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München und Dallas - Die Dallas Mavericks sind erneut gegen ein Topteam chancenlos. Dirk Nowitzki steckt in der Wurfkrise, Amar'e Stoudemire motzt. LeBron James brilliert ohne Stirnband.

Die Dallas Mavericks haben erneut gegen ein Spitzenteam der NBA eine klare Niederlage kassiert.

Superstar LeBron James und die Cleveland Cavaliers waren für Dirk Nowitzkis Mannschaft beim 127:94 (67:53)-Auswärtserfolg mindestens eine Nummer zu groß (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Das deutsche Aushängeschild konnte seine Wurfkrise auch nicht beenden. Sieben seiner zehn Versuche aus dem Feld setzte er daneben und verbuchte 13 Punkte sowie vier Rebounds.

"Wenn du zu Hause 130 Punkte kassierst, musst du alles hinterfragen. Bei uns war ja nach Korberfolgen manchmal niemand zurück in der Defense. Ich weiß nicht, ob es Unachtsamkeit oder fehlender Einsatz war - oder eine Kombination", kritisierte Nowitzki (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Carlisle sieht Mavericks am "Tiefpunkt"

Nach dem guten ersten Viertel (31:26) deckten die Cavaliers die großen Abwehrschwächen der Mavs schonungslos auf und markierten allein im zweiten Abschnitt 41 Zähler.

"Nach dem ersten Viertel war es unsere schlechteste Saisonleistung. Da hat überhaupt nichts gestimmt. Das ist unser Tiefpunkt. 41 Punkte in einem Viertel, Leichtsinnsfehler. Das liegt mir richtig schwer im Magen", wetterte Coach Rick Carlisle.

Bei drei Dreiern in nicht einmal zwei Minuten zu Beginn und Kyrie Irvings Drei-Punkte-Spiel am Ende des Horrorviertels glänzten die Mavericks als willige Statisten im Hintergrund (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Bei Nowitzki fällt nichts

Chandler Parsons (18) und Monta Ellis (17) zeigten zumindest offensiv eine ordentliche Ausbeute. Nowitzki leidet dagegen unter eiskaltem Händchen.

Im März trifft er für ihn indiskutable 35,9 Prozent aus dem Feld und kommt nicht über 14 Punkte hinaus. Seit dem All-Star-Break scheint ihm die Power aus den Beinen zu fehlen. Darunter leidet die Präzision.

"Ich muss weiter kämpfen. Ich trainiere derzeit sehr hart, um für die Playoffs möglichst fit zu sein, auch wenn das bedeutet, momentan in einem kleinen Loch zu stecken", sagte Nowitzki.

Stoudemire meckert auf das Team

Allmählich gerät der Playoff-Platz aber in Gefahr. Für die Mavericks (41 Siege - 25 Niederlagen) war es die fünfte Niederlage in den vergangenen sieben Partien. Dadurch rutschten sie auf Rang sieben der Western Conference ab.

Das wiederum findet Amar'e Stoudemire (15 Punkte) nicht witzig. Der Neuzugang hatte seinen fürstlichen Vertrag in New York schließlich aufgelöst, um noch einmal den Titel ins Visier zu nehmen.

Die aktuellen Auftritte der Mavs lassen nicht nur ihn daran zweifeln: "Wir können nicht im Training herumalbern und erwarten, Spiele zu gewinnen. Das ist das höchste Level. Ich bin hierhergekommen, um zu gewinnen."

Hartes Restprogramm

Leichter wird es freilich für den Meister von 2011 nicht, das Blatt im Endspurt zu wenden. Angefangen mit dem Heimspiel gegen die L.A. Clippers (Sa., ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) warten noch 16 meist richtig harte Spiele.

Unter anderem geht es noch zweimal gegen die wiedererstarkten San Antonio Spurs, zweimal gegen Oklahoma City, gegen Memphis, Houston, Golden State, Portland und nach Indiana.

Besorgniserregend ist vor allem der blutleere Auftritt gegen James und Co. Stoudemire lag mit seiner Einschätzung goldrichtig: "Das ist ein Team, das um den den Titel kämpft. Wir hätten die Herausforderung annehmen müssen, stattdessen haben wir uns ergeben."

James gegen die Mavs wieder mit Gala

Ganz anders sah es bei den Cavaliers aus. Die exakt gleiche Bilanz ist die einzige Gemeinsamkeit mit den Mavs. Der Topfavorit im Osten findet als nun Zweiter seine Form.

Gleich vier Akteure der Gäste kamen über 20 Punkte. Neben James' Co-Stars Kevin Love (21) und Kyrie Irving (22) gelang dies auch J.R. Smith (21).

"Das Beste am heutigen Spiel ist, dass wir 48 Minuten richtig gut durchgezogen haben. Wir hatten die richtige Einstellung und haben den Ball laufen lassen", jubelte James.

Der viermalige MVP selbst (27 Punkte, acht Assists, sieben Rebounds) flirtete mit einem Triple-Double und stellte einen neuen Cavs-Rekord für Assists auf (4.214) - die Bestmarke hatte er sich zuvor bereits mit Mark Price geteilt.

Zum ersten Mal seit der Vorbereitung auf seine Rookie-Saison 2003/04 spielte der "King" ohne sein charakteristisches Stirnband, dass er im Spiel zuvor in Phoenix weggeworfen hatte.

Diesen Look wird er nun vielleicht beibehalten, schaffte Cleveland doch seinen ersten Sieg in Texas nach zuvor 14 Pleiten in Folge. "Ich hoffe es", sagte Coach David Blatt.

Seit den verlorenen Finals 2011 ist James gegen die Mavs ohnehin immer bis in die immer dünneren Haarspitzen motiviert. Alle sieben Duelle seither gewann er und brachte es auf durchschnittlich 31,4 Punkte pro Partie bei einer überragenden Wurfquote von 64,2 Prozent.

Ein erneutes Finals-Wiedersehen erscheint aktuell mehr als unwahrscheinlich.

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