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München - Dirk Nowitzki übernimmt in der entscheidenden Phase Verantwortung, Chandler Parsons steigt zum Topscorer auf. Triple-Double-Maschine Russell Westbrook verliert die Nerven.

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks scheinen ihre Lehren aus der Klatsche gegen die Cleveland Cavaliers gezogen zu haben und gewinnen zum zweiten Mal in Folge gegen ein Top-Team im Westen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Nach dem Erfolg über die L.A. Clippers setzten sich die Mavs diesmal mit 119:115 gegen die Oklahoma City Thunder und Triple-Double-Maschine Russell Westbrook durch.

Hoher Besuch im American Airlines Center

Nowitzki war mit 22 Punkten drittbester Scorer des Abends, zusätzlich brachte er es auf vier Rebounds und zwei Assists.

Vor dem Spiel hatte der Würzburger sogar noch Zeit, Musiker-Legende Carlos Santana zu begrüßen.

Lange sah es nach einem Sieg der Gäste aus Oklahoma City, die ohne Kevin Durant und Serge Ibaka antraten, aus, denn mit drei gespielten Minuten im dritten Viertel lagen die Mavs noch mit 15 Punkten (58:73) in Rückstand.

13 Punkte von Nowitzki und ein wichtiger Dreier von Chandler Parsons sorgten vor dem Schlussabschnitt aber noch für den 92:92-Ausgleich und eine spannende Partie im letzten Viertel.

Parsons als Topscorer

Parsons, mit 31 Punkten Topscorer der Mavs, war es auch, der Westbrook mit seinem sechsten Foul und 59 Sekunden verbleibender Spielzeit (112:108 für Dallas) auf die Bank beförderte.

Der MVP des All-Star Games rannte Parsons bei einem Einwurf-Play über den Haufen, nachdem er kurz zuvor gegen Rajon Rondo (11 Punkte, 13 Assists) ein Offensivfoul begangen hatte (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

"Mentale Aussetzter", erklärte Westbrook die Schlussphase der Thunder kurz und knapp.

Genie und Wahnsinn nah beieinander

Westbrook beendete die Partie zwar mit 24 Punkten, zwölf Assists und acht Rebounds als bester Spieler der Thunder, verlor aber in der entscheidenden Phase des Spiels mal wieder die Nerven. Insgesamt leistete er sich sieben Turnover.

"Er trägt viel Verantwortung, jetzt wo er ohne Kevin Durant und Serge Ibaka spielen muss", so Parsons: "Wir wollten ihn hart ran nehmen, damit er seinen Willen ein wenig verliert."

Dallas gab das Rebound-Duell gegen OKC zwar mit 37:59 haushoch ab, zeigte dafür aber ein deutlich besseres Teamplay (27 zu 19 Assists) und war sehr treffsicher aus der Distanz (10 von 25, 40 Prozent).

Dallas' Head Coach Rick Carlisle hob vor allem Rondo hervor, der sich die Kritik der letzten Wochen offenbar zu Herzen genommen hat.

"Wir verbingen viel Zeit zusammen und arbeiten hart", so der Meistertrainer der Saison 2010/11: "Rajon will der Quarterback dieses Teams sein, das ist super. Wir sind auf einem guten Weg."

Integration Rondos wird besser

Auch Nowitzki zeigte sich von der Entwicklung Rondos zufrieden: "Es hat ein bisschen gedauert, aber mittlerweile leitet er die Show ganz gut."

Rondo selbst sprach sogar schon von blindem Verständnis.

Durch den 43. Saisonsieg und die extrem enge Tabellenkonstellation im Westen sprangen die Mavericks auf Rang fünf der Western Conference, Oklahoma City liegt weiterhin auch Platz acht.

"Gerade ist richtig was los in der Liga, es bewegt sich viel", kommentierte Thunder-Coach Scott Brooks den Sprung der Mavs: "Meine Mannschaft ist ein Team harter Arbeiter, wir finden wieder in die Spur. Haben wir bisher immer, und wir werden damit jetzt nicht aufhören."

Nagelprobe Grizzlies

Dallas hat noch zwei Heimspiele, bevor es wieder in eine fremde Halle geht. Zunächst wartet mit Orlando eine Pflichtaufgabe, anschließend müssen Nowitzki und Co. gegen den harten Brocken Memphis Grizzlies ran.

Die Thunder dürfen nun viermal in Folge in der heimischen Chesapeake Arena antreten. Los geht es mit den Boston Celtics, im Anschluss kommt es zum Duell mit Dennis Schröder und den Atlanta Hawks.

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