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München und Philadelphia - Dennis Schröder hält seine starke Form auch in Philadelphia, aber ohne drei geschonte Stars kassiert Atlanta eine historische Pleite - mit gutem Omen. Noel glänzt wie Shaq.

Diesmal ist die Taktik der Atlanta Hawks in die Hose gegangen.

Gegen die schwachen Philadelphia 76ers schonte der Spitzenreiter der Eastern Conference drei Starter und holte sich prompt eine überraschende 84:92 (53:47)-Niederlage ab (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Diese konnte auch der erneut gute Dennis Schröder nicht abwenden. Der deutsche Nationalspieler (16 Punkte, 6 Assists) verbuchte zum fünften Mal in sechs Partien eine zweistellige Ausbeute, leistete sich aber auch fünf Ballverluste

"Unsere Turnover - besonders meine - waren heute ziemlich böse. Dadurch kamen sie zu Schnellangriffen und leichten Punkten. Selbst ohne die Starter darf das nicht passieren", ärgerte sich Schröder.

Budenholzer verteidigt Schonung

Zuletzt war die an die San Antonio Spurs angelente Strategie von Coach Mike Budenholzer, seine wichtigsten Spieler frisch zu halten, immer gut gegangen. Diesmal wurden Kyle Korver, Paul Millsap sowie DeMarre Caroll aber schmerzlich vermisst.

Nach zwischenzeitlicher Führung von 16 Punkten in der ersten Hälfte, ging nach der Pause nichts mehr. Nur 31 Punkte bei einer miserablen Wurfquote (27,5 Prozent) besiegelten die erste Pleite nach zuvor sechs Siegen in Folge.

"Wir haben viele Spieler, die noch lernen und reifen. Es war sicher nicht unser bester Tag, aber manchmal lernst du aus solchen Spielen mehr als aus Siegen", verteidigte sich Budenholzer.

50. Saisonsieg der Hawks verschoben

Jeff Teague war mit 17 Punkten noch der beste Schütze Atlantas (49 Siege - 13 Niederlagen), das im Rennen um die beste Bilanz der Liga hinter die Golden State Warriors (48:12) zurückfiel.(Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

"Solche Tage hast du manchmal. Ich habe einfach den Korb nicht mehr getroffen, dabei hatten wir ja trotzdem unsere Möglichkeiten. Wir haken das ab und kommen am Montag stark zurück", sagte Center Al Horford (alle 12 Punkte vor der Pause).

In der Nacht auf Dienstag gastieren die Sacramento Kings (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) in Atlanta. Dann muss aber eine Steigerung her, um zum ersten Mal seit 2009/10 den 50. Saisonsieg zu feiern.

Historische Pleite als gutes Omen

Erst zum vierten Mal in der langen NBA-Geschichte kam es vor, dass so spät in der Saison ein Team mit einer Erfolgsquote von unter 25 Prozent einen zu über 80 Prozent erfolgreichen Gegner schlug.

Allerdings gewannen zwei der drei zuvor so überraschten Topteams in der Folge den Titel - die 76ers im Jahr 1967 und Michael Jordans Chicago Bulls 1992.

76ers-Coach Brett Brown verneinte eine zusätzliche Motivation seines Teams, weil nicht zum ersten Mal ein Gegner mehrere Topspieler schonte: "Inzwischen ist es mir egal. Wir nehmen den Wettbewerb an, egal wer spielt."

Noel auf Shaquille O'Neals Spuren

Neben Topscorer Luc Richard Mbah a Moute (19 Punkte) bot bei den Sixers vor allem Nerlens Noel eine beeindruckende Vorstellung.

Er war der erste Rookie-Center seit Shaquille O'Neal 1993, der in einer Partie mindestens elf Zähler, 17 Rebounds und fünf Steals schaffte.

"Wir sind ein Team, das nicht aufgibt. Wir werden bis zum Schluss alles geben und viel investieren", sagte Noel, der seine eigentliche Rookie-Saison 2013/14 wegen eines Kreuzbandrisses verpasste.

Zumindest bekam Teamlegende Allen Iverson bei seinem Besuch so eine gute Show zu sehen.

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