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München und Oakland - Die Golden State Warriors finden rechtzeitig ihre Topform und fegen in Spiel 5 die Grizzlies aus der Halle. Steph Curry macht den Allrounder. Memphis fehlt ein Star.

Die Golden State Warriors haben in den NBA-Playoffs gerade rechtzeitig ihre Topform wiedergefunden.

Das beste Team der regulären Saison zerlegte die Memphis Grizzlies mit 98:78 (49:41) und ist nach dem 3:2 in der Best-of-Seven-Serie nur noch einen Sieg von den ersten Conference-Finals seit 1976 entfernt (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Nach dem 1:2-Rückstand zeigten die Warriors bereits in Spiel 4 eine Topleistung in Abwehr und Angriff, vor heimischer Kulisse legten sie nun noch eine Schippe drauf.

Lernen, die Grizzlies zu bremsen, ist für Draymond Green mit Wein vergleichbar: "Es wird mit der Zeit immer besser."

MVP Curry glänzt als Allrounder

Tatsächlich hat Golden State seinen Rhythmus der 67 Saisonsiege und dem 4:0 gegen New Orleans in Runde eins wiedergefunden.

Point Guard Steph Curry (18 Punkte) zeigte mit sechs Dreiern, sieben Rebounds, fünf Assists und herausragenden sechs Steals eine wahrhaft MVP-würdige Vorstellung.

"In den vergangenen beiden Partien hatte er wirklich das richtige Gespür, wann er die Kontrolle übernehmen muss", lobte Andre Iguodala. Der Routinier legte mit 16 Zählern ebenfalls eine starke Leistung hin.

Fans angefeuert und Allens Rekord geknackt

Trotzdem war es Curry, der nach einem klassischen Fehlstart und 13 Punkten Rückstand den Kick gab. Mit vier Dreiern stellte er auf 26:25 und feuerte die Fans emotional wie selten an.

"Wir spüren die Energie des Publikums. Das war ein ziemlich cooler Moment", sagte Curry. Für seinen Coach Steve Kerr war die Führung nach dem ersten Abschnitt schlicht "ein Wunder".

Im 28. Playoff-Spiel schaffte Curry den 100. Dreier, den alten Rekord hatte Ray Allen (35) gehalten. Klay Thompson steuerte vor den Augen von Box-Superstar Floyd Mayweather Jr. 21 Zähler bei, noch imposanter war aber die Abwehrleistung.

Warriors legen defensiv zu

Nach dem ersten Viertel ließen die Warriors in 36 Minuten nur noch 53 Punkte zu und zeigten, warum sie auch die beste Verteidigung der NBA sind (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Fr., 18 Uhr: Inside US Sports).

"Ich dachte, unsere Verteidigung in den ersten Spielen wäre gut genug gewesen, aber es war keine Meisterschaftsdefense. Ich habe mich getäuscht. Genau die brauchen wir nämlich", sagte Kerr.

Center Andrew Bogut (9 Rebounds, 4 Blocks) und David Lee (7 Rebounds) glänzten am Brett. Marc Gasol verbuchte zwar 18 Punkte und zwölf Rebounds, traf aber nur acht seiner 22 Würfe.

"Das ist unser Basketball. Aus der Defensive heraus kommen wir ins Laufen und in unseren Rhythmus", analysierte Green (9 Assists).

Allen fehlt den Grizzlies

Von draußen waren die Grizzlies erneut völlig ungefährlich. Jeff Green, Vince Carter und Mike Conley versenkten zusammen nur einen von zehn Dreiern.

Erschwerend hinzu kam, dass Defensiv-Ass Tony Allen wegen einer Oberschenkelverletzung passen musste. Thompsons Vier-Punkte-Spiel zum 92:68 brachte die Halle endgültig zum Kochen.

"Sie lassen den Ball besser laufen. Jeder zieht zum Korb. Wenn du das zulässt, wird es ganz schwer", ärgerte sich Conley (13 Punkte, 5 Assists).

Joerger sucht Punkte

Golden State hat nun in der Nacht auf Samstag in Spiel 6 (ab 3.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) die Chance, den Sack zuzumachen. Memphis würde helfen, wenn sie dann erstmals in der Serie die Marke von 100 Punkten knacken würden.

"Alle haben gesagt, wegen Tony Allen machen wir nicht genug Punkte. Heute haben wir ohne ihn 78 zustande gebracht", sagte Grizzlies-Coach Dave Joerger. Irgendwie muss er schnell eine bessere Balance finden.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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