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Chicago und München - Derrick Rose wird mit der Schlusssirene zum umjubelten Helden und krönt seine starke Leistung. LeBron James zeigt bei den Cavs das volle Paket - aber auch Schwächen.

Das United Center glich einem Tollhaus.

Vor wenigen Augenblicken hatte Derrick Rose seine Chicago Bulls per Dreier über die ausgestreckten Arme von Tristan Thompson zum Sieg geschossen.

Dank der Heldentat ihres Point Guards gewannen die Bulls Spiel drei der Best-of-Seven-Serie gegen die Cleveland Cavaliers mit 99:96 (47:49) und übernahmen somit mit 2:1 die Führung.

Rose überragt

"Ich bin nur dankbar, dass meine Teamkollegen mir den Ball gegeben haben", sagte der Matchwinner im Anschluss: "Sie haben in der entscheidenden Phase an mich geglaubt." (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)

Rose war mit 30 Zählern bester Werfer der Partie und gab zudem sieben Assists und schnappte sich sieben Rebounds. Sein Auftritt weckte Erinnerungen an frühere Zeiten, als er 2011 zum MVP gewählt wurde. Verletzungen hatten den Spielmacher in den letzten Jahren immer wieder zurückgeworfen.

Doch als es drauf ankam, war Rose zur Stelle.

Butler bremst James

"Das war riesig", meinte Forward Jimmy Butler, der 20 Zähler beisteuerte: "Wir haben das gebraucht."

"Das ist Derricks Größe. Es gibt nicht viele wie ihn", sagte Coach Tom Thibodeau.

Rose und Butler schulterten im letzten Viertel die Verantwortung. 23 der 25 Punkte Chicagos gingen auf das Konto des Duos.

Most Improved Player Butler überzeugte zudem erneut mit starker Defense gegen LeBron James. Clevelands Superstar kam zwar auf 27 Punkte, 14 Assists und acht Rebounds. James leistete sich aber auch sieben Turnover und traf nur acht von 25 Würfen aus dem Feld.

James auf Rekordjagd

Der Verlierer zeigte sich zwar enttäuscht, sah aber keinen Grund für Vorwürfe.

"Du folgst deiner Strategie, sie treffen den Wurf - damit musst du leben", sagte James: "Er (Rose) traf einen schwierigen Schuss. Davor muss man seinen Hut ziehen." (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 15.30 Uhr: Inside US Sports).

Mit seinen 14 Vorlagen zog er mit nun insgesamt 1073 Assists in der ewigen Playoff-Rangliste an Tony Parker, Steve Nash und Larry Bird vorbei. Nur noch Magic Johnson, John Stockton und Jason Kidd stehen vor ihm - allesamt Point Guards.

Smith gleicht aus

Beim Stand von 93:94 aus Clevelands Sicht hatte James einen Layup zur möglichen Führung vergeben.

Taj Gibson verwandelte im Anschluss zwei Freiwürfe für Chicago, ehe J.R. Smith, der nach einer Suspendierung zurückgekehrt war, nach Pass von James mit seinem dritten Dreier im Schlussviertel für den 17. Ausgleich der Partie sorgte.

Doch Rose wurde nach einer Auszeit angepasst, verschaffte sich per Dribbling etwas Luft und versenkte den Dreier mit Brett.

Gasol angeschlagen

Sorge macht die Verletzung von Pau Gasol, dessen Oberschenkelprobleme aus Spiel zwei sich verschlimmerten. Der Spanier ging Mitte des dritten Viertels vom Parkett und kehrte nicht mehr zurück.

Bei den Gästen blieb Kyrie Irving unter seinen Möglichkeiten. Clevelands Point Guard knickte im ersten Viertel um und enttäuschte mit elf Punkten und null Assists. Irving traf nur drei seiner 13 Würfe und wurde von Rose klar in den Schatten gestellt.

Spiel vier findet am Sonntag um 21.30 Uhr (LIVESCORES) erneut in Chicago statt.

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