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München und Oakland - Die Golden State Warriors tun sich zum Auftakt der Conference-Halbfinals nur kurz schwer. Der neue MVP Steph Curry geht beim 21. Heimsieg in Folge voran. Memphis fehlt Conley.

Die Golden State Warriors haben in den NBA-Playoffs ihre Heimstärke einmal mehr eindrucksvoll nachgewiesen.

Zum Start der Conference-Halbfinals schlugen sie die Memphis Grizzlies mit 101:86 (61:52) und holten sich das 1:0 in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Zum 21. Sieg in der Oracle Arena in Folge trug Steph Curry 22 Punkte und sieben Assists bei. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der Superstar am Montag auch zum MVP gekürt.

"Ich habe mich einfach auf das Spiel konzentriert. Wenn ich morgen einen Anruf bekomme, freue ich mich natürlich. Dann dürfen einige andere Leute auch stolz sein, aber wir stecken auch in einer Playoff-Serie", sagte Curry.

Kerr veralbert Journalisten

Die relativ lange Pause im Zuge ihres lockeren Erstrundenerfolges über New Orleans war den Warriors zu Beginn deutlich anzumerken. Ihre Angriffsmaschinerie war ein wenig eingerostet.

Vor der Partie hatte Coach Steve Kerr bereits gewitzelt, die Journalisten könnten schon zwei Storys vorschreiben: eine über ausgeruhte Siege oder eine über eingerostete Verlierer.

"Das Spiel war am Ende genau in der Mitte, also müsst ihr wohl noch eine dritte Geschichte schreiben", sagte Kerr danach mit einem Lächeln auf den Lippen.

Bank der Warriors glänzt

Wie schon so oft gab die tief besetzte Bank einen wichtigen Impuls (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Harrison Barnes führte mit sieben Punkten im zweiten Viertel einen 13:4-Lauf an, der das Topteam der Western Conference 45:31 in Front brachte. Durch zwei späte Dreier sorgte Curry für die 61:52-Halbzeitführung.

"Das ist schon über die gesamte Saison unsere Stärke und wird auch so bleiben", schwärmte Center Andrew Bogut von den Reservisten.

Conley wird vermisst

Den sonst so abwehrstarken Grizzlies fehlte ohne den nach wie vor verletzten Point Guard Mike Conley (Knochenbrüche im Gesicht) der Zugriff auf die talentierten Guards und Schützen der Warriors.

"Ich muss von Tag zu Tag schauen", sagte Conley mit Blick auf seine Einsatzchancen für den Rest der Serie. Nach einem unabsichtlichen Ellbogenschlag von Portlands C.J. McCollum in der ersten Runde waren Conley zwei Metallplatten eingesetzt wurden.

Trotz ihres herausragenden Duos Marc Gasol (21 Punkte, 9 Rebounds) und Zach Randolph (20, 9) unter den Körben verloren sie im dritten Viertel auch offensiv ihren Rhythmus.

Grizzlies fehlt die Härte

Nur 14 Zähler brachte Memphis in zwölf Minuten zustande. Spätestens beim Stand von 60:80 aus Sicht der Gäste war die Partie durch.

"Ich glaube, das Spiel war überhaupt nicht physisch geprägt. Wir haben es nicht geschafft, es in diese Richtung zu bringen. Das müssen wir beim nächsten Mal zu unserem Vorteil machen", forderte Gasol.

So gestatteten sie den Warriors eine Wurfquote von über 50 Prozent (13 von 28 Dreiern) und blieben von draußen selbst sehr harmlos - nur drei von zwölf Dreiern fielen rein.

"Du kannst diesem Team nicht immer wieder Chancen geben", haderte Grizzlies-Cheftrainer Dave Joerger.

Green hat Spaß

Für Golden State verbuchte Klay Thompson 18 Punkte und sechs Assists. Draymond Green sammelte trotz Foulproblemen 16 Zähler und hielt sich gegen Gasol und Randolph exzellent.

"Das macht mir Spaß. Da kannst du zeigen, wie tough du bist", sagte Green. Damit trug er seinen Teil dazu bei, die Serie von Coach Kerr zu verlängern.

Der frühere Scharfschütze gewann als fünfter NBA-Coach seine ersten fünf Playoff-Spiele. Den Rekord hält Pat Riley seit 1982 mit neun Partien.

Allen stört das Danceteam

Für einen Aufreger der lustigen Art sorgte im zweiten Viertel Grizzly Tony Allen. Weil er während einer Auszeit zu früh wieder auf das Parkett zurückkehrte, störte er das Junior-Danceteam der Warriors und wurde fortan gnadenlos ausgebuht.

"Ich habe das erste Signal gehört und dachte, sie würden sofort vom Court rennen. Es gibt nichts, was mich weniger interessiert", sagte Allen. Die Warriors fanden die Szene äußerst witzig.

Spiel zwei steigt in der Nacht auf Dienstag erneut in Oakland (ab 4.30 Uhr LIVESCORES). Bei nur zwei Heimniederlagen 2014/15 stehen die Chancen auf ein 2:0 für die Warriors ausgesprochen gut.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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