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München - San Antonio legt die Highlight-Fabrik aus Los Angeles in der zweiten Hälfte von Spiel 3 völlig lahm. Kawhi Leonard überragt. Pierce bringt Washington seine Playoff-Magie.

Der Meister nimmt Kurs auf die zweite Runde der NBA-Playoffs.

Die San Antonio Spurs schlugen die Los Angeles Clippers vor heimischer Kulisse in beeindruckender Manier mit 100:73 (46:38) und holten sich das 2:1 in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Vor allem im dritten Viertel entnervten die Spurs die Gäste mit ihrer fantastischen Verteidigung. Ganze elf Punkte brachten die Clippers zustande - in keinem Viertel waren sie 2014/15 oder in ihrer Playoff-Geschichte schlechter.

"Das ist uns schon öfter in dieser Saison passiert. Wenn wir vorne nicht treffen, lassen wir in der Defense immer mehr nach. Das geht nicht", analysierte Clippers-Coach Doc Rivers.

Leonard in Gala-Form

Aufseiten der Spurs glänzte vor allem der frischgebackene Abwehrspieler des Jahres. Kawhi Leonard zeigte mit 32 Punkten aber auch, dass er längst ein kompletter NBA-Star ist.

"Er beeindruckt mich immer wieder. Dass er so eine Show abziehen kann, ist großartig für uns als Team und wirklich sehenswert", lobte Veteran Tim Duncan, der sich nach 44 Minuten in Spiel 2 diesmal merklich zurückhielt (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Griffin und Paul schwach

Bei den Clippers enttäuschten vor allem die Schlüsselspieler Blake Griffin (14 Punkte, 10 Rebounds) und Chris Paul (7 Zähler). Zusammen trafen sie nur neun von 26 Würfen.

Tony Parker konnte trotz Achillessehnenproblemen spielen und verdrängte mit drei Assists Kobe Bryant von Rang sieben der Playoff-Rangliste für Vorlagen. Spiel 4 steigt am Sonntag (ab 21.30 Uhr LIVESCORES) erneut in San Antonio.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1

Pierce lässt Wizards jubeln

Genau dafür haben die Washington Wizards Paul Pierce geholt. Beim 106:99 (54:48) in Spiel 3 gegen die Toronto Raptors versenkte der Routinier die beiden wichtigsten Dreier der Partie.

Zunächst traf Pierce innerhalb der letzten zwei Minuten zum 98:90, ehe er 16 Sekunden vor dem Ende einen weiteren Dreier zum entscheidenden 105:99 traf, die Arme hochriss und sich feiern ließ. In Boston hatte er so unzählige Playoff-Spiele entschieden.

"Das Adrenalin schießt bei mir momentan durchs Dach. Ich genieße den Moment, ich liebe Basketball. Wer weiß, wie viele solcher Momente ich noch erleben darf", sagte der 37-Jährige (18 Punkte).

Raptors hängen am Tropf

In der zweiten Runde der Playoffs wird er wohl noch weitere Chancen bekommen, denn den 3:0-Vorsprung werden sich diese Wizards kaum noch nehmen lassen.

Zu stark scheint die Kombination aus Pierce, dem jungen Point Guard John Wall (19 Zähler, 15 Assists) und dem polnischen Center Marcin Gortat (24 Punkte, 13 Rebounds).

Den Raptors half auch der Blitzstart durch DeMar DeRozan nicht. Der Guard erzielte 20 seiner 32 Zähler im ersten Viertel und stellte damit einen Teamrekord auf.

"Es ist noch nicht vorbei. Wir hängen noch an der Herz-Lungen-Maschine. Dieses Team kennt das Wort aufgeben nicht", sagte Torontos Coach Dwane Casey. Spiel 4 in der Nacht auf Montag (0.30 Uhr LIVESCORES) ist aber der erste Matchball für Washington.

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