 57-Punkte-Gala und "King James" machte den wichtigen Sieg mit sieben Punkten in den letzten fünf Minuten perfekt.

Cleveland rückt den Atlanta Hawks im Kampf um die Krone in der Eastern Conference immer dichter auf den Pelz und liegt nur noch acht Siege (42 zu 50) hinter Dennis Schröder und Co.

Für die San Antonio Spurs war es nach zuletzt sechs Siegen in Serie ein herber Rückschlag, im Westen liegen die Texaner (40-24) auf Rang sechs knapp vor den Dallas Mavericks (41-25) mit Dirk Nowitzki.

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