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München und Atlanta - Die Atlanta Hawks bauen ihre phänomenale Heimbilanz gegen die Bucks aus. Allerdings zieht sich Dennis Schröder eine Zehenverletzung zu und fährt nicht mit nach Detroit.

Die Atlanta Hawks bangen um Dennis Schröder.

Gegen die Milwaukee Bucks bauten sie beim 101:88 (46:39) mit dem 32. Erfolg im 37. Spiel ihre fantastische Heimbilanz in der NBA aus, verloren aber ihren zweiten Point Guard (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der deutsche Jungstar (4 Punkte) zog sich im zweiten Viertel nach nur knapp sechs Minuten Einsatzzeit bei einem Zug zum Korb eine Zehenverletzung am linken Fuß zu.

Eine genaue Diagnose steht noch aus, allerdings kehrte er im letzten Viertel immerhin auf die Bank zurück. Im Laufe des Tages wird sein Zustand neu bewertet.

Schröder pausiert in Detroit

Der 21-Jährige hätte wohl wieder eingreifen können. Die bereits als Nummer eins der Eastern Conference feststehenden Hawks gehen jedoch kein Risiko ein und nehmen ihn nicht mit zum Auswärtsspiel bei den Detroit Pistons (ab 1.30 Uhr LIVESCORES).

Allerdings ist die Partie in Michigan auch das vierte Spiel in fünf Tagen, insofern wird Schröder wohl nicht der einzige wichtige Spieler sein, der pausiert.

"Trotzdem ist das Schlimmste, was wir jetzt tun können, zu relaxen. Du willst auf keinen Fall deinen Rhythmus verlieren und irgendwelche schlechten Angewohnheiten mit in die Playoffs nehmen", betonte Kyle Korver.

Korvers heiße 65 Sekunden

Gegen Milwaukee war Flügelspieler DeMarre Carroll mit 23 Punkten der auffälligste Spieler in Mike Budenholzers Truppe (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Den entscheidenden Impuls gab jedoch Scharfschütze Korver. Innerhalb von 65 Sekunden versenkte er vier Sprungwürfe in Folge, markierte all seine elf Zähler und baute die Führung im dritten Viertel auf 67:51 aus.

"Ich bin froh, dass ich dabei war und später meinen Kindern davon erzählen kann. So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Carroll mit einem breiten Grinsen.

Maskenfrust abgeschüttelt

Zuletzt hatte Korvers Wurf stark unter der Gesichtsmaske gelitten, die er seit seinem Nasenbeinbruch tragen muss. "Diese Maske hat mich so frustriert. Ich musste einfach sehen, wie einer reinfällt. Dann wusste ich, jetzt geht es los", sagte der All-Star.

Al Horford steuerte für Atlanta 18 Punkte und sieben Rebounds bei. Jeff Teague kehrte nach auskurierten Knöchelproblemen zurück. Beim Abschluss fehlte der Rhythmus (2 von 8 aus dem Feld), aber die neun Assists in 29 Minuten waren ein gutes Zeichen.

"Wir arbeiten daran, dieses Team bis zu den Playoffs weiter zu verbessern, um dann für die entscheidende Phase bereits zu sein", beschrieb Paul Millsap (15 Punkte, 9 Rebounds) die Motivation für die restlichen Spiele.

Schröder als Spieler der Woche nominiert

Schröders Kontrahent Shelvin Mack konnte die unverhoffte Chance im Übrigen nicht nutzen. In 13 Minuten blieb er ohne Punkt.

Schröder wurde derweil für seine starke Woche - im Schnitt verbuchte er 14,5 Zähler und 7,5 Assists - als Spieler der Woche in der Eastern Conference nominiert, musste sich aber Brook Lopez (Brooklyn Nets) beugen.

Die Hawks gewannen in dieser Saison acht von neun Spielen, wenn "The Umlaut" Schröder in der Startformation stand.

Bucks machen Kidd sauer

Die Bucks (36 Siege - 38 Niederlagen) holten sich dagegen innerhalb von zwei Tagen nach der Klatsche gegen Golden State die zweite Pleite gegen einen Conference-Spitzenreiter ab.

"Wir haben nicht hart genug gespielt. Das war heute wieder eine No-Show von uns", meckerte Gästetrainer Jason Kidd.

Dadurch büßten sie zwar etwas Vorsprung ein, liegen aber im Osten relativ komfortabel auf Rang sechs vor den Miami Heat (34:39).

Der junge Grieche Giannis Antetokounmpo (18 Punkte) und Center Zaza Pachulia (17 Zähler, 13 Rebounds) waren noch die besten Spieler. Gegen die Chicago Bulls steht in der Nacht auf Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) ein potenzieller Playoff-Vorgeschmack an.

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