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Cleveland genügt eine durchschnittliche Leistung, um das Final-Ticket im Osten zu lösen. James verpasst knapp das Triple-Double. Chicago bricht komplett ein.

Die Cleveland Cavaliers haben ihrem Favoritenstatus alle Ehre gemacht und sind in den NBA-Playoffs zum ersten Mal seit 2009 ins Finale der Eastern Conference eingezogen.

In Spiel 6 der Best-of-Seven-Serie fertigte das Team von Superstar LeBron James die Chicago Bulls eiskalt mit 94:73 ab (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Desolate Bulls-Vorstellung

Es war die heftigste Pleite eines Bulls-Teams seit 1968, wenn das Playoff-Aus unmittelbar bevorstand. 

Die Cavaliers bekleckerten sich beim vierten und entscheidenden Sieg wahrlich nicht mit Ruhm, mussten sie aber auch dank einer indiskutablen Leistung der Bulls nicht.

James, der nun zum fünften Mal in Serie im Ostfinale steht, lieferte 15 Punkte, elf Assists und neun Rebounds ab, Love-Ersatz Tristan Thompson brachte es auf 13 Zähler und 17 Rebounds.

"Genau darum bin ich nach Cleveland zurück gekommen", erklärte James: "Ich will, dass meine Teamkollegen auch dieses Gefühl in den Playoffs kennenlernen. Ich werde alles für sie machen."

Irving weiter angeschlagen

Auch Kyrie Irving, der mit angeschlagenem Knie und Knöchel nach wie vor nicht bei 100 Prozent ist, zeigte mit 13 Punkten eine für seine Verhältnisse verhaltene Leistung. Topscorer war Matthew Dellavedova mit 19 Punkten.

"Die Jungs arbeiten sich jeden Tag den Hintern wund", lobte James seine Teamkollegen: "Und ja, ich bin ein wenig überrascht wie gut wir die Playoffs bislang meistern. Für Dellavedova und Thompson sind es die ersten Playoffs, für Kyrie und Kevin - bis zu seiner Verletzung - auch. Sie wollen in jedem Spiel gut sein, sie wollen großartig sein und sie bereiten sich jeden Tag darauf vor." 

Zwei Superstars mit angezogener Handbremse und ein paar Playoff-Rookies, mehr brauchte es an diesem Abend nicht. Denn einmal mehr gelang es Chicago nicht, eine konstante Offensive aufs Parkett zu bringen.

Eingebrochen nach dem 1. Viertel

Nach 31 Punkten im ersten Viertel brachen die Bulls erneut komplett ein und erzielten in den folgenden 36 Minuten nur noch 42 Zähler.

Lediglich Jimmy Butler erreichte mit 20 Punkten Normalform, Superstar Derrick Rose kam auf 14 (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Fr., 18 Uhr: Inside US Sports).

Auch Pau Gasol, der nach seiner Oberschenkelverletzung ein Comeback wagte, konnte den Bulls nicht den entscheidenden Impuls geben.

Thibodeau vor dem Aus?

Der Spanier konnte nur 24 Minuten eingesetzt werden und erzielte acht Punkte.

Die NBA-Playoffs 2015 © @SPORT1

Für Rose, Gasol und Co. könnte es das letzte Spiel unter Head Coach Tom Thibodeau sein. Der wohl beste Defensiv-Trainer der NBA liegt seit geraumer Zeit mit dem Bulls-Management über Kreuz und es ist wohl nur eine Frage des "Wann" als "Ob", bis "Thibs" seine Papiere bekommt.

Rose stärkte Thibodeau mit einem "Ich liebe ihn als Coach" den Rücken und der Trainer selbst zeigte sich von den Gerüchten wie immer unbeeindruckt: "Solange ich nichts Gegenteiliges höre, gehe ich davon aus, dass ich hier bleibe. So handhabe ich die Sachlage."

Thibodeau erreichte in jedem seiner fünf Jahre in Chicago die Playoffs und kam auf eine Bilanz von 255 Siegen bei 139 Niederlagen.

Cavs warten auf Schröder und die Hawks

Cleveland wartet im Halbfinale der NBA-Playoffs nun auf den Sieger der Serie zwischen den Atlanta Hawks und den Washington Wizards.

Dennis Schröder und die Hawks führen nach fünf Spielen mit 3-2 und bestreiten Spiel 6 in der Nacht auf Samstag in Washington.

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