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Der Superstar trifft für die Cavaliers in letzter Sekunde zum Sieg. Chicago verspielt das mögliche 3:1 in der Serie. Zwei Rollenspieler drehen für die Cavs auf.

Die Cleveland Cavaliers haben dank LeBron James in der zweiten Runde der NBA-Playoffs einen 1:3-Rückstand abgewendet.

Cleveland gewann Spiel vier bei den Chicago Bulls mit 86:84 (49:45) und glich in der Serie zum 2:2 aus.

LeBron James traf in der letzten Sekunde zum Sieg.

Cavs mit Glück

Der Treffer wird allerdings noch für Diskussionen sorgen.

In der Sequenz zuvor war der Ball nach James' Zug zum Korb im Aus gelandet, der Ball eigentlich offensichtlich von einem Bein der Bulls ins Aus gegangen.

Doch die Referees entschieden sich dafür, das Play in der Wiederholung noch einmal anzugucken, um sicher zu gehen.

Dadurch bekamen die Cavs, die zuvor ihre Auszeiten verspielt hatten, eine erneute Möglichkeit, einen Spielzug aufzumalen. James bekam in der linken Ecke den Ball und traf zum Sieg.

Nach dem Spiel gab James zu, Coach Blatt in der Ansetzung des letzten Spielzugs gnadenlos überstimmt zu haben. "Der Trainer wollte, dass ich im letzten Play den Ball einwerfe. Ich habe nur gesagt: Auf keinen Fall. Gebt mir den Ball und geht aus dem Weg. Ich gewinne das Spiel für uns."

"Hätte es fast verbockt"

Schon in der Sequenz zuvor erlebte Blatt keinen guten Moment, als er mit 9,4 Sekunden verbleibender Spielzeit eine Auszeit nehmen wollte. Die Cavs hatten aber keine mehr, und hätte Assistenztrainer Tyronn Lue seinen Chefcoach nicht schnurstracks wieder vom Feld gezogen, Cleveland wäre nach den Regeln mit einem technischen Foul bestraft worden.

"Ja, da hätte ich es fast verbockt", gestand der ehemalige russische Nationaltrainer. 

James nahm seinen Trainer in Schutz: "Wir sind eine Einheit. Die Spieler machen Fehler, die Trainer machen Fehler. Zum Glück hat T-Lue den Coach vor dieser Aktion bewahrt. Wir wussten, dass wir keine Auszeit mehr hatten, das wäre ein ziemlicher Nachteil für uns gewesen."

James patzt, Rose gleicht aus

Die Cavs hatten sich zuvor erst durch eine Aufholjagd in die Position gebracht. Die Gäste lagen kurz vor Ende des dritten Viertels mit 57:68 zurück, starteten aber anschließend einen 23:5-Lauf.

15 Sekunden vor dem Ende beging James beim Stand von 84:82 ein Offensivfoul. Derrick Rose, der die Cavs in Spiel drei per Buzzer Beater versenkt hatte, glich aus.

Doch James machte seinen Fehler wieder gut und hatte die passende Antwort parat.

Der Superstar zeigte insgesamt mit 25 Punkten, 14 Rebounds und acht Assists seine Allroundqualitäten. James traf allerdings nur zehn von 30 Würfen und leistete sich acht Turnover.

Rollenspieler stark

Der Small Forward sorgte zudem für eine Schrecksekunde, als er Ende des dritten Viertels bei einem Fastbreak ein Offensivfoul beging, umknickte und sich vor Schmerzen krümmte. Im Anschluss wirkte James angeschlagen.

Im Schlussviertel übernahmen vor James' Heldentat J.R. Smith und Timofey Mozgov Verantwortung. Smith (11 Zähler im vierten Abschnitt) traf von der Bank kommend wichtige Würfe, Mozgov (6) hatte auf beiden Seiten des Feldes gute Szenen.

Rose war mit 31 Zählern bester Werfer bei Chicago und zollte James' finalem Wurf Tribut: "Dagegen kannst du einfach nichts machen. Er ist ein unglaublicher Spieler. Beim nächsten Mal müssen wir dafür sorgen, dass ein anderer Spieler den Ball bekommt."

Spiel fünf findet in der Nacht auf Mittwoch in Cleveland statt.

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