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München - Meister San Antonio meldet sich mit einem schwer erkämpften Sieg bei den L.A. Clippers nach Verlängerung in den Playoffs zurück. Tim Duncan macht brillant Überstunden.

Der Meister hat sich zurückgemeldet.

Die San Antonio Spurs glichen mit einem harterkämpften 111:107 (94:94, 52:47) nach Verlängerung die Best-of-Seven-Serie gegen die Los Angeles Clippers zum 1:1 aus (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

In allen anderen Playoff-Duellen der NBA steht es übrigens 2:0. In dem hochklassigen Thriller untermauerten die Spurs einmal mehr ihre fast schon sprichwörtliche Abgezocktheit. Sie sind das einzige Team der Liga-Geschichte, das mit drei Finals-MVP in der K.o.-Runde spielt.

"Zu sehen, wie das Team heute gespielt hat, war sehr wichtig. Hoffentlich können wir mit dem selben Feuer und der selben Energie jetzt weitermachen", sagte Manu Ginobili.

Starker Griffin patzt in der Endphase

Vor allem Routinier Tim Duncan zeigte mit 28 Punkten und elf Rebounds seine Klasse und bot den dynamischen Big Men der Gastgeber über 44 Minuten beeindruckend Paroli.

"Er war spektakulär. Er verblüfft mich immer wieder. Er wusste, er muss so lange auf dem Court bleiben und hat trotzdem einen Weg gefunden, aggressiv zu bleiben. Das ist beeindruckend", lobte Coach Gregg Popovich.

Dabei hatten die Spurs in den letzten sieben Minuten des vierten Abschnitts noch ein komfortables 87:77 verspielt. Hätte sich der überragende Blake Griffin (29 Zähler, 12 Rebounds, 11 Assists) nicht elf Sekunden vor dem Ende einen Ballverlust erlaubt, San Antonio wäre wohl mit einer 0:2-Hypothek nach Texas heimgekehrt.

Griffin legte das erste Triple-Double der Clippers in den Playoffs seit 1976 (Randy Smith) hin, verfehlte aber nach Fehlwurf von Chris Paul den Tip-In zum Sieg. "Das Spiel geht auf mich, ich muss besser auf den Ball aufpassen", sagte Griffin.

Mills stellt Parker in den Schatten

In der Verlängerung waren die Spurs dann cooler. Duncan sorgte mit zwei Treffern für die Führung. Für "The Big Fundamental" war es das 159. Double-Double seiner Playoff-Karriere, zudem überschritt er die Marke von 5000 Punkten in der Postseason.

Patty Mills und Kawhi Leonard (23 Zähler, 9 Rebounds) führten kurz darauf mit dem 107:101 die Vorentscheidung herbei.

Überhaupt Mills: Der Australier (18 Punkte) ersetzte in der Endphase den völlig ineffizienten und auch noch an der Achillessehne verletzten Spielmacher Tony Parker (ein Punkt) und machte von der Freiwurflinie nervenstark den Sack zu, nachdem er die Spurs von der Linie schon in die Overtime geworfen hatte (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Meilenstein für Popovich

So sicherte Mills seinem Coach Popovich auch den 150. Playoff-Sieg seiner Trainerkarriere. Nur Phil Jackson (229) und Pat Riley (171) haben in der K.o.-Runde mehr Erfolge eingefahren.

Damit schnappte sich San Antonio auch den erhofften Heimvorteil und kann in Spiel 3 vor heimischer Kulisse (Sa., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) nachlegen.

"Das wird noch eine verdammt heiße Serie", sagte Clippers-Coach Doc Rivers.

Memphis schafft historische Führung

Die Memphis Grizzlies führen zum ersten Mal in ihrer Teamgeschichte in einer Playoff-Serie mit 2:0.

Sie gewannen auch die zweite Erstrundenpartie gegen die Portland Trail Blazers. Diesmal zeigten sie beim klaren 97:82 (50:39) wieder ihre ganze Defensiv-Dominanz.

Abgesehen von den beiden All-Stars LaMarcus Aldridge (24 Punkte, 14 Rebounds) und Damian Lillard (18 Zähler) kam kein Blazer auf mehr als elf Punkte.

Kaman fehlt verletzt

Das Duo musste für seine Ausbeute aber auch hart arbeiten und traf nur zwölf von 36 Würfen. Nationalspieler Chris Kaman fehlte wegen einer Knöchelblessur.

"Wir wussten, dass sie uns das Leben schwer machen würden. Wir müssen jetzt zu Hause, etwas entgegensetzen", forderte Lillard, der in der Serie bisher nur einen von elf Dreiern versenkte.

Portland unter Druck

Spiel 3 steigt in der Nacht auf Sonntag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) in Oregon. Dann stehen die Trail Blazers schon fast mit dem Rücken zur Wand.

Diesmal waren bei Memphis im Angriff aber nicht die großen Spieler die auffälligsten. Die Guards Mike Conley und Courtney Lee ragten mit je 18 Zählern heraus.

"Alles, was wir bisher getan haben, ist den Heimvorteil zu verteidigen. Wir wollten sie unter keinen Umständen hierher kommen lassen, und uns das klauen lassen", sagte Lee.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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