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Dallas und München - Aufholjagd gescheitert! Dirk Nowitzki erwischt in Spiel fünf gegen die Rockets einen schwarzen Tag und streicht mit den Mavericks einmal mehr früh in den Playoffs die Segel.

Es war ein Spiegelbild einer bemühten, aber verkorksten Serie der Dallas Mavericks.

Mit sieben Punkten Rückstand ging das Team von Dirk Nowitzki im Toyota Center der Houston Rockets ins Schlussviertel von Spiel fünf - und das Team von Rick Carlisle hatte sich für die letzten zwölf Minuten offensichtlich  was vorgenommen.

Fünf der ersten sechs Angriffe von James Harden & Co.  konnten die Mavs erfolgreich verteidigen. Der Haken: Aus den fünf Ballgewinnen resultierten magere zwei Pünktchen für den Champion von 2011. Am Ende verlor Dallas die Partie mit 94:103 und damit die Serie mit 1:4. Die kleine Aufholjagd in Spiel fünf und die große in der Serie sind gescheitert.

Nowitzki: Entscheidendes Quäntchen fehlte

"Immer wenn wir mal dran waren, fehlte das entscheidende Quäntchen, um ein echtes Spiel draus zu machen", beschrieb Nowitzki das Dilemma.

Die Phase stand sinnbildlich für einen defensiv weitestgehend stabilen, aber offensiv unglücklichen Auftritt der Mavs, bei denen J.J. Barea und Al-Farouq Aminu erneut in der Starting Five standen. Nur 38 Prozent der Würfe aus dem Feld saßen, aus der Distanz waren es gerade einmal 19 Prozent.

Playoffbaum
© SPORT1

Nowitzki mit mauer Leistung

Seinen Anteil daran hatte auch Nowitzki, der wohl seine schwächste Playoff-Leistung seit Spiel drei in den Finals 2011 hinlegte: Zwar war der Würzburger mit 22 Punkten zweitbester Scorer der Mavericks, aber 8 von 23 getroffene Würfe aus dem Feld und eine Trefferquote von null Prozent aus der Distanz waren nicht Postseason-würdig. Nowitzkis sechs vergebene Dreier stellen einen persönlichen Negativrekord in Playoff-Spielen dar.

Dass mit Monta Ellis der beste Werfer der Mavs (25 Punkte) in den letzten Minuten wegen einer Blessur am Knie nur zuschauen konnte, erschwerte die Aufgabe, einen formschwachen Nowitzki abzufedern, zusätzlich.

Chandler: "Selbst in ein Loch vergraben"

Am Ende stand die bittere Erkenntnis, dass diese Mavericks nicht das Team sind, das als erstes in der NBA-Historie in einer Best-of-Seven-Serie nach einem 0:3 noch einmal zurückkommt.

Big Man Tyson Chandler (11 Punkte, 6 Rebounds) sah in diesem missglückten Start auch den Grundstein für das sang- und klanglose Aus:  "Mit dem 0:3 haben wir uns selbst in ein Loch vergraben. Von da an war es ein Kampf mit Gegenwind."

"Es ist schade, die Jungs, die auf dem Feld standen, haben gekämpft. Aber wir hatten es eben mit einem sehr guten Gegner zu tun", resümierte Nowitzki.

Dallas nur als Zwischenstation

Allen voran James Harden (28 Punkte) und Dwight Howard (18 Punkte, 19 Rebounds, 4 Blocks) überzeugten bei den Rockets. Josh Smith steuerte von der Bank 20 Punkte bei.

Für Houston soll die erste erfolgreiche Playoff-Serie seit 2009 noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. "Das ist nur der Anfang. Wir haben größere Ziele", sagte Harden, der mit seinen Rockets in der zweiten Runde entweder auf Meister San Antonio oder die Los Angeles Clippers treffen wird.

Die Lone-Star-Serie als bloße Zwischenstation, die Mavs als Nebendarsteller. Eine größere Rolle war für Dirk Nowitzki & Co. einmal mehr in dieser Saison nicht drin.

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