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Die Dallas Mavericks kämpfen gegen LeBron James (l.) um eine gute Playoff-Position © getty

München - Die Mavericks kämpfen um eine gute Playoff-Position - und gegen viele Probleme. Vor dem Duell mit LeBron James und den Cavs brennt es in Dallas an allen Ecken und Enden.

Die Saison geht auf die Zielgerade, der Raum für Fehler wird immer kleiner (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks schlagen sich im harten Wettbewerb der Western Conference wacker.

Mit 41 Siegen (24 Niederlagen) liegen die Texaner zwar auf Rang sechs, die Memphis Grizzlies als zweitbestes Team des Westens haben aber nur vier Siege Vorsprung.

Doch auch nach unten - sprich Platz neun - ist es nicht viel weiter. New Orleans kommt auf 35 Siege (29 Niederlagen), auf ebenso viele Erfolge kommen die Oklahoma City Thunder (Platz 8).

Aussetzer werden bestraft

Das Rennen um die Playoff-Positionen wird also knallhart, Aussetzer werden von den Gegnern gnadenlos bestraft.

Dallas stehen jetzt fünf Heimspiele bevor, die es absolut in sich haben (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

LeBron James und die Cleveland Cavaliers sind die ersten Gäste im American Airlines Center (1.30 Uhr LIVE auf SPORT1 US und LIVESTREAM), es folgen die Westrivalen L.A. Clippers, Oklahoma City und Memphis.

Sorgen ohne Ende

Doch ausgerechnet jetzt plagen die Mavericks neben dem Playoff-Stress gleich mehrere Sorgen.

Nowitzki steckt im Loch und sucht als alternder Star mit sinkenden Quoten nach seiner neuen Rolle im Team.

Golden States Draymond Green ist froh darüber, nicht mehr gegen den alten Nowitzi spielen zu müssen:

Center Tyson Chandler wiederum schlägt sich mit Hüftproblemen herum, kann sich unter dem Korb nicht wie gewohnt in die Schlacht werfen.

Und auch wenn Nowitzki seinen Meisterkollegen der Saison 2011 mit den Worten "Willkommen in meiner Welt" auf die Schippe nimmt und ihn daran erinnert, dass sich der Würzburger seit Jahren so fühlt, so ist die Verletzung des Centers ein großes Problem der Mavs.

Center-Position die Schwachstelle

Mehr noch: Die Position fünf ist die Achillessehne der Mannschaft, ohne Chandler fehlt der defensive Anker im Spiel der Texaner.

Neuverpflichtung Amar'e Stoudemire kann die Last auf seinen nicht mehr ganz taufrischen Schultern ebenso wenig tragen.

Dwight Powell wiederum ist zu grün hinter den Ohren, Bernard James schlichtweg zu limitiert in seinen Fähigkeiten.

Hinzu kommt die Posse um Chandler Parsons, dessen Knöchelprobleme angeblich durch seine chinesischen Basketball-Schuhe hervorgerufen wurden.

Sieben Spiele soll den Small Forward der Anta-Schuh gekostet haben, vier Partien gingen in diesem Zeitraum verloren.

Parsons gegen James

Ausgerechnet auf Parsons dürfte gegen Cleveland eine Herkules-Aufgabe zukommen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Top-Verdiener der Mavs über weite Strecken Cavs-Star James verteidigen müssen.

James ist aktuell richtig gut drauf

Bei allen Niederlagen blieben die Mavs unter 100 Punkten, dreimal sogar unter 90. Ein alarmierender Fakt für eine Mannschaft, die für gewöhnlich 104,4 Punkte im Schnitt erzielt.

Doch nicht nur die Spieler, die auf dem Feld fehlen, bereiten den Mavs Sorgen - auch die verfügbaren Profis bereiten Head Coach Rick Carlisle Sorgenfalten.

Immerhin: Point Guard Rajon Rondo hat sich nach seinem Disput mit Carlisle und der anschließenden Denkpause wieder etwas gefangen. Die Offensive krankt dennoch unter seiner Interpretation der Aufbauspieler-Position.

"Ist schon ein eigenartiger Spieler"

Der 29-Jährige hält den Ball immer noch zu lange und bremst so die ursprünglich schnelle und intuitive Offense der Mavs.

"Er ist schon ein eigenartiger Spieler, den es so eigentlich nicht mehr gibt in dieser Liga", erklärte Nowitzki in der Süddeutschen Zeitung.

Und  versucht, Rondo auch ein wenig in Schutz zu nehmen: "Aber wir hatten in den vergangenen Wochen Verletzungspech, die ersten Fünf haben im letzten Monat kaum zusammengespielt."

Rondos Vertrag läuft im Sommer aus und macht ihn natürlich auch für andere Klubs interessant, namentlich die Los Angeles Lakers.

Lockrufe des Kobe B.

Der Chef-Rekrutierer in L.A. heißt übrigens Kobe Bryant. Der verletzte Superstar wird nicht müde, den Ex-Celtic nach Kalifornien zu locken.

Und Rondos Reaktion?

"Kobe ist einer der besten Spieler aller Zeiten. Wenn er etwas sagt, dann hat das Gewicht", so Rondo.

Und fügt an: "Es ist eine große Ehre, dass er mit einem Typen wie mir zusammenspielen will. Doch jetzt zählt nur eines für mich: Ich will mit Dallas den Titel gewinnen."

Hochkarätige Duelle

Große Worte vom NBA-Champion 2008, der in den kommenden Spielen Point-Guard-Duelle mit Russell Westbrook, Mike Conley und Chris Paul vor sich hat.

Und in der Nacht auf Mittwoch zunächst Kyrie Irving.

Für Dallas und Rondo ist das Duell mit Cleveland der Start in die entscheidende Phase der Saison.

Vielleicht wird es auch der Schlusspunkt  - in den NBA Finals gegen Irving, James und die Cavaliers.

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