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München und San Antonio - In San Antonio setzt es für die Dallas Mavericks das nächste Auswärtsdebakel. Dirk Nowitzki enttäuscht. Monta Ellis verletzt sich am Knie, Mark Cuban schimpft via Twitter.

Die Achterbahnfahrt der Dallas Mavericks in der NBA geht weiter.

Nach dem souveränen Heimsieg gegen die Spurs setzte es im Rückspiel in San Antonio mit 75:94 (41:54) die nächste herbe Auswärtsklatsche (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dirk Nowitzki ging mit seinem Team unter und schaffte lediglich sieben Punkte sowie fünf Rebounds. Nur dreimal wies er in dieser Saison eine schwächere Punktausbeute auf (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Zu allem Überfluss zog sich Topscorer Monta Ellis (10 Zähler) auch noch eine Wadenverletzung zu, deren Schwere noch nicht bekannt ist.

"Ich habe es nicht gesehen und ihn gefragt, was los ist. Er wusste es nicht - normalerweise kein gutes Zeichen. Wir müssen abwarten, was die Ärzte sagen. Wenn es irgendwie geht, wird er spielen", sagte Nowitzki.

Ellis bekommt Ginobilis Knie ab

Ellis prallte im dritten Viertel unsanft mit Manu Ginobili zusammen, verließ die Arena auf Krücken und gab keine Interviews.

"Er hat einen Schlag mit dem Knie auf die Wade bekommen. Es ist sehr schmerzhaft. Wir müssen schauen, wie es ihm am Samstag geht", erklärte Coach Rick Carlisle.

Zum Zeitpunkt seiner Auswechslung hatten die Mavericks einen Rückstand von 21 Zählern vor der Pause auf vier verkürzt, ohne Ellis verloren sie aber wieder den Anschluss (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Cuban wettert auf Schiedsrichter

Teameigentümer Mark Cuban nahm Ellis' Verletzung zum Anlass, eine angebliche Benachteiligung seines Schlüsselspielers seitens der Schiedsrichter anzuprangern.

Via Twitter wetterte Cuban es sei "kriminell", dass Ellis keine Fouls gepfiffen bekomme. Er werde ständig "geschubst, im Gesicht getroffen und auf den Arm geschlagen." Er rief sogar Fans auf, Videos an die NBA zu schicken.

In den eineinhalb Spielen gegen die Spurs in dieser Woche bekam Ellis ganze vier Freiwürfe zugesprochen. In letzter Zeit hatte sich der früher sehr wilde Besitzer ziemlich zurückgehalten.

Mavericks in der Klemme

Für die Mavericks könnte sich die Verletzung als äußerst schwerwiegend erweisen, falls Ellis eines oder mehrere der letzten neun Spiele verpassen würde.

Die Spurs (46 Siege - 26 Niederlagen) verschafften sich auf Rang sechs der Western Conference einen kleinen Vorsprung auf Dallas (45:28) im Kampf um die Playoff-Tickets.

Die Mavs verloren derweil sechs ihrer vergangenen sieben Auswärtspartien mit durchschnittlich 15 Punkten Differenz und erzielten bei den Pleiten nie mehr als 92 Zähler.

Angefangen mit dem Auftritt bei den Indiana Pacers in der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVESCORES) stehen noch fünf teils schwere Auswärtspartien an.

"Er ist ein Kämpfer und unser bester Scorer, aber wir werden verantwortungsbewusst damit umgehen. Wenn er ausfällt, müssen wir damit klarkommen", betonte Carlisle.

Diaw spielt groß auf

Gegen den Meister lief ohne die Dynamik von "Mississippi Bullet" aber gar nichts mehr zusammen. "Unsere Defense war in Ordnung, aber wir sind viel zu talentiert, um nur 74 Punkte zu machen", sagte Chandler Parsons, der mit einem Dunking über Tim Duncan eines der wenigen Highlights setzte.

Routinier Boris Diaw erzielte für den Meister sieben seiner 19 Punkte während des entscheidenden 19:3-Laufs, der fünf Minuten vor dem Ende im 85:66 gipfelte.

"Mit ihm ist es, als hätten wir einen weiteren Point Guard auf dem Feld. Er spielt sehr gut und kann Angriffe abschließen und Chancen kreieren", lobte Tony Parker seinen Landsmann.

Nur Chandler überzeugt

Neben Diaw überzeugten auch Danny Green (14 Zähler) und Duncan (13 Rebounds). Diesmal ließen sich die abgezockten Spurs nicht vom Comeback der Mavs - wie in Dallas - überraschen.

"Es hat uns geholfen, dass es sie waren. Wir wissen, dass wir in Dallas Fehler gemacht haben. Das war eine bittere Niederlage, die wir heute mit einem guten Spiel korrigieren wollten", sagte Ginobili.

Einzig Center Tyson Chandler (10 Punkte, 14 Rebounds) zeigte beim texanischen Erzrivalen eine annehmbare Leistung. Die einzige Konstante bei Dallas bleibt die Inkonstanz.

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