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München und Atlanta - Dennis Schröder bringt Atlanta in Spiel 5 gegen Washington spät zurück und verlegt den möglichen Siegtreffer. Al Horford ist aber zur Stelle. John Wall gibt sein Comeback.

Dennis Schröder und seinen Atlanta Hawks fehlt in den NBA-Playoffs nur noch ein Sieg für die ersten Conference Finals seit 1970.

Der deutsche Point Guard konnte sich beim dramatischen 82:81 (41:47)-Heimerfolg über die Washington Wizards bei Al Horford bedanken. Denn der Center schnappte sich in den letzten Sekunden nach Schröders verlegtem Layup den Offensiv-Rebound und traf zum Sieg (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich war für den letzten Spielzug eigentlich gar nicht vorgesehen. Als der Ball zum Brett ging, bin ich einfach hinterher gegangen", beschrieb Horford die letzte Szene.

Rückkehrer Wall blockt Schröders Layup

Der trotz seiner multiplen Knochenbrüche in der Hand zurückgekehrte John Wall hatte bei Schröders erfolglosem Korbleger die Finger im Spiel, aber Nene konnte den Ball für die Gäste nicht sichern.

Das deutsche Supertalent hatte über das gesamte Spiel Probleme mit dem Abschluss. Er verfehlte neun seiner zwölf Würfe und kam nur auf sechs Punkte. Die fünf Rebounds und sieben Assists konnten sich aber sehen lassen.

"Wir haben uns den Hintern aufgerissen und als Team gekämpft. Großes Kompliment an unsere Fans", twitterte Schröder.

Großer Stellenwert bei Coach der Hawks

Dass Coach Mike Budenholzer am Ende den Ball überhaupt in die Hände seines jüngsten Spielers legte, darf als gigantischer Vertrauensbeweis gewertet werden.

Tatsächlich trug Schröder seinen Teil dazu bei, die Hawks überhaupt wieder ins Spiel zurückzubringen. Der erste Point Guard Jeff Teague hatte trotz 14 Zählern mit sieben Ballverlusten eher einen schwachen Abend.

"Das Publikum hat uns heute viel geholfen. Die Fans und die Spieler, die im letzten Viertel kamen, haben uns zurückgebracht", bilanzierte Budenholzer (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Fr., 18 Uhr: Inside US Sports).

Teague lässt Schröder den Vortritt

Während einer siebenminütigen Durststrecke im letzten Viertel kam Schröder und innerhalb von fünf Minuten wendete Atlanta das Blatt von 63:70 auf 78:73.

Dabei war der 21-jährige Deutsche an zwölf Punkten in Folge direkt beteiligt. Teague hatte sogar vorgeschlagen, Schröder im Spiel zu lassen und blieb am Ende draußen.

Damit wird die Wertschätzung für seinen Backup überdeutlich. Mit dieser Entwicklung war nach Schröders schwieriger Rookie-Saison mit Versetzung in die D-League nicht zu rechnen.

Pierce wieder eiskalt zur Stelle

Auch die Gegner nehmen ihn inzwischen war. Washingtons Veteran Paul Pierce hatte nach seinem Siegtreffer in Spiel 3 sogar ein bisschen Trash-Talk in Richtung des Deutschen vom Stapel gelassen.

Fast wäre "The Truth" wieder zum Hawks-Schreck geworden. Pierce brachte die Wizards acht Sekunden vor dem Ende per Dreier in Front, provozierte die Bank der Gastgeber und rannte dabei sogar Teamkollege Wall (15 Punkte, 7 Assists) um.

"Ich liebe diese Serie. Die Jungs kämpfen, aber sie hatten am Ende eine gelungene Aktion mehr als wir", sagte Wizards-Trainer Randy Wittman.

Matchball für die Hawks

Nach Schröders Fehlversuch war aber Horford zur Stelle und krönte sich zum Matchwinner. Insgesamt gelangen ihm 23 Zähler und elf Rebounds.

"Das war einfach Instinkt, ich wollte das Ding unbedingt reinmachen", sagte Horford. Für Budenholzer war es einfach ein "Winning Play".

Somit gehen die Hawks mit einer 3:2-Führung in der Best-of-Seven-Serie ins sechste Spiel in Washington und haben in der Nacht auf Samstag (ab 1 Uhr LIVESCORES) ihren ersten Matchball.

Dann brauchen die Wizards mehr Feuerkraft. Außer Topscorer Bradley Beal (23 Punkte) kam kein Akteur über 15. Die komplette Bankausbeute steuerte Otto Porter (9) bei.

Ein gutes Omen für Washington: 1988 führte Atlanta letztmals in einer zweiten Runde mit 3:2, scheiterte aber noch an Larry Birds Boston Celtics.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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