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München - Atlanta nutzt die Verletzung von Washingtons All-Star John Wall gnadenlos aus. Teague und Schröder spielen stark. Washingtons Big Men enttäuschen sehr.

Dennis Schröder und die Atlanta Hawks haben sich im zweiten Playoff- Spiel der Eastern Conference Semifinals eindrucksvoll zurückgemeldet und die "Best-of-seven"-Serie mit 1:1 ausgeglichen.

Atlanta nutzte die Handgelenksverletzung von Wizards-Star John Wall zum 106:90-Erfolg und muss nun die nächsten beiden Spiele in der US-Hauptstadt bestreiten (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Eine sehr gefährliche Situation"

"Das war eine sehr gefährliche Situation. Zu denken, ihr bester Spieler ist nicht dabei und wir gewinnen locker, ist fahrlässig. Sie sind trotzdem ein sehr gefährliches Team", analysierte Kent Bazemore die wichtige Partie.

Ex-NFL-Profi Takeo Spikes war mit der Leistung der Hawks äußerst zufrieden

Schröder spielte ordentliche 15 Minuten und brachte es dabei auf neun Punkte, fünf Rebounds und vier Assists. Einen Ballverlust leistete sich der Braunschweiger nicht.

Topscorer der Hawks war einmal mehr DeMarre Carroll, der 21 Punkte ablieferte. Jeff Teague nutzte die Abwesenheit Walls fast zu einem Triple-Double. Der Point Guard hatte trotz eines verstauchten Knöchels in Spiel eins nach 48 Minuten neun Punkte, acht Assists und sieben Rebounds vorzuweisen.

Carroll hat einen Lauf

"Wir wussten, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen müssen", erklärte Carroll, der sein sechstes Spiel mit 20 oder mehr Punkten in den Playoffs ablieferte: "Das war ein abgefahrenes Spiel."

Washington verlor zum ersten Mal in dieser Playoff-Saison ein Spiel, nachdem sie in Runde eins die Toronto Raptors mit 4:0 besiegten und auch den Auftakt gegen Atlanta erfolgreich gestalteten hatten.

Ohne den verletzten All-Star Wall fehlte den Wizards der Anführer im Team, auch wenn Ramon Sessions ihn mit 21 Zählern stark ersetzte (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Nene kommt nicht in Tritt 

"Ich habe nur versucht, das Team wie John zu pushen. Alle Spieler haben Gas gegeben, nicht nur ich", gab sich Sessions, der Mitte der Saison per Trade aus Sacramento kam, bescheiden.

Vor allem Washingtons Big Men wirkten planlos. Nene, der in Spiel eins keinen einzigen Punkt erzielte, kam diesmal auch nur auf kümmerliche zwei Zähler. Auch Marcin Gortat erlebte mit zehn Punkten und neun Rebounds allenfalls einen durchschnittlichen Abend.

Bradley Beal lieferte 20 Punkte und sieben Aussists ab, Otto Porter sorgte für 15 Punkte von der Bank.

Dank seiner Guards hielt Washington die Partie lange offen, hinzukamen die Ladehemmungen bei Atlantas Kyle Korver von Downtown.

Korver mit Licht und Schatten

Der exzellente Distanzschütze erlebte eine miserable erste Halbzeit und traf lediglich einen seiner sieben Dreierversuche. Nachdem Washington im Schlussabschnitt auf 81:84 verkürzte, nahmen sich aber Al Horford (18) und Korver ein Herz und bauten die Führung auf ein komfortables 98:88 aus.

"Ich hatte in der ersten Halbzeit wirklich gute Wurfmöglichkeiten. Du musst einfach weitermachen und darfst nicht aufhören, zu schießen", erklärte Korver, der in Halbzeit zwei drei von vier Distanzwürfen verwandelte.

Vor dem dritten Duell in Washington (Sa. 23 Uhr LIVESCORES) haben die Teams drei Tage frei, ein Fakt, der vor allem den Wizards und Wall in die Karten spielt.

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