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München und Dallas - Dirk Nowitzki legt 25 Punkte hin und findet seine Form und klettert auf der Dreierliste. Trotzdem verspielt Dallas gegen Orlando fast einen gewaltigen Vorsprung.

Dirk Nowitzki hat seinen Durchhänger nach dem All-Star Game endgültig hinter sich gebracht.

Mit starken 25 Punkten führte der Finals-MVP von 2011 die Dallas Mavericks zum 107:102 (65:48)-Pflichtsieg über die Orlando Magic (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dabei traf Nowitzki neun seiner 15 Würfe (5 von 6 Dreier) und steuerte noch acht Rebounds bei. Erst zum sechsten Mal in dieser Saison gelangen ihm zwei Spiele mit mindestens 20 Zählern in Folge.

"Ab dem zweiten Viertel kam ich in einen guten Rhythmus. Die Jungs haben mir offene Würfe verschafft", beschrieb Nowitzki seine Steigerung.

Bei Nowitzki kommt das Händchen zurück

Angesichts von 16 Treffern bei 27 Dreier-Versuchen in den vergangenen sechs Partien konnte Coach Rick Carlisle auch verschmerzen, dass er seinen Superstar am Ende wegen seiner Defensivprobleme gegen Maurice Harkless rausnehmen musste (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Tatsächlich findet Nowitzki wieder sein Händchen - nicht ganz zufällig ist Mentor und Wurfdoktor Holger Geschwindner seit ein paar Tagen in Dallas.

Mit nun 1561 Dreiern verbesserte sich der MVP auf Rang 17 der ewigen NBA-Bestenliste vorbei an Glen Rice und Mike Miller (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Großen Vorsprung fast verspielt

Beinahe wäre das aber der einzige Grund zum Feiern für die Mavericks geworden.

Nach einer vor allem offensiv brillanten ersten Hälfte und einem 70:48-Vorsprung im dritten Viertel machten sich die Mavericks das Leben am Ende noch einmal sehr schwer.

Exemplarisch dafür stand wieder einmal Rajon Rondo, der mit neun Punkten, elf Assists und acht Ballverlusten fast ein Triple-Double der schlechten Sorte hinlegte.

"Es waren heute einige Dinge sehr fragwürdig bei uns - nicht nur bei ihm. Ich weiß, er hatte einige Ballverluste. Wir haben viele erfahrene Spieler, die es besser wissen müssten", analysierte Carlisle.

Payton mit Triple-Double

Insgesamt 20 Turnover brachten die im Osten weit abgeschlagenen Magic wieder ins Spiel. Mit Läufen von 9:3 und 16:8 kamen die Gäste eine Minute vor Schluss durch Elfrid Payton auf 100:101 heran, wenig später vergab der starke Rookie (15 Zähler, 10 Rebounds, 12 Assists), der sein erstes Triple-Double in der NBA schaffte, sogar die Führung.

Victor Oladipo (19 Punkte) verpasste vier Sekunden vor dem Ende per Dreier die Chance auf die Verlängerung, und die Mavs brachten den siebten Sieg in Folge über Orlando nach Hause.

"Wir haben ein spaßiges zu einem richtig harten Spiel gemacht. Ich habe in solchen Spielen schon oft Niederlagen erlebt, zumindest haben wir es noch gewonnen", atmete Nowitzki auf.

Mavericks bleiben Fünfter

Monta Ellis sammelte 21 Punkte. Dallas (44 Siege - 25 Niederlagen) blieb in der Western Conference somit weiter gleichauf mit den ebenfalls siegreichen L.A. Clippers Fünfter.

In der Nacht auf Samstag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) wartet der nächste Härtetest, dann kommen die zweitplatzierten Memphis Grizzlies nach Texas.

"Mit einer solchen Führung darf das nie so knapp werden. Wir müssen lernen, mit dem Fuß auf dem Gas zu bleiben. Gegen andere Teams rächt sich das", warnte Chandler Parsons.

Kader wieder komplett

Immerhin entspannt sich rechtzeitig für den harten Endspurt die personelle Situation. Erst zum zweiten Mal seit der Verpflichtung von Amar'e Stoudemire stand der komplette Kader zur Verfügung.

Al-Farouq Aminu kehrte nach auskurierten Schulterproblemen zurück, auch J.J. Barea und Devin Harris spielten trotz Krankheiten zu Wochenbeginn.

"Das Negative überwiegt heute die positiven Sachen, aber wir müssen abhaken. Wir müssen besser spielen. Trotzdem zählt nur der Sieg", sagte Carlisle. Style Points interessieren im Playoff-Rennen nicht.

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