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München - James und die Cavs demontieren Atlanta in Spiel 2 der Ost-Finals auch ohne Irving. Schröders Top-Leistung von der Bank reicht nicht, Korver muss verletzt raus.

Kein Kevin, kein Kyrie - kein Problem.

Superstar LeBron James hat den Atlanta Hawks um Dennis Schröder in Spiel 2 der Eastern-Conference-Finals eine Lehrstunde erteilt und seine Cleveland Cavaliers zu einer vorentscheidenden 2:0-Führung in der Best-of-Seven-Serie geführt.

Die topgesetzten Hawks waren am Ende mit 82:94 (49:54) noch gut bedient, nach der zweiten Heimpleite in Serie rücken die NBA-Finals vor dem Umzug der Serie nach Cleveland (Spiel 3 Mo., 2.30 Uhr) in weite Ferne (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Daran konnte auch Topscorer Dennis Schröder nichts ändern, obwohl er in nur 12 Minuten von der Bank starke 13 Zähler auflegte.

Irving raus - Carroll spielt

Es war einmal mehr die Show des zweimaligen Finals-MVP James.

Nachdem die Cavs schon seit der 1. Runde ohne All-Star Kevin Love (Schulter, Saisonaus) auskommen müssen, fiel für Spiel 2 gegen die Hawks auch noch Kyrie Irving mit Knie- und Fußverletzung aus - dafür schaltete der selbsternannte "King" einfach einen Gang höher.

Mit 30 Punkten, 11 Assists und 9 Rebounds verpasste der Leader der Cavs ein Triple-Double nur um einen Rebound und war von den Hawks nicht in den Griff zu bekommen.

Atlantas Edelverteidiger DeMarre Carroll konnte nach seiner Knieverletzung aus Spiel 1 zwar auflaufen, war jedoch deutlich gehandicapt und gegen James oftmals auf verlorenem Posten. 

"Niemand kann mich dazu zwingen, etwas zu tun, was ich nicht tun will", erklärte James nach seiner dominanten Performance selbstbewusst (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

James kletterte durch sein 74. Playoff-Spiel mit mindestens 30 Punkten in der ewigen Bestenliste auf Platz 4 und ist nun gleichauf mit Jerry West. Vor dem Duo liegen Michael Jordan (109), Kobe Bryant (88) und Kareem Abdul-Jabbar (75).

Playoff-Baum NBA © SPORT1

Schröder auf verlorenem Posten

Den Grundstein für den Erfolg legten die Cavs im 3. Viertel, dass sie mit 30:17 gewannnen. James befeurte den Run seines Teams mit 11 Punkten, zwischenzeitlich lag Cleveland mit 20 Zählern in Front.

Während der "Chosen One" sein Team wahlweise als unwiderstehlicher Scorer oder Vorlagengeber fast im Alleingang zum Sieg führte, implodierte die hochgelobte Offense der Hawks einmal mehr.

Daran konnte auch Schröder trotz seiner guten Quote aus dem Feld (6 von 11 Würfen) nichts ändern. Dem Point Guard gelang lediglich ein Assist, im Schlussviertel setzte ihn Trainer Mike Budenholzer gar nicht mehr ein und ließ stattdessen die Reservisten ran.

Starter enttäuschen

Das Spiel war bei 18 Punkten Rückstand für die Hawks zu Beginn des Schlussabschnitts praktisch gelaufen.

Vor allem die Starter der Hawks enttäuschten auf ganzer Linie. Aufbauspieler Jeff Teague traf nur fünf seiner 16 Würfe, Big Man Al Horford legte zwar ebenso wie Teague 12 Punkte auf, verbuchte aber mit -27 das schlechteste Plus/Minus-Rating aller Spieler auf dem Platz.

Insgesamt kam Atlantas Starting Five nur auf 46 Punkte und traf lediglich 18 von 49 Würfen.

"In den Playoffs musst du einfach besser sein", zeigte sich Coach Budenholzer ernüchtert: "Du musst deine Spielzüge besser zu Ende spielen, brauchst bessere Blöcke. Du musst für alles einfach härter arbeiten."

Korver verletzt raus

Zu allem Überfluss verloren die Hawks Ende des 3. Viertels auch noch Scharfschütze Kyle Korver (12 Punkte).

Matthew Dellavedova war dem Flügelspieler auf den Fuß gefallen, Korver knickte böse um und konnte nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren.

So war auch der Dreier, eigentlich die Spezialität der Hawks, in Spiel 2 erneut kein Faktor. Atlanta traf nur 23,1 Prozent seiner Würfe aus der Distanz, Cleveland dagegen 40 Prozent. Dazu dominierten die Cavs auch am Korb, allein Big Man Tristan Thompson griff sich 16 Rebounds.

LeBron nach 2:0 immer weiter

Durch die zweite Pleite im zweiten Heimspiel haben die Hoffnungen der Hawks auf die NBA Finals einen herben Dämpfer erhalten.

LeBron James lag mit seinen Teams in den Playoffs bereits 14 Mal mit 2:0 in Führung - und zog immer in die nächste Runde ein.

Atlanta hat es dagegen bei 16 Versuchen noch nie geschafft, ein 0:2 noch umzubiegen. Insgesamt gelang es ohnehin erst 13 Mannschaften - zuletzt 2013 den Memphis Grizzlies.

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