Video

München - Anthony Davis führt New Orleans überraschend zum Sieg gegen die übermächtigen Warriors und auf einen Playoff-Platz. OKC fällt durch die Klatsche gegen San Antonio zurück.

Den Oklahoma City Thunder geht der Sprit aus, die New Orleans Pelicans fliegen im engen Rennen um den achten und letzten Playoffplatz in der Western Conference der NBA vorbei.

Die verletzungsgeplagten Thunder gingen ohne Kevin Durant und Serge Ibaka bei Meister San Antonio Spurs mit 88:113 (41:63) unter und fallen durch ihre vierte Niederlage am Stück vorerst aus den Playoffrängen.

New Orleans nutzte den erneuten Patzer von OKC und zieht durch einen überraschenden 103:100 (43:55)-Sieg gegen die erstplatzierten Golden State Warriors an den Thunder vorbei.

Davis glänzt im möglichen Playoff-Duell

Im möglichen Erstrundenduell der Playoffs machte einmal mehr Anthony Davis den Unterschied für die Pelikane.

"Unibrow" erzielte 23 seiner 29 Punkte in der zweiten Halbzeit und tütete den 42. Saisonsieg für New Orleans mit zwei verwandelten Freiwürfen neun Sekunden vor Schluss ein.

Der Big Man blickt selbsbewusst auf ein mögliches Wiedersehen mit Topfavorit Golden State in den Playoffs. "Wir sehen uns als Spitzenteam und glauben, dass wir jeden schlagen können", erklärte der Big Man, der zudem zehn Rebounds und vier Blocks auflegte.

Die Warriors, bei denen die Splash Brothers Steph Curry (25 Punkte) und Klay Thompson (24) gewohnt heiß liefen, hatten durch Curry sogar noch die Chance zum Ausgleich.

Curry vergibt letzte Chance

Der Point Guard schien in der kuriosen Szene in den letzten Sekunden nach einer Wurffinte gegen Dante Cunningham eigentlich das Foul gezogen zu haben - als der Pfiff jedoch ausblieb, nahm Curry den Ball stark schrittfehlerverdächtig wieder auf und drückte ab - doch sein Wurf rollte vom Ring wieder raus.

"Ich dachte, ich hätte das Foul gezogen, weil er sich in mich reinbewegt hat und es Kontakt gab", beschrieb Curry die Szene. 

New Orleans liegt mit einer Bilanz von 42 Siege und 35 Niederlagen im Westen jetzt hauchdünn ein halbes Spiel vor den Thunder (42-36), die allerdings schon eine Partie mehr absolviert haben.

Popovich hat Mitleid mit den Thunder

Bei der Niederlage gegen die Spurs lief für OKC von Beginn an nichts zusammen. Oklahoma Citys verbliebener Star Russell Westbrook spielte im Blowout lediglich 26 Minuten und kam auf 17 Punkte, zwei Assists und sechs Steals.

Im 1. Viertel schafften die Thunder gerade einmal zehn Pünktchen. "Sie sind rausgekommen und haben uns einfach überrollt", sagte ein konsternierter Westbrook nach der Partie: "Wir waren einfach nicht bereit."

Mit den dezimierten Thunder, die trotz der Ausfälle von Durant und Ibaka verbissen um Rang acht kämpfen, hatte sogar Spurs-Trainer Popovich Mitleid.

"Man kann es drehen und wenden wie man will: Das war einfach kein faierer Kampf", sagte die Trainerlegende: "Wir haben gut gespielt, aber du fühlst dich einfach schlecht. Du siehst Kevin da draußen sitzen, die anderen Jungs, die sich verletzten - es ist einfach kein fairer Kampf."

Leonard stellt Karrierebestwert ein

Die Spurs feierten dagegen ihre achten Sieg ins Serie, es überragte der letztjährige Finals-MVP Kawhi Leonard, der mit 26 Punkten seinen Karriere-Bestwert einstellte.

"Er war wirklich unglaublich", schwärmte Altmeister Tim Duncan über seinen Teamkollegen: "Er hat einen absoluten Lauf, und das nutzen wir. Er macht gerade alles richtig, nimmt großartige Würfe, bleibt uneigennützig, attackiert aber. Das brauchen wir von ihm."

Nach dem Sieg der Los Angeles Clippers im Stadtduell mit den Lakers liegen die Spurs weiterhin ein halbes Spiel hinter den Clippers auf Rang sechs im Westen.

Durch die Niederlage der Thunder sind die Dallas Mavericks von Dirk Nowitzki mit ihrer Bilanz von 46-31 jetzt sicher für die Playoffs qualifiziert.

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel