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München und Atlanta - Die Atlanta Hawks tun sich gegen die Brooklyn Nets zum Start in die NBA-Payoffs sehr schwer, setzen sich aber durch. Dennis Schröder überzeugt. Ein Starter verletzt sich.

Dennis Schröder hat in den Playoffs an die starken Leistungen seiner zweiten NBA-Saison angeknüpft.

Zum 99:92 (55:45)-Auftakterfolg seiner Atlanta Hawks über die Brooklyn Nets steuerte der deutsche Nationalspieler starke 13 Punkte und zwei Assists bei (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit 24 Minuten bekam Schröder von Coach Mike Budenholzer die meiste Einsatzzeit aller Reservisten. In der vergangenen Spielzeit hat er beim Erstrundenaus gegen Indiana in der kompletten Serie nur sieben Minuten gespielt.

"Es war im letzten Jahr schon hart, zuschauen zu müssen. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, in den Playoffs zu spielen", sagte Schröder.

Schröder und Hawks kämpfen mit Nervosität

Die vier Ballverluste können guten Gewisses als mangelnde Erfahrung verbucht werden. Anzeichen davon waren aber beim gesamten Team der Hawks zu sehen.

Die Favoritenlast der Nummer eins in der Eastern Conference drückte doch ganz schön schwer auf die an Playoff-Erfolgen relativ armen Schultern.

"Es sind die Playoffs. Da erwartest du keine Kantersiege. Jeder hängt sich bis zum Schluss rein und kämpft", betonte Paul Millsap.

Budenholzers Anpfiff zeigt Wirkung

Der Forward wirkte nach seinen Schulterproblemen in der Endphase der regulären Saison noch ziemlich gehandicapt und traf nur zwei seiner elf Würfe. Dreierspezialist Kyle Korver (21 Punkte) war bester Schütze.

Trotz eines starken ersten Viertels (32:20) bekam Atlanta nie Ruhe in seine Aktionen (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Nach einem 9:2-Start der Nets in die zweite Hälfte nahm der sichtlich geladene Budenholzer beim Stand von 57:54 eine Auszeit, um seinen Spielern energisch ins Gewissen zu reden.

"Das war ein entscheidender Moment. Die Körpersprache hat mir nicht gefallen. Es war wichtig, die Konzentration der Jungs wieder aufzubauen", sagte Budenholzer.

Korver bleibt cool

Auf Korver war jedoch Verlass. Drei Minuten vor Schluss versenkte er einen Dreier zum 91:83, Jeff Teague (17 Zähler) nahm den kämpferischen Gästen mit dem Treffer zum 95:89 die letzten Hoffnungen. Budenholzer lobte die "Aggresivität" bei dem entscheidenden Treffer.

"In den wichtigen Situationen haben wir als Einheit richtig gut verteidigt und sie nicht in Führung gehen lassen. Das ist schon über die gesamte Saison unsere Stärke", sagte DeMarre Carroll (17 Punkte).

Zum 30. Mal gingen die Hawks 2014/15 zu Hause mit einer Führung ins letzte Viertel, immer gewannen sie am Ende auch.

Bangen um Horford

Das 1:0 in der Best-of-Seven-Serie war aber unter Umständen teuer erkauft. Denn Center Al Horford kugelte sich den kleinen Finger der rechten Hand aus und konnte nur stark getaped zu Ende spielen.

Die Röntgenaufnahme brachte zwar keinen Befund, aber Horford traf nach seiner Rückkehr nur einen von sechs Versuchen aus dem Feld.

"Es hat mich schon behindert und war sehr unangenehm an der Wurfhand. Wir müssen abwarten", wagte der All-Star keine Prognose.

Brooklyn durchaus zuversichtlich

Spiel 2 steigt in der Nacht auf Donnerstag erneut in Atlanta (ab 1 Uhr LIVESCORES). Die Nets zogen aber nach teils richtigen Klatschen während der Saison ein positives Fazit.

"Wir haben uns eine Chance gegeben, mehr kannst du nicht verlangen. Wir müssen uns am Ende nur belohnen. Wir haben aber gezeigt, dass es eine richtig harte Serie wird", sagte Joe Johnson

Der bei jeder Ballberührung ausgebuhte Ex-Hawk und Brook Lopez markierten jeweils 17 Punkte. Der Center griff sich zusätzlich 14 Rebounds.

Trotz mieser Dreierquote (5 von 20) deutete das teure und im Saisonverlauf meist enttäuschende Team sein Potenzial an und scheint rechtzeitig für die Playoffs, den Schalter umlegen zu können.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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