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München - Die Mission Titelverteidigung beginnt für die Spurs mit einem klassischen Fehlstart. Von den Clippers werden sie zerlegt. Paul dominiert Parker. Memphis schlägt Portland.

Die Los Angeles Clippers haben für die erste kleine Überraschung der NBA-Playoffs gesorgt.

Beim 107:92 (49:43) über Meister San Antonio Spurs beeindruckten vor allem Höhe und Souveränität des Erfolges (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Die Spurs erholten sich nie vollständig vom schwachen ersten Viertel (18:30) und stehen mit Blick auf Spiel 2, das am Donnerstag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) erneut in L.A. stattfindet, schon unter Druck.

"Trotzdem sind sie immer noch die Champions, das bleiben sie auch. Wir haben viel Vertrauen in unser Team, aber wir dürfen den Respekt vor dem Gegner nicht verlieren und weiter arbeiten", forderte Clippers-Coach Doc Rivers

Griffin und Paul glänzen

Einmal mehr ragte bei den Clippers das Star-Duo Blake Griffin (26 Punkte, 12 Rebounds, 6 Assists) und Chris Paul heraus. Paul ließ Gegenspieler Tony Parker mit 32 Zählern und sechs Assists ganz alt aussehen.

"Ich will einfach aggressiv sein. Jetzt ist die Zeit des Jahres, wo der Selbsterhaltungstrieb übernehmen muss", sagte Griffin. Seine beiden spektakulären Dunkings setzten im dritten Viertel das Ausrufezeichen beim vorentscheidenden 24:10-Lauf. Sixth Man Jamal Crawford steuerte so fit wie lange nicht in dieser Saison 17 Zähler bei.

Popovich lobt Clippers

Finals-MVP Kawhi Leonard (18 Punkte) und Routinier Tim Duncan (11 Zähler, 11 Rebounds) waren noch die besten Akteure im Team von Trainerguru Gregg Popovich (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

"Ihre Verteidigung war noch besser als ihr Angriff. Ihre Aggressivität, ihre Athletik und ihre physische Spielweise hat uns richtig weh getan", bilanzierte Popovich. Vor allem Parker kam überhaupt nicht in Schwung. Schon früh war er umgeknickt und hatte im Anschluss große Probleme.

Bei all ihren Erfolgen konnten die Spurs den Titel noch nie verteidigen - durch den Fehlstart wird es nicht leichter.

Memphis trumpft auf

Von wegen Memphis kann nur Verteidigung. Beim überraschend klaren 100:86 (58:39) in Spiel 1 über die Portland Trail Blazers zeigten die Grizzlies auch offensiv drei Viertel lang eine Topleistung.

Der Slowene Beno Udrih lieferte von der Bank kommend mit 20 Punkten sein bestes Playoff-Spiel, Starter Mike Conley steuerte nach auskurierten Fußproblemen 16 Zähler bei.

Damit stellten sie Portlands All-Star-Spielmacher Damian Lillard klar in den Schatten. Er setzte 16 seiner 21 Würfe daneben und traf keinen einzigen seiner sechs Dreier.

"Udrih war der X-Faktor. Er hat von allem ein bisschen was gemacht. Er ist schon lange dabei und sehr effektiv", sagte Blazers-Coach Terry Stotts.

Aldridge und Lillard frustriert

Udrih sammelte auch sieben Assists und sieben Rebounds. Eine solche Ausbeute eines Reservisten hatte zuletzt 2003 Nick Van Exel für Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks geliefert.

Das große Duo Marc Gasol (15 Zähler, 11 Rebounds) und Zach Randolph (16, 11) steuerte sein übliches Double-Double bei. Bei Portland kam LaMarcus Aldridge auf 32 Punkte, brauchte dafür aber 34 Würfe. Nationalspieler Chris Kaman kam auf sieben Zähler und sechs Rebounds.

"Wir wollten Damian und LaMarcus mit möglichst vielen Spielern vor ihrer Nase frustrieren. Das hat wirklich gut funktioniert", sagte Grizzlies-Cheftrainer Dave Joerger. In dieser Form ist Memphis ein Kandidat für die Finals.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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