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München und Memphis - MVP Steph Curry zeiht mit den Warriors in Memphis eine spektakuläre Dreiershow ab und führt Golden State erstmals seit 1976 ins Halbfinale. Grizzlies fehlt die Feuerkraft.

Die Golden State Warriors haben in den NBA-Playoffs ihre Durststrecke beendet.

Dank des 108:95 (58:49)-Erfolges in Spiel 6 bei den Memphis Grizzlies gewannen sie die Best-of-Seven-Serie mit 4:2 und zogen erstmals seit 1976 wieder in die Finals der Western Conference ein (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

MVP Steph Curry ragte mit 32 Punkten und zehn Assists einmal mehr heraus. Er versenkte acht seiner 13 Dreier - darunter einen von der eigenen Dreierlinie mit der Schlusssirene des dritten Viertels.

Dieser Geniestreich zum 76:68 raubte den Grizzlies das gerade mühsam erkämpfte Momentum. "In so einem Spiel ist das ein Wendepunkt und der Moment wird noch größer. Das letzte Mal habe ich im College so einen getroffen", sagte Curry.

Irrer Dreier bringt Warriors auf Kurs

Auch für Coach Steve Kerr war es die "Aktion des Spiels". Damit demoralisierte Curry die Grizzlies und die Fans im FedEx Forum. Im letzten Viertel ging es genauso weiter.

"Dieses Team ist wirklich erwachsen geworden. Durch den Kampf in dieser Serie sind sie gereift. Sie haben unser physisches Spiel angenommen. Das wird ihnen in Zukunft helfen", lobte Grizzlies-Cheftrainer Dave Joerger.

Immer wenn Memphis im Angriff einen Rhythmus fand, knallte ihnen das beste Team der regulären Saison mit einem Dreier die Tür zum Comeback wieder vor der Nase zu.

Curry stellt nächsten Rekord auf

Innerhalb von 127 Sekunden passierte dies viermal - drei Treffer gingen auf Currys Konto. Sein 100:87 brachte knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss die Entscheidung. Mit 15 Dreiern stellte Golden State eine Playoff-Bestleistung auf.

Neben einem Twitter-Lob von Magic Johnson stellte Curry auch den Rekord für Dreier in einer Serie von sechs Spielen auf (26). In der ersten Runde war ihm das gegen New Orleans mit 20 bereits für eine Vier-Spiele-Serie gelungen.

"Jeden Tag" trainiere Curry nach eigener Aussage Würfe aus der eigenen Hälfte. Selbst die Gegner zollten ihm Respekt. "Es war ein spezieller Moment. Solche Spieler machen diese Dinger", sagte Tony Allen.

Allen fällt wieder aus

Klay Thompson markierte 20 Zähler, Draymond Green (16 Punkte, 12 Rebounds) steuerte ein Double-Double bei (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Memphis fehlte einmal mehr die nötige Explosivität im Angriff. Erschwerend kam hinzu, dass bei Defensiv-Ass Allen nach nur fünf Minuten Einsatzzeit die alte Oberschenkelverletzung wieder aufbrach.

"Das ist bitter. Ich wollte dem Team unbedingt helfen, aber es ging einfach nicht", ärgerte sich der frühere Celtic. Gerade gegen die Schützen der Warriors wäre seine Präsenz wichtig gewesen.

Gasol auf verlorenem Posten

Marc Gasol stemmte sich mit 21 Punkte, 15 Rebounds, 4 Assists und fünf Blocks in 44 Minuten heroisch gegen die Niederlage, traf letztlich aber auch nur sieben von 23 Würfen.

Kein Starter hatte eine Quote aus dem Feld von über 50 Prozent. Erneut wurde die miese Dreierbilanz (4 von 16) den Grizzlies gegen Golden States Offensivfeuerwerk zum Verhängnis.

Die Warriors treffen nun im Duell um einen Platz in den NBA Finals auf den Sieger zwischen den Houston Rockets und Los Angeles Clippers (Spiel 7 am Sonntag, ab 21.30 Uhr LIVESCORES).

"Wir werden uns das natürlich anschauen. Trotzdem glaube ich, dass wir uns durchsetzen, wenn wir unser Spiel machen", sagte Curry. Favorisiert werden diese Warriors ohnehin sein.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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