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München und Atlanta - Die Atlanta Hawks legen gegen die Houston Rockets ohne James Harden einen Fehlstart hin. Jeff Teague und Dennis Schröder drehen gemeinsam auf.

Dennis Schröder hat seine Topform bestätigt.

Der deutsche Nationalspieler holte mit den Atlanta Hawks beim 104:96 (45:59) gegen die Houston Rockets einen Rückstand von 18 Punkten auf (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der zuletzt geschonte Starter Jeff Teague (25 Zähler) kehrte wieder ins Team zurück, Backup Schröder trumpfte mit 16 Punkten, acht Assists und vier Rebounds trotzdem stark auf.

Beim Stand von 72:87 zu Beginn des letzten Viertels nahm Coach Mike Budenholzer eine Auszeit und schickte das Duo gemeinsam aufs Feld - es folgte ein fantastischer 21:3-Lauf.

"Dennis und Jeff gemeinsam spielen zu lassen, hat uns wirklich enorm geholfen. Mit Dennis konnten wir etwas schneller spielen", lobte Budenholzer.

Böser Fehlstart der Hawks

Etwas zu ändern, war auch dringend nötig. Denn lange Zeit waren Teague und Schröder die einzigen Konstanten der Hawks.

Das beste Team der NBA legte einen ziemlichen Fehlstart hin und lag kurz vor der Pause noch 39:57 hinten, obwohl den Rockets ihr für den Tritt gegen LeBron James suspendierter Superstar James Harden fehlte (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 18 Uhr: Inside US Sports).

"Es war frustrierend. Sie haben lange alles richtig gemacht, den Ball richtig gut bewegt. Sie haben uns vielleicht etwas auf dem falschen Fuß erwischt", gab Paul Millsap zu.

Schröder bringt die Wende

Dirk Nowitzkis langjähriger Mitspieler Jason Terry (21 Zähler) und Terrence Jones (18 Punkte, 8 Rebounds) übernahmen lange Zeit hervorragend die Scoring-Verantwortung für Harden.

Erst mit Schröder als zusätzlichem Point Guard kam die Wende, denn der 21-Jährige brachte Terry mit guter Defense aus dem Rhythmus.

"Unser Angriff ist sehr flüssig. Ich mag es ohnehin, größere Gegenspieler zu verteidigen. Für mich passt das", sagte Teague. Center Al Horford (18 Punkte) schwärmte von der "Unberechenbarkeit und Aggressivität" seiner beiden Teamkollegen.

Hawks sicher in den Playoffs

Die große Aufholjagd der Hawks krönte Teague mit einem Dreier zum 91:90 - nach Pass von Schröder. Das Duo machte am Ende von der Freiwurflinie auch den Sack zu.

Durch den Sieg sicherte sich Atlanta (48 Siege - 12 Niederlagen) als Spitzenreiter der Eastern Conference auch einen Playoff-Platz, die Rockets (41:19) bleiben im Westen trotz des Rückschlages Dritter.

"Wir hatten sie lange im Griff. Im dritten Viertel haben wir sie noch ausbremsen können, aber im Schlussviertel haben sie uns den Schneid abgekauft", ärgerte sich Rockets-Coach Kevin McHale.

Provokation geht nach hinten los

Neben Schröder brachte auch ein früherer Hawks-Star die Gastgeber wieder ins Spiel. Houstons Josh Smith (14 Punkte) provozierte die Fans, die ihn von Anfang an ausbuhten, nach einem Dreier mit einer "Seid ruhig"-Geste. Der andere Ex-Hawk Terry schloss sich in der folgenden Auszeit an.

"Es war dann schon ziemlich hitzig. Ich glaube, das hat uns den nötigen Kick gegeben. Wären sie ruhig geblieben, hätte sie Jeff oder Paul nicht aufgeweckt", bestätigte DeMarre Carroll der Atlanta Journal-Constituion.

Schröder sagte, "Jet" Terry habe schon am Montag mit dem Trash Talk begonnen, als sie sich beim Konzert von Chris Brown über den Weg liefen.

Gipfeltreffen mit den Cavaliers

Der fünfte Sieg in Folge vergrößerte den Vorsprung auf die zweitplatzierten Toronto Raptors. In der Nacht auf Samstag kommen die Cleveland Cavaliers (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) zum Ost-Gipfel nach Atlanta.

"Es wäre natürlich schön, den Heimvorteil für die Playoffs zu holen, aber momentan schauen wir einfach von Spiel zu Spiel. Das hat bisher gut geklappt", sagte Horford.

Mit Schröder in Topform - in vier seiner vergangenen fünf Partien punktete er zweistellig - mausern sich die Hawks allmählich zum Titelkandidaten.

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