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München - Nach einer Negativserie melden sich die Dallas Mavericks mit einem Offensivspektakel zurück. Auch die Sorgenkinder beweisen Playoff-Reife. Dirk Nowitzki schreibt erneut Geschichte.

Rick Carlisle hat als Spieler und Coach schon 30 NBA-Jahre auf dem Buckel. Es gibt aber noch Momente, die ihn zum Ausflippen bringen.

Die Schlussphase in Oklahoma City gehörte dazu. Carlisle sah, wie sich seine Dallas Mavericks mit den Thunder ein spektakuläres Festival lieferten.

Die 100-Punkte-Marke hatten beide Teams schon im dritten Viertel geknackt. In den letzten 13 Sekunden ging es dann richtig rund. Mavs-Forward Chandler Parsons versenkte einen komplizierten Jumper. Auf der Gegenseite nahm Superstar Russell Westbrook zwei wilde Dreier-Versuche - und vergab (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Carlisle gerät ins Schwärmen

So kamen die Mavericks um Dirk Nowitzki zu einem 135:131 (66:63)-Erfolg, der Carlisle zum Schwärmen brachte.

"Das war ein großartiges Spiel", sagte der Coach. "Wenn sich zwei Mannschaften gegenüber stehen, die unbedingt gewinnen wollen, dann passieren spezielle Dinge. Die Würfe waren atemberaubend. Wir haben überlebt."

Es war auch ein Erfolg gegen die Skeptiker. Nach zuvor vier Pleiten aus fünf Spielen war sogar der sicher geglaubte Playoff-Platz in Gefahr.

Warriors aus dem Weg gehen

Die Mavericks drohten zumindest auf Rang acht abzurutschen, was Playoff-Duelle mit den Golden State Warriors zur Folge gehabt hätte.

Dem Topteam aus dem Westen geht Dallas nun wahrscheinlich aus dem Weg. Die Texaner haben den direkten Vergleich mit den Thunder gewonnen, brauchen nun noch maximal drei Siege, um Platz sieben abzusichern.

Wenn sie solche Offensiv-Leistungen wie in Oklahoma City per Knopfdruck abrufen, dann dürfen die Playoffs für Dallas bald beginnen.

Denn gegen den Verfolger trumpften besonders die Sorgenkinder auf. Drei Spieler aus dem Mavs-Kader hatten zuletzt ihre Probleme: Rajon Rando fremdelte nach seinem Trade von den Boston Celtics. Amar'e Stoudemire blieb vieles schuldig. Und zu allem Überfluss zwickte bei Monta Ellis die Wade.

Stoudemire mit Bestleistung

Darüber sprach nach der hochklassigen Partie vom Mittwoch keiner mehr: Rondo kam mit jeweils zehn Punkten und Assists zu einem Double-Double. Stoudemire sammelte 18 Zähler und stellte damit einen persönlichen Rekord im Mavs-Trikot auf (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Bei Ellis war nichts von einer Verletzung zu spüren: Mit 26 Punkten war er Topscorer bei den Mavericks.

Im Schlussviertel übernahm dann Chandler Parsons. Er erzielte in den letzten fünf Minuten 13 Punkte - inklusive des siegbringenden Jumpers.

"Wir alle wussten, wie wichtig dieses Spiel war. Wir brauchten diesen Sieg auf jeden Fall", sagte Parsons.

Nowitzki durchbricht Schallmauer

Zu diesem steuerte auch Nowitzki 18 Punkte bei. Der deutsche Nationalspieler erlebte bei den Thunder einen besonderen Moment. Nowitzki gelang zwischenzeitlich sein Karriere-Punkt 28.000. Er ist erst der siebte NBA-Spieler, der diese Schallmauer durchbrach.

Nun will Nowitzki weiter an der Erfolgsgeschichte seiner Franchise schreiben. Das Playoff-Ticket kann Dallas nächste Woche buchen, potenzielle Gegner wären dann die Memphis Grizzlies oder die Houston Rockets.

Deshalb könnte das Duell in der Nacht zu Freitag schon ein kleiner Testlauf sein. Dann geht es gegen die Rockets mit Superstar James Harden (ab 02.30 Uhr in den LIVESCORES).  

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