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Atlanta und München - Die Atlanta Hawks machen im sechsten Spiel der Erstrundenserie bei den Brooklyn Nets alles klar. Zwei All-Stars überragen, das dritte Viertel bringt die Entscheidung.

Die Atlanta Hawks mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Schröder haben in den NBA-Playoffs die Conference Semifinals erreicht.

Atlanta gewann das sechste Spiel bei den Brooklyn Nets deutlich mit 111:87 (51:45) und setzte sich in der "best-of-seven"-Serie mit 4:2 durch. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

In der zweiten Runde treffen die Hawks auf die Washington Wizards, die die Toronto Raptors per Sweep bezwungen hatten. Das erste Spiel findet bereits am Sonntag um 19 Uhr deutscher Zeit statt.

Furioses drittes Viertel

"Wir glauben an uns", sagte Forward DeMarre Carroll: "Und wir glauben, dass wir, wenn wir den richtigen Basketball spielen, so wie heute, jeden schlagen können."

Den richtigen Basketball spielten die Hawks vor allem im entscheidenden dritten Viertel. Mit einem furiosen 23:3-Lauf kam das im Osten an Nummer eins gesetzte Team aus der Kabine und zog damit uneinholbar mit 74:48 davon. Kyle Korver, mit 20 Punkten Atlantas zweitbester Werfer, erzielte in dieser Phase drei seiner sechs Dreier.

Noch besser als Korver war nur Paul Millsap. Der Power Forward, wie Scharfschütze Korver in dieser Spielzeit zum All-Star gewählt, steuerte 25 Punkte, neun Rebounds und sechs Assists zum Sieg bei.

Schröder zahlt Lehrgeld

Dennis Schröder erzielte von der Bank kommend zwölf Punkte. (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 15.30 Uhr: Inside US Sports).

Schröder traf sechs seiner 13 Versuche aus dem Feld und verteilte zudem vier Assists. Nach zuletzt eher schwachen Auftritten war das Spiel ein Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt stehen für Schröder ordentliche 9,3 Zähler und 3,3 Assists in seiner ersten Playoff-Serie als wichtiger Rotationsspieler zu Buche. Seine Wurfquote und Dreierquote (41,8 Prozent/16,7 Prozent) sowie die Anzahl der Ballverluste (2,7 pro Spiel) sind allerdings ausbaufähig.

Teague kontrolliert

Der etatmäßige Aufbauspieler Jeff Teague konnte in 23 Minuten keinen Punkt erzielen. Teague gab allerdings 13 Vorlagen und erhielt Lob von seinem Trainer.

"Teague hat, ohne einen Punkt zu erzielen, das Spiel kontrolliert", sagte Mike Budenholzer, der zum Trainer des Jahres gewählt worden war.

Teagues 13 Assists waren die zweitmeisten Vorlagen ohne eigene Punkte in den NBA-Playoffs seit 1984/1985.

Auch insgesamt war die Uneigennützigkeit der für ihren Team-Basketball bekannten Hawks auffällig. Nur neun Field Goals ging kein Asisst voraus, insgesamt gab das Team starke 34 Vorlagen.

Verlierer Williams zufrieden

Bei den Gastgebern, die die Saison als Achtplatzierter mit 22 Siegen weniger als Atlanta beendet hatten, überzeugte am ehesten Center Brook Lopez (19 Punkte/sieben Rebounds).

"Wir wollten in die Playoffs. Das haben wir geschafft und wir haben dem besten Team des Ostens einen großen Kampf geliefert", sagte Point Guard Deron Williams.

Nach einem schwachen Anfangsviertel kämpften sich die Nets im zweiten Abschnitt zurück, doch verschlafene Minuten nach der Pause zerstörten alle Hoffnungen auf den Ausgleich in der Serie. "Sie haben sich das Momentum geholt und es nicht mehr abgegeben", erklärte Trainer Lionel Hollins.

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