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Dallas wirft in Denver eine riesige Führung weg und liefert sich mit den Nuggets einen Schlagabtausch über zwei Verlängerungen. Ein unerwarteter Held vermiest Gallinari seine Gala.

Danilo Gallinari legte seinen Karriere-Bestwert auf, ein bärenstarker Dirk Nowitzki hielt wacklige Mavs trotzdem im Rennen - und am Ende schwang sich ein fast schon Vergessener zum Helden auf.

Ausgerechnet Raymond Felton wurde beim 144:143 (121:121; 72:52)-Krimisieg der Dallas Mavericks bei den Denver Nuggets nach zweifacher Verlängerung zum Matchwinner (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Felton glänzt in der Crunchtime

Der Ersatz-Aufbau - nur in der Starting Five, weil Rajon Rondo geschont wurde - sorgte 1,5 Sekunden vor Ende der zweiten Overtime erst mit einem Korbleger für die Führung, und blockte dann auch noch den möglichen Gamewinner der Nuggets durch Kenneth Faried.

Dass der Ex-Nugget nach einer bislang völlig verkorksten Saison noch einmal so groß auftrumpfen würde, hätten wohl die wenigsten erwartet. 

Sperre, Verletzung - Matchwinner

Erst legte Felton eine Knöchelverletzung lahm, dann musste er seine Sperre wegen unerlaubten Waffenbesitzes absitzen. Ganze 26 Spiele hat der Aufbauspieler mit hang zum Übergewicht diese Saison für die Mavs absolviert, kam dabei nur 7,9 Minuten im Schnitt zum Einsatz.

Disziplinfanatiker Rick Carlisle und der schwierige Fall Felton - das schien nicht unbedingt zu passen. In den ersten vier Partien im April spielte der Point Guard vier Minuten - insgesamt. Gegen Denver bekam er seine Chance - und er nutzte sie.

"Der Junge hat ein unglaubliches Jahr voller Herausforderungen hinter sich", freute sich Carlisle nach Feltons Glanztat gegen Denver: "Unser ganzes Team könnten nicht glücklicher für ihn sein."

In 30 Minuten lieferte Felton mit 14 Punkten, fünf Assists und vier Rebounds mit Abstand seine beste Leistung in dieser Saison aufs Parkett (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Gala von Gallinari - Nowitzki hält dagegen

Dass Felton im irren Krimi überhaupt zum Matchwinner werden musste, hatten sich die Mavs einmal mehr selbst eingebrockt.

Auf dem Weg zum 48. Saisonsieg warf Dallas eine 23-Punkte Führung weg und hatte zum Ende der regulären Spielzeit noch Glück, dass Faried seinen ersten möglicher Gamewinner nicht traf. Die 287 Punkte waren übrigens die meisten in einem NBA-Spiel seit März 2012.

Elementaren Anteil daran hatte Nuggets-Star Gallinari, der mit 47 Punkten seine Karriere-Bestleistung aufstellte. Point Guard Ty Lawson legte mit 19 Punkten und 18 Assists ein mächtiges Double-Double auf.

Bei den Mavs hielt Nowitzki mit starken 25 Punkten, neun Rebounds, vier Assists und drei Blocks dagegen (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Richard Jefferson, der erneut für den verletzten Chandler Parsons (Knie) startete, steuerte 24 Punkte bei und rettete Dallas mit seinem Korbleger in die zweite Verlängerung.

Carlisle lobt

Dort war dann endgültig die Zeit von Felton gekommen. Mavs-Coach Carlisle nahm fast alle Starter aus dem Spiel, um Kräfte zu schonen, und vertraute voll auf die Bank - mit Erfolg.

Auch wenn Dallas bereits als Siebter in der Western Conference feststeht, nimmt der Trainer aus dem Sieg wichtige Erkenntnisse mit.

"Das war das interessanteste unbedeutende Spiel, das ich je gesehen habe", sagte Carlisle: "Aber eigentlich war es nicht unbedeutend. Da draußen sind heute einige gute Dinge passiert."

Felton darf sich angesprochen fühlen - und hat sich in jedem Fall für die nächste Chance beworben.

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