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München und Dallas - Dallas macht Rang 7 im Westen perfekt und raubt Phoenix die letzte Chance auf die K.o.-Runde. Dirk Nowitzki versenkt die entscheidenden Würfe. Chandler ist im Rebound-Rausch.

Dirk Nowitzki schaltet langsam in den Playoff-Modus.

Der deutsche Superstar brachte die Dallas Mavericks beim 107:104 (59:63)-Erfolg gegen die Phoenix Suns mit 19 Punkten auf die Siegerstraße und machte per Dreier am Ende auch den Sack zu (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich kenne ja diese Situation seit vielen Jahren. Ich habe mich einfach gut positioniert und ohne Nachzudenken abgedrückt. Das Spiel hat uns aber die Verteidigung in der zweiten Hälfte gewonnen", bilanzierte Nowitzki.

Nowitzki findet Crunch-Time-Händchen

In der durchweg engen Partie sorgte der MVP von 2007 zunächst drei Minuten vor Schluss für die knappe Führung, ehe er mit 22 Sekunden auf der Uhr zum 106:102 die ohnehin nur noch theoretischen Hoffnungen der Suns auf die Playoffs begrub (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

"Ich hatte vorher zwei gute Chancen, deshalb war ich in diesem Angriff auch nicht die erste Option (lacht). Monta ist einfach sehr gut zum Korb gegangen und hat meinen Gegenspieler mitgezogen", sagte Nowitzki.

Für die Mavericks ist es in Richtung Playoffs auf jeden Fall ein gutes Zeichen, wenn der 36-Jährige sein fast schon sprichwörtliches Händchen für die Crunch Time wiederfindet.

Chandler will die 50 Siege

Die Mavericks (47 Siege - 31 Niederlagen) werden damit in jedem Fall als Siebter der Western Conference in die K.o.-Runde der NBA einziehen, könnten aber noch ihre erste Saison mit 50 Siegen seit dem Titelgewinn 2011 abliefern.

"Das sollte unser Ziel sein. Die Franchise hat das über die Jahre oft geschafft. Es wäre schön, diese Tradition fortzusetzen", sagte Tyson Chandler.

Der Center steuerte zwölf Zähler und herausragende 23 Rebounds zu dem Heimerfolg bei - nur zwei an seinem Saisonrekord vorbei (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

"Tyson war ein Monster an den Brettern. Er war großartig und hatte überall seine Finger im Spiel", lobte Nowitzki.

Parsons erneut nicht dabei

Topscorer Monta Ellis markierte 20 Punkte. Chandler Parsons verpasste dagegen seine zweite Partie in Folge wegen anhaltender Knieprobleme - die Playoffs sind aber nicht in Gefahr.

Die möglichen Erstrundengegner Memphis, San Antonio oder Houston treiben Teameigner Mark Cuban ohnehin keine Schweißperlen auf die Stirn.

"Abgesehen von Golden State hat sich niemand wirklich vom Rest des Feldes abgesetzt. Es gibt also kein Team, bei dem ich sagen würde: 'Oh mein Gott!'", sagt Cuban.

Verteidigung bleibt Schwachstelle

Die zweite Hälfte machte zwar Mut, aber 63 Punkte vor der Halbzeit an ein Suns-Team abzugeben, das zuletzt gerade einmal 69 in einem kompletten Spiel gegen Atlanta sammelte, ist nicht optimal.

Coach Rick Carlisle versucht zudem, eine funktionierende Rotation für die K.o.-Runde zu basteln. Parsons' Fehlen ist da nicht gerade förderlich.

"Die zweite Hälfte war ein Fortschritt, die erste Hälfte ein Rückschritt", sagte Carlisle, der seinen Ruf als gewiefter Playoff-Taktiker wieder unter Beweis stellen muss.

Suns wieder nur Zuschauer

Die Gäste aus Arizona müssen dagegen wieder vor dem Fernseher zuschauen. Sie verpassen auch im fünften Jahr in Folge die Playoffs. Vorher hatten sie in 19 von 22 Jahren den Sprung geschafft.

Den Suns half da auch der starke Auftritt von Bankspieler Gerald Green (30 Zähler) wenig. "Das ist natürlich eine Enttäuschung. Wir halten aber den Kopf oben und versuchen, für die nächste Saison etwas mitzunehmen", sagte Green.

Das junge Team müsse nach Ansicht von Coach Jeff Hornacek noch "das Gewinnen lernen" - diesbezüglich lieferte Nowitzki Anschauungsunterricht.

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