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Cleveland Cavaliers v Atlanta Hawks - Game Two
Dennis Schröder durfte in Spiel drei gegen Cleveland lediglich drei Minuten ran © Getty Images

Trotz Personalmisere bei den Atlanta Hawks lässt Coach Budenholzer Dennis Schröder in Spiel drei gegen Cleveland kaum spielen. Die Statistik begründet diese Maßnahme.

Die Atlanta Hawks liegen mit 0:3 fast aussichtslos in der Best-of-Seven-Serie des Ost-Halbfinals gegen die Cleveland Cavaliers zurück - und das drohende Aus hat auch mit Dennis Schröder zu tun.

Im letzten Duell der beiden Ost-Rivalen bekam der Aufbauspieler die Quittung von Head Coach Mike Budenholzer und musste nach drei Minuten im ersten Viertel und null Punkten wieder auf die Bank.

Jeff Teague lieferte eine starke Partie ab und auch Schröder-Ersatz Shelvin Mack (13 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists) spielte bei der knappen 111:114-Overtimepleite zufriedenstellend.

Dennoch: Kein Team verpasste es so eklatant, seine Angriffs-Effektivität in die Playoffs zu retten wie das Top-Team der Eastern Conference.

Natürlich liegt das Dilemma auch in den Verletzungen von Kyle Korver und DeMarre Carroll begründet, doch auch der deutsche Nationalspieler trägt seinen Anteil an der Misere.

Mit Schröder auf dem Feld sinkt das Offensive Rating von 107 auf 93,7, zu oft sucht Schröder gerade selbst den Abschluss.

Unterirdische Quoten

Solange der Braunschweiger dies mit seinem furchtlosen Drive versucht, ist alles noch halbwegs in Ordnung. Doch in der Serie gegen Cleveland wählte Schröder immer öfter den Abschluss aus der Mitteldistanz oder von Downtown.

Die Quoten sprechen eine deutliche Sprache. Sechs von neun Korblegern waren erfolgreich, im Gegensatz dazu traf der Youngster nur zwei seiner 13 Sprungwürfe.

Die NBA-Playoffs 2015 © @SPORT1

In Spiel drei fiel dazu noch Schröders Lieblings-Anspielpartner Al Horford aus, der bereits vor der Pause mit einem unsportlichen Foul vom Feld musste.

Spielzeit geht runter

Seit Spiel vier der Washington-Serie (29 Minuten) wurde Schröder kontinuierlich weniger eingesetzt, im letzten Spiel gegen Cleveland reichte es dann nur noch zu drei Minuten.

Mit 39,1 Prozent Trefferquote aus dem Zweipunktbereich und mageren 24,1 jenseits der 7,24 Meter in den Playoffs (42,7 und 35,1 Regular Season) scheint Schröder vorerst raus aus der engen Rotation von Coach Budenholzer.

Ein erneuter Sinneswandel nach Macks ordentlichem Spiel 3 wäre zumindest überraschend.

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