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© SPORT1/Getty Images

München - Dallas' Ausscheiden in den Playoffs gegen die Houston Rockets ist auf einen verfehlten Transfer zurückzuführen und lässt sich an einer Personalie begründen. SPORT1-Meinung:

Die Saison ist für die Dallas Mavericks nach der Niederlage bei den Houston Rockets vorbei - mal wieder nach der ersten Runde der NBA-Playoffs. Seit der Meisterschaft 2011 sind Dirk Nowitzki und sein Team nicht mehr über diese Stufe hinausgekommen.

Zum einen ist das auf die hohe Wettbewerbsdichte im Westen zurückzuführen, zum anderen aber - und hier müssen sich die Mavs an die eigene Nase fassen - auf die teils verunglückte Personalpolitik.

2012 und 2013 konnten die Abgänge von Tyson Chandler und Jason Kidd nicht kompensiert werden. In dieser Saison trägt das Aus den Namen eines Neuzugangs: Rajon Rondo.

Mit dem Transfer des 29-jährigen Spielmachers setzten die Mavericks vieles (inklusive ihrer Zukunft in Form von zwei Draft-Picks) unnötig auf eine Karte - und verloren.

Rondo war zu keiner Zeit die Verstärkung, die sich insbesondere Klubbesitzer Mark Cuban auf der Aufbauposition erhofft hatten. Der schwache Scorer, der seine Stärken vor allem in der Defensive und im langsamen Aufbauspiel hat, passte nicht in das schnelle Offensivkonzept von Trainer Rick Carlisle.

Auch die Statistik belegt das ganz klar:  Mit Rondo hatten die Mavs schon in der regulären Saison eine signifikant schlechtere Siegquote (56,5 Prozent zu 66,7 Prozent). Sie erzielten weniger Punkte, wenn er auf dem Platz stand (101,7 Punkte pro 100 Ballbesitze) als wenn er auf der Bank saß (106,4 Punkte). Und seine Plus-Minus-Bilanz war mit Abstand die schlechteste der ganzen Mannschaft (-40).

Kurz: Rondo und die Mavericks, das passte nicht!

Nun wird der Kader wieder umfassend erneuert. Dallas steht unter Zugzwang, denn die Mannschaft ist verhältnismäßig alt. Dirk Nowitzki, der mit 36 Jahren wieder eine beachtenswerte Saison hinlegte, ist nach wie vor der Franchise Player, kann es aber nicht mehr lange bleiben.

In den letzten Jahren schafften es die Mavericks nicht, freie Superstars wie Dwight Howard oder Carmelo Anthony nach Dallas zu lotsen. Immerhin entpuppte sich die Verpflichtung 2013 von Monta Ellis als Glücksgriff. Er trägt zusammen mit Nowitzki die Offensive, wird aber bald auch schon 30.

Viele setzen in diesem Sommer auf LaMarcus Aldridge. Der Power Forward hat das Zeug zum Nachfolger von Nowitzki, muss aber erst einmal kommen und ist zudem auch nicht mehr der Jüngste.

Rondo ist auf jeden Fall weg - und das ist (auch für den Teamgeist) gut so! Er wurde schon in den Playoffs degradiert, eine vermeintliche Verletzung diente als Alibi dafür.

Soll es in der nächsten Saison wieder für ein Weiterkommen in den Playoffs reichen, brauchen die Mavericks in Sachen Transferpolitik ein besseres Gespür.

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